The Temperance Movement im Strom

It's only Rock'n'Roll ...

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Rock-Tier aus Glasgow: The-Temperance-Movement-Sänger Phil Campbell

München - The Temperance Movement aus London zeigen im Münchner "Strom"-Club, warum sie als eine der größten Hoffnungen im Classic-Rock gehandelt werden.

Gockel? Ja sicher. Aber halt auch eine coole Sau, dieser Phil Campbell. Vom Jagger das Tänzeln und eine Röhre wie der junge Paul Rodgers. The Temperance Movement aus London haben mit ihrem schottischen Frontmann ein Alleinstellungsmerkmal, das zum, nun ja, Durchbruch reichen sollte. Auf den Wohnzimmerbühnen dieser Welt wird man diese Band jedenfalls zum ersten und letzten Mal gesehen haben. Die Hundertschaft Aficionados im Strom an der Lindwurmstraße ist sich einig: Elektrisierenderen Rock 'n' Roll hat München in diesem Jahr nicht geboten bekommen. Was für ein wunderbares Konzert!

Dabei ist die Formel natürlich altbekannt. Entscheidend ist, was man draus macht. Und The Temperance Movement, allesamt Profis mit Promiband-Aushilfs-Hintergrund (Jamiroquai, Purple, Feeder) wissen, wie's geht. Greifen sich ein schönes Pint Stones, versenken ein Stamperl Small Faces drin, zwei Esslöffel Free und kräftig Black Crowes Sirup oben drüber. Das Ganze in plagiats-unverdächtige Songgläser gegossen - fertig ist der Cocktail, an dem sich die britische Musikpresse seit Monaten nicht sattsaufen kann. Der Lohn: ein Einstieg auf Platz zwölf der Inselcharts.

Live reicht das Dutzend der bisher veröffentlichten Songs für eineinviertel Stunden allerbeste Unterhaltung. "Only Friend", "Ain’t No Telling", "Lovers And Fighters", "Be Lucky", "Midnight Black" - alles Hits, wie sie die alten Helden seit Jahrzenten nicht mehr auf die Reihe bekommen haben. Von der Bühnenpower ganz zu schweigen.

Wer jetzt angefixt ist: Am 3. November sind The Temperance Movement beim letzten Gig ihrer Deutschland-Tour im Stuttgarter Kellerclub zu erleben. Aber auch im Strom gibt's bald wieder Vergleichbares auf die Ohren & Augen: Am 13. November schauen "The Answer" aus Nordirland mit ihrer brillanten neuen Scheibe vorbei. Noch gibt's Karten...

Ludwig Krammer

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