Er leidet an COPD und Asthma

Corona: Münchner Risikopatient dank eines neuen Medikaments geheilt - „Habe mein Leben zurück“

Ebola-Medikament Remdesivir.
+
Ebola-Medikament Remdesivir.

Der Münchner Curtis Warren Puckett war an Covid-19 erkrankt. Der Risikopatient konnte Dank einem neuen Medikament geheilt werden.

  • In München konnte ein Risikopatient mit einer Coronavirusinfektion geheilt werden.
  • Der 43-Jährige wurde mit einem noch nicht zugelassenen Ebola-Medikament behandelt.
  • Das Medikament schlug bei dem an COPD und A sthma Leidenden sofort an und rettete womöglich sein Leben.

München - Curtis Warren Puckett aus München ist trotz seiner erst 43 Jahren Risikopatient. Er leidet unter COPD, einer chronischen Lungenerkrankung, und Asthma. Unglücklicherweise infizierte er sich mit dem Coronavirus

Coronavirus: Münchner Risikopatient wird mit neuem Medikament behandelt

Puckett erzählte der Bild: „Ich hatte 40 Grad Fieber und starken Husten. Meine Lungen taten weh, ich hatte Angst - ein Stück weit Panik.“ Als er ins Krankenhaus kam, stellten die Ärzte eine Infektion mit dem Coronavirus fest. Für den Risikopatienten eine schlimme Nachricht. 

Allerdings hatte er Glück, im Krankenhaus Rechts der Isar zu landen. Dort wird unter der Leitung von Dr. Christoph Spinner (35) im Rahmen einer Studie des amerikanischen Pharma-Unternehmen Gilead, an dem noch nicht zugelassenen Ebola-Medikament Remdesivir geforscht. Das Medikament soll die Verbreitung des Coronavirus im Körper hemmen. Laut Gilead nehmen circa 1000 Patienten an der Studie teil.

Remdesivir ist sogar von der Weltgesundheitsorganisation WHO als das vielversprechendste Medikament eingestuft worden.

Ebola-Medikament Remdesivir schlägt bei Corona-Patient an

„Dr. Spinner kam auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich an der Studie teilnehmen möchte“, erklärte Puckett gegenüber der Bild. Fünf Tage lang wurde ihm Remdesivir täglich eine halbe Stunde lang intravenös verabreicht. Schon am ersten Tag sank sein Fieber auf 38,8 Grad. Nebenwirkungen hatte er nach eigenen Angaben keine. Dr. Spinner hatte schon zuvor der tz* erklärt, dass sich das Ebola-Medikament als am wirksamsten gegen Corona herauskristallisiere: „Die Verträglichkeit scheint gut zu sein.“

Husten und Fieber verschwanden bei Puckett nach vier Tagen. Am 7. April konnte der Münchner das Krankenhaus Rechts der Isar gesund verlassen. Er ist überzeugt: „Remdisivir hat mich geheilt. Ich bin ein Glückspilz, dass ich das Medikament bekommen habe.“ Nächste Woche kann er sogar schon wieder zur Arbeit gehen. „Endlich habe ich mein Leben zurück.“

Auch das Schwabinger Krankenhaus forscht schon an Remdesivir*. Chefarzt Professor Dr. Clemens Wendtner setzt ebenfalls große Hoffnungen in das Medikament. In München herrschen wegen des Coronavirus gerade strenge Ausgangsbeschränkungen*.

Der Chefkardiologe im Isar Klinikum in München spricht außerdem im Interview über Corona*. „Die Gefahr ist längst nicht vorbei“, erklärt er.

Coronavirus: Australische Wissenschaftler finden ebenfalls vielversprechendes Medikament

md

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Seniorin (76) mit schwerer Demenzerkrankung vermisst - sie ist auf Medikamente angewiesen
Seniorin (76) mit schwerer Demenzerkrankung vermisst - sie ist auf Medikamente angewiesen
München: Jährlich bis zu 30 Sommertage mehr? Es wird immer heißer - DWD-Experte warnt: „wird sich in Zukunft noch verstärken“
München: Jährlich bis zu 30 Sommertage mehr? Es wird immer heißer - DWD-Experte warnt: „wird sich in Zukunft noch verstärken“
Tödlicher Unfall in München: Wer ist der geflüchtete Radl-Rambo? Spezielles Verfahren soll ihn jetzt überführen
Tödlicher Unfall in München: Wer ist der geflüchtete Radl-Rambo? Spezielles Verfahren soll ihn jetzt überführen
Getränkelaster erfasst Radfahrer: Schreckliche Tragödie im Landkreis Ebersberg
Getränkelaster erfasst Radfahrer: Schreckliche Tragödie im Landkreis Ebersberg

Kommentare