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Unsa Schui is pfundig!Kurznachrichtn im Dialekt, Tänze & Lesunga – in Freimann werd Bairisch gredt

Bayrisch lernen an der Grundschule
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Bairisch lerna an da Schui: da Raphael und d Laura schickn de Schüla Nachrichtn im Dialekt.

In a Schui in Freimann gibt‘s a pfundigs Projekt: Mit bairische Kurznachrichtn leanan de Schüler an Dialekt.

Minga - Punkt achte is in da Grundschui an da Burmesterstraß in Freimann. Da Gong leit. D Laura ruckt si as Mikrofon zrecht. „In unserer Bairisch-Lektion diese Woche lernen wir: Mia genga z Fuaß. Wie ihr wisst, heißt das: Wir gehen zu Fuß“, sogd de Näinjahrige ins Mikrofon. „Bitte sprecht das mal alle nach“, forderts ihre Mitschüla auf.

„Mia genga z Fuaß.“ Ihre Wörta san in da ganzn Schui zum hean – mehra wia 500 Kinda wiedahoin da Laura ihrn Satz in ihre Klassnzimma. Pfundig! De bairische Botschaft vorm Schuibeginn ghead mittlaweile zum festn Ritual in da Grundschui. Jede Woch werd a andra Satz vordrong – „Mia schützn unsre Baam“, „Bitte d Schuah obbutzn“, „Heit schbui ma Fuaßboi“.

Morgdliche Kurznachrichtn aus Schuilem

„De Sätz san Teil vo unsare morgndlichen Kurznachrichtn und ham imma wos mitm Schuilem zum doa“, erklärt de Schuileiterin, d Arndt Ulrike. So aa da aktuelle Appell. De Kinda san aufgruafa, z Fuaß, mitm Bus, mitm Radl oda mitm Roller in d Schui zum kemma, anstatt si vo ihre Äiddan mim Auto fahrn zum lassn. „An jedm Dog, an dems ned mim Auto kemma, deaffans a Kreizal macha“, sogt d Arndt.

De Preisverleihung vo dera „Schulweg-Olympiade“ stähd heid, am letztn Schuidog vor de Ferien, o. „Bairisch macht Spaß“, findt da Raphael. Da Zehnjahrige hod heid midnand mit da Laura de Kurznachrichtn gsprocha. Er is an Dialekt gwohnt – sei Mama kimmt aus Erding. Dabei is de Herkunft ned so entscheidnd, sogt d Arndt. Wei wer bloß Schriftdeitsch kon, der muaß des Bairische genauso lerna wiara Kind, des ausländische Wurzln hod.

Bairisch in da Schui: „Dialekt verbindet“

„Der Dialekt verbindet“, sogt da Müller Michael. Da Babba hod de Idee ghabt, de bairische Mundart an da Schui vo seine zwoa Buam zum fördan. Da gebürtige Rheinländer „fand es schade, dass die Kinder, die hier in München geboren sind, kaum Zugang zum Dialekt haben“. Des hod si an da Burmester-Schui gändert – mit seim Vorstoß hod da Vadda offne Türn eigrennt. De Bairisch-Lektiona san erst da Anfang vonana buntn Reise durch unsan Freistaat. Oa gloane Gruppn vo Äiddan und Lehra werklt an weidare Projekte – a bairisch Sommafest mit Fingahakln und Masskruagstemma is in Planung, in Workshops soin traditionelle Tänze vamittlt wern, und sogor a Schauspiela werd da Schui an Bsuach obstattn: „Oa Kollegin hod Kontakt mitm Murr Stefan aufgnomma. Er werd uns nach de Osterferien a bairischs Märchen vorlesn“, so Arndt. Zur Einstimmung griang olle Kinder heid a CD mit bairische Gschichtn gschenggt.

Liabe Unterstützung griang de Schüla vom „Burmi“, dem lustign Biber – as Schui-Maskottchen begrüßt de Kinda jede Woch mit am andern Spruch – auf Bairisch, logisch.

d Schmitt Daniela

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