München 2022? "Begrüßen alle Initiativen"

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DOSB-Generalsekretär Michael Vesper begrüßt eine erneute Olympia-Bewerbung Münchens

München - Die Bewerbung Münchens um Olympische Winterspiele 2022 könnte eine neue Chance erhalten. Der Deutsche Olympische Sportbund begrüßt alle Initiativen in diese Richtung.

Nachdem sich zuletzt eine Gruppe von Sponsoren und Befürwortern der gescheiterten Bewerbung 2018 zusammengetan hatte, um München im Gespräch zu halten, zeigt sich auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) offen. „Wir begrüßen alle Initiativen für olympische Bewerbungen, auch diese, unabhängig von der genauen Jahreszahl“, sagte DOSB-Generalsekretär Michael Vesper der Süddeutschen Zeitung.

Der DOSB hatte bei seiner Vollversammlung am 3. Dezember eine erneute Bewerbung für 2022 abgelehnt. Diese habe „derzeit“ keine Aussicht auf Erfolg. „Wir haben gesagt: zum jetzigen Zeitpunkt nein - aber die Situation kann sich noch ändern“, sagte Vesper nun: „Wir wollen die Lage weiter beobachten.“ Die Bewerbungsfrist für Winterspiele 2022 endet im Herbst 2013.

In München bereiten indes Sponsoren und Befürworter, unter ihnen auch die städtische Olympiapark GmbH, einen neuen Versuch vor, die Stadt als möglichen Austragungsort zu positionieren. Dazu plant die Gruppe, München bei den diesjährigen Sommerspielen in London auch international wieder in den Fokus zu rücken. Unter anderem möchte sie im Deutschen Haus die Präsentation des Olympiaparks anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Olympia in München nutzen. „Wir wollen zeigen, was hier alles möglich war und vielleicht auch möglich ist“, sagte Olympiapark-Chef Ralph Huber der SZ.

Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) billigt die Initiative. Er hält Winterspiele aber auch zu einem späteren Termin in München für möglich. Ein weiterer Anlauf sei nur zu einem Zeitpunkt sinnvoll, den auch der DOSB gutheiße, sagte Ude.

Zuletzt hatte Ski-Olympiasieger Markus Wasmeier den vorläufigen Verzicht auf eine erneute Bewerbung von München um die Olympischen Winterspiele scharf kritisiert. „Das verstehe ich absolut nicht, ein Wahninn“, sagte der 48-Jährige und fügte hinzu: „Wir denken zu wenig in die Zukunft, Visionäre haben bei uns einfach keine Chance mehr. Das ist total schade.“

München hatte im vergangenen Juli im südafrikanischen Durban bei der Wahl des Gastgebers der Olympischen Winterspiele 2018 klar gegen das südkoreanische Pyeongchang verloren.

sid

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