tz-Konzertkritik

Stanfour in der Muffathalle: Nett - mehr nicht

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Stanfour (Archivfoto)

München - Da waberte eine gehörige Portion Liebe durch die Muffathalle: Stanfour standen auf der Bühne. Ihr Auftritt war gefällig, nett, schön. Mehr leider nicht.

Ihre Musik klingt live genauso streng durchproduziert wie auf der neuen CD October Sky. Die Schleswig-Holsteiner singen von Treue, Verlust, Schmerz und ewiger Liebe. In eineinhalb Stunden kann man leicht die ganze Kuschelpop-Bandbreite abdecken. Die Kunst dabei allerdings ist, keinen Zuckerschock zu erleiden. Das schafften Stanfour zwar – auch, weil Sänger Konstantin Rethwisch Probleme mit den Höhen hatte. Aber: Abseits von Schmachten und Seufzen gibt es doch noch mehr! Liebende können auch anders! Immer nur das Servieren auf dem silbernen Bombast-Teller ist auf die Dauer langweilig. Dann ist ein Weihnachtsbäumchen aus Gartenschläuchen genau das Richtige. Der zaubert den Zuhörern wie auch der Band ein Lächeln auf die Lippen. Plötzlich werden die sieben perfekten Schwiegermutterträume zu authentischen Rockbuben, mit denen wahlweise die Gitarre oder – besonders ulkig – das Xylophon durchgeht. 

Angelika Mayr

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