Nach Ärger um Preis

Stadt macht Dieter Hildebrandts Witwe eine Freude

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Eins steht fest: Dass seine Ehefrau Renate nun in der Jury seines Preises sitzt, wäre ganz in Dieter Hildebrandts (86†) Sinne.

München - Nachdem es bei der letzten Verleihung des Dieter-Hildebrandt-Kabarettpreises einige Verstimmungen gab, hat die Stadt nun reagiert. Und macht der Witwe des großen Künstlers eine Freude. 

Die Verleihung des ersten Dieter-Hildebrandt-Kabarettpreises – sie sorgte im vergangenen Jahr für einigen Ärger. Wie die tz exklusiv berichtet hatte, fühlten sich nämlich bei der Auswahl der Gewinner einige Freunde des Verstorbenen übergangen. Unter anderem war es schwer nachvollziehbar, dass nicht einmal Gattin Renate Hildebrandt in der Jury saß. Immerhin: Das Problem ist nun gelöst! Die Stadt bzw. das Kulturreferat hat entschieden, dass die Witwe ab nun mitbestimmt, wer den renommierten Preis entgegennehmen darf.

„Dieser Beschluss freut mich sehr“, erklärt Renate Hildebrandt gegenüber der tz. Immerhin stand die 79-Jährige ja selbst jahrelang als Künstlerin auf Deutschlands Bühnen. Einblick hat sie also. Sofort betont sie aber, dass sie mit dem Gewinner des letzten Jahres (Claus von Wagner) sehr zufrieden war. „Mir ging es bei der Diskussion ja nicht darum, mich wichtig zu machen“, so die Münchnerin. „Sondern ich wollte Teil dieser Jury sein, um eventuell verhindern zu können, dass jemand den Preis bekommt, den Dieter gar nicht schätzte oder geschätzt hätte.“

Zur Erklärung: Da es sich um einen langjährigen Preis der Stadt handelt (der im letzten Jahr auf Hildebrandts Namen umbenannt wurde), sitzen auch seit Jahren mehrere Stadträte im Entscheidungsgremium. Dazu kommen noch ein paar Mitglieder des Kulturreferats, Sabine Rinberger vom Karlstadt-Valentin-Musäum und Kabarettist Christian Springer. Eins steht fest: Wäre der Preis ganz neu nach dem 2013 verstorbenen Universal-Genie entworfen worden, wäre man bei einer Jury-Besetzung sicherlich nicht um langjährige Freunde wie Karikaturist Dieter Hanitzsch oder Bühnenkollegen wie Georg Schramm und Werner Schneyder vorbeigekommen.

Armin Geier

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