Magic Table Theatre: So schön kann zaubern sein

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Michaela Krist zeigt ihr Zaubertheater. 83 Besucher haben jetzt Platz, vorne kann man mitzaubern.

München - Am Mittwoch startet eine neue magische Ära im Herzen Münchens: Im Unteren Anger 3 präsentiert sich das Table Magic Theatre Krist & Münch in prächtigem neuen Glanz.

Das einzige Zaubertheater der Stadt steht übrigens auf historisch vielseitiger Stätte: „Bis 1915 waren hier Gefängnis und Richtplatz, zuvor jahrhundertelang ein Nonnenkloster“, sagt Chefin Michael Krist (30), die uns durch das Haus führt: Vor dem Eingang im Hinterhof ahnt man schon, dass hier kein fauler Zauber betrieben wird: Die Feuertreppe führt geradewegs in den Himmel, und so etwas schwebt den drei Chefs des Krist & Münch auch vor: „Wir wollen die Leute verzaubern, sie sollen mit einem beseelten Lächeln aus der Vorstellung kommen“, beschreibt es Michaela Krist.

Und damit der Zauber von Anfang an stark ist, wurde an nichts gespart. Rund eine halbe Million Euro hat das Trio in die insgesamt 200 Quadratmeter großen Räume gesteckt. Als Miete zahlen sie im Monat 6500 Euro kalt an die Stadtwerke München. „Am Teuersten“, sagt Michaela Krist, „waren die Tribüne und die Stühle. Die wurden extra in Spanien angefertigt.“

Der erste Eindruck, wenn man das Foyer betritt: nobel, edel, elegant. Die Blumen sind frisch (und natürlich echt), die sowieso schon anmutige Bar wird in zwei Wochen nochmals aufgehübscht: Dann werden die beiden Platten durch Mahagoni-Holz ersetzt - Kosten: 3500 Euro. „Für meinen Mann Alexander war es schon immer ein Traum, in einem eigenen Theater zu spielen“, erläutert Michaela. „Die Frage war: Wie packen wir das in eine Form - wie kann das Publikum möglichst hautnah die Magie erleben?“ Und so entwickelte man diese kleine „Arena“ mit Platz für jetzt 83 Zuschauer (vor der Renovierung waren es 68).

So schön kann zaubern sein - Bilder vom runderneuerten Magic Table Theatre

So schön kann Zaubern sein! Bilder vom runderneuerten Magic Table Theatre

Die zauberhaftesten Geschichten schreibt natürlich die Liebe. Ihren Mann hatte Michaela 2007 auf einem Kreuzfahrtschiff kennengelernt. Er zauberte, sie zauderte - „ich mochte so einen Schmarrn nicht, ich bin schon vor der Show geflüchtet.“ Am nächsten Tag traf Alexander die spröde Schöne zufällig und sprach sie darauf an. Die nächste Show besuchte sie. Und dann: Abracadabra...

Mehr Infos, Spielplan und Ticketpreise im Internet: www.magic-theater.de. Am Sonntag gibt es auch Gastspiele, zudem werden Kurse angeboten.

M. Bieber

Für die erste Reihe gilt übrigens: anfassen erlaubt! Man darf die Zauber-Utensilien berühren und auch mitmachen. Was allerdings wenig helfen wird, um den Zauberern auf die Schliche zu kommen. Eine Show dauert inklusive Pause zweieinhalb Stunden. Die Zeit soll nur so verrinnen - passend zu den drei Sanduhren, die in den Räumen stehen. Michaela sagt: „Die Menschen sollen den Alltag vergessen, wenn sie bei uns sind. Die Sanduhr hilft dabei.“

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