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Arien mit Beats

Wumm-Wumm-Verdi: DJ Paul van Dyk in der Staatsoper

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Paul van Dyk

München - Celeste Aida – wummwummwumm! So könnte das am Samstag ab 23.30 Uhr klingen, wenn DJ Paul van Dyk (41) auf der Elektro-Party in der Bayerischen Staatsoper auflegt.

Der in Ostberlin aufgewachsene Star mixt Club-Beats mit Verdi-Arien. Es singen etwa Nadja Michael und Ekaterina Gubanova. Was van Dyk zum Projekt sagt:

Herr van Dyk, wie kam’s zu dieser Idee?

Paul van Dyk: Da ziehe ich den Hut vor den Organisatoren der Opernfestspiele. Die kamen auf mich zu und haben überlegt, was man zusammen machen kann. Elektronische Musik hat sich ja aus einer kleinen Subkultur zur weltweit größten Musikkultur entwickelt. Und dass die Macher eines Festivals, das sich mit Klassik beschäftigt, so progressiv sind – Hochachtung.

Warum können Sie sich so ein Projekt nur mit der Musik von Verdi vorstellen?

Paul van Dyk: Verdi gehörte zu seiner Zeit zu den Leuten, die – ähnlich wie ich das auch immer versuche – einen Kontakt zum Publikum herstellten. In Verdis Musik gibt es Tiefen und spannungsgeladene Momente, aber auch Riffs, die fast schon Pop-Charakter haben. Da sind teilweise wirklich klassische Pop-Akkorde drin. Und diese Ambivalenz zwischen tiefen, tragischen Momenten und diesen musikalisch-fröhlichen, die macht die Auseinandersetzung mit seiner Musik so spannend.

Mit Wagner hätte das nicht funktioniert? Ein Techno-„Walkürenritt“ hätte doch auch etwas für sich gehabt …

Paul van Dyk: Es ging weniger darum, irgendeine Oper elektronisch zu instrumentieren und einen tollen Bläsersatz mit Synthesizern zu ersetzen. So wird es nicht sein. Es ist ganz klar als Clubnacht und Tanzveranstaltung angesetzt – aber eben mit klassischen Elementen von Verdi. Es wird da schon zwei Stunden lang richtig nach vorn gehen, und ich spiele da natürlich auch meine Sachen – wenn auch etwas angepasster, nicht unbedingt die harten, die 140 BPM (beats per minute), die ich auf einem Festival spielen würde. Ein Freund von mir meinte letztens, es klingt alles ein bisschen eleganter. Aber einen neuen Musikstil – Elegant House oder so – wollen wir jetzt nicht ausrufen. Es geht darum, Verdi tanzbar zu machen. Es ist ein Experiment für alle, und ich bin mindestens genauso gespannt wie alle anderen. Ich hoffe, die Leute lassen sich auf beide Welten ein.

Warum diese Zurückhaltung? Aus Rücksicht auf das Opernpublikum, aus Anpassung an Verdi?

Paul van Dyk: Das hat natürlich schon was mit dem Publikum zu tun. Wenn ich bei einem Festival bin und die Leute ausgelassen feiern wollen, ist es einfach was anderes, als wenn man weiß, dass viele Leute da sind, die mit elektronischer Musik einfach noch nicht so in Berührung kamen. Die muss man dann etwas sanfter an die Sache heranführen. Aber es wird sicher keine Schnarchnasenveranstaltung.

Britta Schultejans

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