Theater-Chef wehrt sich gegen Vorwürfe

Monika Gruber beschimpft? Mega-Zoff nach Auftritt in München - weiterer Promi daran beteiligt

Mega-Zoff am Deutschen Theater in München: Monika Gruber soll vom Chef beschimpft worden sein. Auch ein weiterer bekannter Künstler ist Teil des Streits.

  • Zoff am Deutschen Theater: Monika Gruber will dort nie wieder auftreten.
  • Sie sei von Chef Werner Steer beleidigt worden, schreibt die Kabarettistin in einem Brief an OB Reiter.
  • Theater-Chef Steer widerspricht Grubers Darstellung vehement; Ärger gibt es um einen weiteren bekannten Künstler.

Update vom 4. Dezember 2019: Ein weiterer bekannter Münchner Künstler hat Ärger mit dem Deutschen Theater. Musiker Roland Hefter begleitete Monika Gruber am 3. Oktober als Einheizer, als es im Anschluss an die Show zu einem Eklat kam (siehe Erstmeldung).

Hefter hatte sich offenbar bereits zuvor den Zorn von Werner Steer zugezogen. Gegenüber Bild formuliert der Theater-Chef schwere Vorwürfe. „Mein technischer Leiter sagte mir, Hefter klebt unangemeldet Plakate neben die Bühne“, berichtet Steer.

Mega-Zoff am Deutschen Theater in München: Monika Gruber und ein Kollege stocksauer

Der Münchner Liedermacher habe sich im Anschluss geweigert, die Plakate wieder abzunehmen und den Angestellten von oben herab behandelt: „Er zeigte ihm den Kontakt von Oberbürgermeister Dieter Reiter auf seinem Handy und sagte: ,Kennst du den, das ist mein persönlicher Freund. Ihr könnt mir gar nichts‘“. OB Reiter hatte Hefter im Vorfeld der Kommunalwahl 2020 einen Platz auf der Stadtratsliste der SPD gewährt, wie Merkur.de* berichtet.

Von Bild mit den Anschuldigungen konfrontiert, wiegelt Hefter ab: „Das ist gelogen! Totaler Blödsinn. Dass ich ihn (Reiter, d.Red.) kenne, ist kein Geheimnis. Aber dass ich mit ihm angeben soll, ist lächerlich“.

Auch ein Luxus-Auto spielt offenbar eine Rolle im Theater-Zoff. Laut Steer habe Hefter den Jaguar des Restaurants-Chefs zugeparkt. Auch diesen Vorwurf will der Liedermacher (52) nicht so stehen lassen: „Da habe ich vorher gefragt“.

München: Monika Gruber angeblich von Theater-Chef beleidigt - Er widerspricht: „Eine Frechheit“

Erstmeldung vom 3. Dezember:

München - Monika Gruber will nie wieder am Deutschen Theater auftreten. Das hat die Kabarettistin aus dem Landkreis Erding Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in einem wütenden Brief mitgeteilt. „Ein solch rüdes, unhöfliches und indiskretes Verhalten ist mir in all den Jahren noch nicht untergekommen“, heißt es in dem Schreiben aus dem Bild zitiert.

Zur Vorgeschichte: Mit ihrem Programm „Wahnsinn“ gastierte Gruber am 3. Oktober 2019 am Deutschen Theater. Chef Werner Steer soll von Gruber vorab Umsatzpacht für ihren Fanartikel-Stand gefordert haben - dem wollte die Künstlerin nicht nachkommen. 

Streit am Deutschen Theater: Monika Gruber will hier nie wieder auftreten

„Daraufhin verweigerte Herr Steer (...) den Platz im Foyer für die Autogrammstunde samt Merchandising-Verkauf“, schreibt Gruber in ihrem Brief an OB Reiter. Die Entscheidung des Theater-Chefs habe sie dann auch dem Publikum mitgeteilt - was Steer offenbar gar nicht schmeckte. Im Anschluss an den Auftritt soll es zum Eklat gekommen sein.

Während ihrer Ankündigung habe sich Steer auch für das Publikum hörbar echauffiert, heißt es in Grubers Schreiben: „Die Gruber, die blöde Kuh, die spinnt wohl. Kassiert 70.000 Euro und führt sich dann so auf“.

München: Monika Gruber nach Auftritt beschimpft? Theater-Chef erzählt ganz andere Version

Gegenüber Bild streitet Steer die Vorwüfe vehement ab. Er habe Grubers Merchandising-Stand zu keinem Zeitpunkt verboten, die Umsatzpacht aber tatsächlich verlangt. „Die muss jeder zahlen“, stellt der 60-Jährige klar. Der Vorwurf, er habe Gruber als „blöde Kuh“ bezeichnet, lässt Steer jetzt noch zürnen: „Eine Frechheit. Das habe ich nie gesagt“. Er habe lediglich zum Ausdruck gebracht, dass Grubers Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprächen.

Der Theater-Chef kann sich offenbar nicht erklären, wie es zu einem derartigen Eklat kommen konnte. „Monika Gruber und ich kennen uns seit Jahren, wir hatten nie Probleme. Sie ist eine großartige Künstlerin, die wir gerne im Haus haben“, versucht Steer die Wogen im Nachgang etwas zu glätten. Steer stand auch in der Debatte um Fußball-Weltmeister Mesut Özil im Fokus. 

lks

Eigentlich hätte Monika Gruber derzeit allen Grund zur Freude: Der Ansturm auf die Karten für ihren Auftritt in der Olympiahalle (11. Dezember) ist riesig. Doch technische Probleme treiben die 48-Jährige zur Weißglut.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Tobias Hase

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Kommentare

SchneckAntwort
(0)(0)

Hat der wirklich einen Privatparkplatz da .Der Jaguar ist mir egal aber einen eigenen Parkplatz.WOW der muss ganz schön wichtig sein.
In dem Restaurant war ich noch nie ich habe aber auch keinen eigenen Parkplatz

Gerd K.
(0)(1)

Der Steer soll einfach mit der Hand auf den Tisch haun und sagen: "Jawohl, das hab ich gesagt!!! Und???"
Charakter zeigen ist angesagt!!! Immer dieses ängstliche verdrukste.
Bist jetzt ein Mann oder nicht?

MarkMoiselleAntwort
(2)(1)

Naja, ich kenn den Steer auch von meiner früheren Arbeit im DT. Sagen wir mal so: Es fehlt ihm manchmal das nötige Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Künstlern. Der Ton macht die Musik. Das klappte leider nicht immer. Als eine Monika Gruber sollte man damit aber auch gelassener umgehen können.