München 2018 erhöht Druck auf Konkurrenz

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Ein Foto von der Präsentation in London

München - Die Euphorie bei den Münchner Olympia-Planern war groß nach der drittletzten Präsentation vor der Vergabe der Winterspiele 2018. Die Kernbotschaften kamen an.

Mit einem überzeugenden Auftritt haben die Münchner Olympia-Planer im Dreikampf um die Winterspiele 2018 den Druck auf die Konkurrenz erhöht. Frontfrau Katarina Witt wertete das 20-minütige Kurzprogramm am Donnerstag beim Sportkongress SportAccord in London sogar als das “bisher beste“ von München 2018 im Bewerbungsmarathon. 90 Tage vor der Vergabe der Spiele am 6. Juli in Durban diente die durchgestylte Vorstellung im Ballsaal des Park Plaza-Hotels als weiterer Mutmacher für die wohl entscheidende Präsentation beim technischen IOC-Briefing am 18./19. Mai in Lausanne.

Als Kernbotschaft verkaufte das sechsköpfige Team um Innenminister Hans-Peter Friedrich das enorme wirtschaftliche Potenzial für die olympische Bewegung durch Winterspiele in Deutschland. “40 Prozent aller olympischen Einnahmen werden durch Winterspiele generiert, das wirtschaftliche Potenzial von München 2018 strahlt auf die gesamte olympische Familie aus“, verkündete IOC-Vize Thomas Bach.

Zudem sei es an der Zeit, mehr als 80 Jahre nach den Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen (1936) der großen Wintersport-Tradition in Deutschland ein neues Kapitel hinzuzufügen. Das Angebot der sportlichen Entwicklungshilfe, bei der internationale Top-Athleten kostenlos an deutschen Leistungszentren trainieren dürfen, sei mehr als nur ein finanzielles Versprechen, so Bach. Vor der Entscheidung durch die IOC-Vollversammlung haben die Münchner und ihre Mitstreiter Annecy und der südkoreanische Favorit Pyeongchang jetzt noch die Präsentationen in Lausanne und am 28. Juni in Togo vor sich.

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“Deutschland ist bereit für die Winterspiele“, erklärte Sportminister Friedrich und bestätigte vor den knapp 20 anwesenden Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) noch einmal die Regierungsgarantien und die Unterstützung aller politischen Ebenen. Der Politiker äußerte sich sehr positiv über den Bürgerentscheid zwischen Olympia-Gegnern und Befürwortern am 8. Mai in Garmisch-Partenkirchen: “Ich bin sehr, sehr optimistisch, dass es beim Bürgerentscheid ein klares Ergebnis geben wird, das ein klares Signal senden wird. Die Bevölkerung steht zu den Spielen.“

Witt schwärmte von der athletenfreundlichen Ausrichtung des Gesamtkonzepts, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude referierte über das Großstadtflair der Isar-Metropole. Hinter ihm flimmerten Oktoberfest-Bilder mit Trachtenmädchen und Bierkrügen über den Riesenbildschirm. Filmische Aufnahmen vom Olympiapark in Schnee getaucht sollten die historische Nachhaltigkeit demonstrieren. München wäre die erste Olympia-Stadt überhaupt, in der nach Sommer- auch Winterspiele ausgetragen werden.

dpa

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