Konzertkritik

So war James Last in der Olyhalle

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Käpt’n James bat zum Tanz. Zur ganz großen Sause mit Non Stop Dancing reichte es in der Münchner Olympiahalle zwar nicht mehr. Doch für einen unterhaltsamen Abend ist James Last auch mit 84 noch jung genug.

München - Käpt’n James bat zum Tanz. Zur ganz großen Sause mit Non Stop Dancing reichte es in der Münchner Olympiahalle zwar nicht mehr. Doch für einen unterhaltsamen Abend ist James Last auch mit 84 noch jung genug.

4000 Fans, meist treue Stammkundschaft aus den Zeiten von Rainer Holbes „Starparade“, waren gekommen, um den Happy-Sound-Guru noch einmal zu erleben. Zum letzten Mal? Ach was! Am Ende sprach der große Hansi schon vom Wiedersehen 2015.

Wie muss man sich so ein James-Last-Konzert 2013 vorstellen? Ein bisschen „Night Of The Proms“, ein bisschen André Rieu, nur ohne Walzer. Wobei: Walzer gab’s schon auch, aber weniger als beim Holland-Fiedler. Dafür: Adele und Pink. Altbacken war James Last noch nie. Und ein cooler Hund ist er bis heute. Mit grauem Zopf, Ohrring und lässigem Victory-Zeichen schlurft der Party-Kapitän zur „Night Of The Hansi“ auf die Bühne – etwas tatterig zwar, aber das begnadete zweifingrige Wedeln mit der rechten Hand funktioniert immer noch. Und das Pracht-Orchester mit Assen wie Trompeter Chuck Findley spielt eh, was es für richtig hält.

Die arg zurückhaltenden Fans kriegt der alte Hanseat erst nach der Pause so richtig rum, mit dem hinreißenden „Morgens um sieben“ oder Happy-Sound-Klassikern von der „Fett Polka“ bis zu „Happy Music“. Da zuckt die rechte Hand beim Zuhören und wedelt mit! Doch zwischendurch wird der Happy-Sound eher zum Schleppi-Sound, wenn sich der Maestro an Experimenten wie Hans Zimmers „Batman“-Soundtrack versucht. Insgesamt: keine musikalische Traumschiffreise mit Käpt’n James. Aber eine zünftige Dampferfahrt ist ja auch was Feines.

Von Jörg Heinrich

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