Nazis werden auf den Mond geschossen

Udo entert die Olympiahalle - mit Komiker-Legende und Trump-Einlage

+
Auf Deutschlandtournee: Udo Lindenberg machte am Dienstagabend Station in der Münchner Olympiahalle. (Foto aufgenommen beim Auftritt in Bremen)

Udo Lindenberg hat mit seiner „Panik 1“ die Olympiahalle geentert und München einige politische Botschaften beschert. An ein Ende seiner Karriere denkt der 73-Jährige noch lange nicht.

München - Menschen, Udo, Sensationen! Am Dienstagabend war der Zirkus in der Stadt. Genauer gesagt: Deutschlands buntester, verrücktester, lautester und unterhaltsamster Musikzirkus gastierte in der ausverkauften Olympiahalle. Die Münchner jubelten dem Panik-Priester zu! Udo Lindenberg verkündete das Motto: „Zum Feiern nach Bayern!“ Und dem von einer Erkältung angegriffenen Stimmchen half Gurgeln mit Eierlikör.

12.500 Fans bestaunten eine Rock-Operette, quasi eine Udorette, mit fliegenden Nonnen, mit Flammenwerfern, mit einem Show-Boxkampf Trump vs. Putin - und mittendrin mit Udo, der seine Sause mit nuschelnder Nonchalance dirigierte. Er landete in seinem Dienst-Jumbo, der „Panik 1“, mitten auf der Bühne, und legte mit der „Honky Tonky Show“ los, einschließlich einem Dutzend Lindi-Doppelgängern. Später brach er die Herzen der stolzesten Frauen und stellte die Frage, die auch nach 38 Jahren nicht beantwortet ist: Wozu sind Kriege da?

Udo Lindenberg: Nazis auf den Mond - Otto auf der Bühne

Viel leichter zu beantworten ist: „Wozu ist Udo da?“ Klare Sache - für den großen Konzertspaß, und um den Menschen in den Allerwertesten zu treten. Lindenberg schoss in der Olympiahalle Nazis auf den Mond, feierte die jungen Umweltschützer von „Fridays for Future“, und dann enterte auch noch Otto Waalkes die Bühne.

30 Songs waren angekündigt, inklusive Cello und Andrea Doria gegen Ende. Und wer diesen Ball Pompös erlebt hat, der ist froh, dass der ewig junge alte 73-Jährige in München verkündet, dass er noch 30 Jahre weiterrocken will. Udo for Future!

Udos Vorfreude

Vorfreude bei Udo! Stunden vorm Konzert twitterte er am Dienstag: „jahuuuu,,, leude, was für ne vorfreude - endlich mal wieder zum feiern nach bayern!! stellt schonmal den enzianlikör kalt, panikgang is coming to town“

Jörg Heinrich

Erst wenige Tage zuvor ließ es Andreas Gabalier im Olympiastadion krachen. Zum Auftritt des Österreichers finden Sie auch eine Konzertkritik. Richtig feurig wurde es bei der Show der Band Rammstein, die ebenfalls im Olympiastadion für Stimmung sorgte.

Auch interessant

Kommentare