17 Jahre zusammen

The Darkness im Interview: „Sind haariger, älter und noch ahnungsloser“

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Justin Hawkings von „The Darkness“ bei einem Auftritt 2011.

The Darkness hat schwierige Zeiten hinter sich. Jetzt ist die Band wieder zusammen und touren durch Europa. Wir haben mit den Rockern gesprochen. 

München - Mit dem Rockklassiker „I Believe In A Thing Called Love“ schrieb The Darkness Musikgeschichte. Dennoch trennte sich die britische Hard Rock- und Glam Rock-Band 2006 nach diversen Alkohol- und Drogeneskapaden - und fand 2011 wieder zusammen. Seither touren sie durch die Welt und sind auch am 13. November im Münchner Technikum zu Gast.

Hey Leute, mittlerweile seid Ihr trotz Trennung seit 17 Jahren eine Band. Wie hat sich denn Eure Vorstellung von Eurer Musik in diesen Jahren verändert? 

The Darkness: Da hat sich nichts geändert. The Darkness sind im Wesentlichen vier Männer, die gern lustige und oft auch lächerliche Musik spielen, als würde ihr Leben davon abhängen.

Und wie haben sich diese vier Männer persönlich verändert?

The Darkness: Klar! Wir sind haariger, glücklicher, älter und noch ahnungsloser als zuvor. Nur eine Sache ist geblieben: wir sind immer noch trotzig und total gegensätzlich.

Das beruhigt mich. Wie war das denn, als diese neuen alten Charaktere wieder einmal im Studio zusammenkamen? 

The Darkness: Es war, als würden wir mit einer attraktiven älteren Frau Liebe machen und feststellen, dass sie unsere Lehrerin sein könnte. Aber mal im Ernst: Es war natürlich auch schwierig. Aber „schwierig“ hat auch etwas Gutes, wenn du deinem Herzen folgst.

The Darkness: Und wie würdet Ihr die Chemie innerhalb der Band im Studio beschreiben? Der Weg ist immer klar. Nur ist es wichtig, ihn vor Einbruch der Dunkelheit zu bestreiten. Es fühlt sich an, wie frische Sardinen auf Vollkorntoast mit einem Schwall Tabasco-Sauce und einem Spritzer Zitrone. Mit anderen Worten: göttlich! Aber bitte nicht vergessen zuerst Butter aufs Toast zu streichen.

Also hat sich an der Art Eurer Zusammenarbeit nicht viel geändert, oder? 

The Darkness: Das bleibt unser Geheimnis. Manchmal ist es allerdings noch so, aber sage das niemandem!

Trotz Eurer humorvollen Art scheint es, als würdet Ihr Euch als Band selbst immer sehr ernst nehmen. Was war rückblickend der Grund, weshalb Ihr Euch getrennt habt?

The Darkness: Was war das schwächste Glied in der Kette? Und warum seid Ihr nun wieder eine Einheit? Das schwächste Glied war die Tatsache, dass wir uns selbst schließlich als Menschen zu ernst genommen haben. Davor haben wir die Musik sehr wichtig genommen, aber eben nicht uns selbst. Das war der Unterschied. Außerdem hatten wir definitiv zu viel Spaß, weshalb wir uns trennten. Wir haben uns wieder zusammengefunden, weil wir ohne die anderen eben nicht genug Spaß hatten, und zudem schließlich dazu fähig waren, über uns selbst zu lachen. Uns nicht zu ernst zu nehmen, so wie damals, hat uns letztlich geholfen, wieder zueinander zu finden.

Fühlt Ihr Euch nach der Trennung und Wiedervereinigung in irgendeiner Art verantwortlich für Eure Fans? 

The Darkness: Ja, natürlich. Und wir denken, dass das nach all dem eine gute Sache ist! Schließlich gehören wir ja irgendwie zu ihnen bzw. zu ihrem musikalischen Leben.

Abschließend würde mich noch interessieren: Wer waren The Darkness? Und wer seid Ihr jetzt? 

The Darkness: The Darkness waren roh! Und jetzt sind wir wie Fleisch, das auf jeder Seite eine Minute gut angebraten wurde.

The Darkness 

Wann: 13. November 2017, 20 Uhr 

Wo: Technikum 

Tickets: ab 37 Euro, erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen

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