Museum in Barcelona

Umstrittene Sex-Statue mit Spaniens Ex-König enthüllt

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Die Skulptur zeigt einen nackten Juan Carlos auf allen Vieren beim Analverkehr mit der nackten bolivianischen Gewerkschaftsführerin Domitila Barrios, die wiederum Analverkehr mit einem Deutschen Schäferhund hat.

Barcelona - Nach einer kontroversen Debatte ist in Barcelona eine Ausstellung eröffnet worden, in der eine umstrittene Skulptur den ehemaligen König Juan Carlos beim Analverkehr mit einer bolivianischen Gewerkschafterin zeigt.

Die zahlreichen Meinungsäußerungen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, aus Kunst und Kultur sowie aus Politik und Medien hätten ihn dazu bewogen, seine Entscheidung zurückzunehmen, die Ausstellung nicht zu eröffnen, schrieb der Direktor des Museums für zeitgenössische Kunst in Barcelona (Macba), Bartomeu Mari, am Samstag in einem offenen Brief.

Die Pappmaché-Skulptur der Österreicherin Ines Doujak ist Teil einer Ausstellung von Werken von 30 internationalen Künstlern, welche das Macba gemeinsam mit dem Württembergischen Kunstverein aus Stuttgart organisiert hat. Die Skulptur zeigt einen nackten Juan Carlos auf allen Vieren beim Analverkehr mit der nackten bolivianischen Gewerkschaftsführerin Domitila Barrios, die wiederum Analverkehr mit einem Deutschen Schäferhund hat.

Juan Carlos war bis zu seiner Abdankung im Juni vergangenen Jahres 39 Jahre lang spanischer König. Die umstrittene Skulptur war bei der Biennale von São Paulo im Dezember 2014 erstmals gezeigt worden. Die Künstlerin sagte damals, das Werk solle "mit Machtbeziehungen spielen und diese untergraben".

Macba-Direktor Mari ging die Skluptur jedoch zu weit, und er bat die Kuratoren der Ausstellung "Das Tier und der Souverän", das Werk aus der Schau herauszunehmen. Diese weigerten sich und forderten, entweder alle Werke zu zeigen oder die Ausstellung komplett abzusagen. Dies löste eine kontroverse Debatte in Spanien aus.

In seinem offenen Brief entschuldigte sich Mari und bot seinen Rücktritt an. Ob die Museumsleitung diesen annahm, war zunächst unklar. Mari erklärte, er habe seine Überlegungen "nie als Zensur" betrachtet, sondern als "Meinungsverschiedenheit über die Präsenz eines konkreten Werkes und über die Konsequenzen der möglichen Lesart".

AFP

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