„Zwangsurlab für‘s Au-Pair“

Wie sich Münchner wirklich auf Corona vorbereiten: Lustige „Analyse“ aufgetaucht, die viele Vorurteile bestätigt 

Ist die Lage doch noch nicht so ernst? Viele Münchner können über das Coronavirus herzlich lachen. Im Netz wird fleißig gespottet.

  • Das Coronavirus hat München erreicht: in Teilen der Bevölkerung ist die Verunsicherung spürbar.
  • Unternehmen haben sich Notfallpläne zurechtgelegt, Kindergärten und Schulen werden geschlossen.
  • Im Netz finden sich aber auch lustige Reaktionen auf die Epidemie.

Update 7. März, 15.40 Uhr: Bei aller gebotenen Achtsamkeit: viele Münchner haben ihren Humor in Sachen Corona noch nicht verloren. Das lässt auch eine „Analyse“ erkennen, die gerade viele Internet-User begeistert. „Wie sich Münchner*innen wirklich auf das Coronavirus vorbereiten“ betitelt Mit Vergnügen München eine Grafik auf Instagram.

Aufgeführt sind neun Stadtviertel und die angeblichen Corona-Reaktionen ihrer Bewohner. In Schwabing gebe es etwa „Zwangsurlaub für‘s Au-Pair“, spotten die Macher des Portals. Im Glockenbach würden „alle Tinderdates gecancelt“ und auch die Grünwalder Society bekommt ihr Fett weg. 

Den Instagram-Usern gefällt‘s. Weit über 2.000 Likes hat der Beitrag schon gesammelt.

München: Angst vor dem Coronavirus - bizarres Angebot kursiert im Netz

Meldung vom 4. März 2020:

München - Die Regale im Supermarkt: leergefegt. Die Atemmasken in der Apotheke: ausverkauft. Der Chef des TV-Senders ProSiebenSat.1: in Quarantäne*. In der Stadt geht die Angst vor dem Coronavirus um*. Auf sämtlichen Toiletten eines Münchner Unternehmens soll das Desinfektionsmittel verschwunden sein. 

Eine Münchnerin will die Verunsicherung ihrer Mitmenschen* nun für ihre Zwecke nutzen. In der nur für Mitglieder offenen Facebook-Gruppe „Neu in München“ hat sie ein Inserat eingestellt, das viele User schmunzeln lässt. Ganz ernst gemeint dürfte ihr Angebot indes nicht sein.

„Tausche gegen einen Wiesn-Tisch“ ist ihr verheißungsvolles Posting überschrieben. Auf dem zugehörigen Bild sind dann lediglich eine Packung „Bio-Fusili“ aus dem Hause Lidl und eine Tube Desinfektionsmittel zu sehen - zwei Produkte, die in der Isar-Metropole derzeit heiß begehrt sind. So heiß begehrt, dass ein Traditionalist dafür seinen Tisch auf dem Oktoberfest abtreten würde? Wohl eher nicht.

Coronavirus sorgt für Wirbel in München: „Was ist, wenn die Wiesn dieses Jahr abgesagt wird?“

Zwischen ihren Hamsterkäufen scheinen die Facebook-User für ein wenig Abwechslung dankbar zu sein. Bislang hat der Upload stattliche 689 Likes gesammelt (Stand 4. März, 10 Uhr). In den Kommentaren einiger Nutzer klingt jedoch eine tragische Befürchtung durch: „Was ist, wenn die Wiesn, wie andere Großveranstaltungen, dieses Jahr abgesagt wird?“

München ohne das Oktoberfest: gab es das seit der Premiere im 1810 überhaupt schon einmal? Ein Blick in die Geschichtsbücher verrät: bereits 24-mal mussten die Münchner ohne ihr heiß geliebtes Volksfest auskommen. Gründe für die Absagen waren etwa die beiden Weltkriege, die Cholera-Epidemie oder die Inflation in den Jahren 1923 und 1924.

Wiesn-Fans müssen jetzt aber nicht Trübsal blasen. Bis zum nächsten Anstich am 19. September 2020 bleiben noch über sechs Monate. Und ein Sammelplatz für Viren* war das Oktoberfest auch schon immer. Ein weiterer Ort wo sich Viren gerne aufhalten ist das Smaprtphone. Deshalb sollten Nutzer ihr Smartphone regelmäßig und gründlich reinigen, um sich vor dem Coronavirus und anderen keimen zu schützen. 

Das Coronavirus beherrscht seit Wochen die Schlagzeilen - auch in München. „Der Verrückte Eismacher“ hat jetzt mit viel Ironie reagiert - mit einer irren Idee.

Das Coronavirus breitet sich auch in München aus. Mehrere Kitas und Schulen bleiben geschlossen. Auch ein tz-Redakteur ist betroffen.*

Eine Kinderärztin aus München schlägt währenddessen Alarm - das Coronavirus könnte dazu führen, dass die Praxis bald schließen muss. Schuld sind allerdings nicht etwa eine hohe Anzahl an Infektionsfällen.

Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus: Konzerten, Messen und anderen Großveranstaltungen in München droht die Absage*. Ein Überblick. 

lks

Auch in unserem Reiseführer für die Isar-Metropole finden Sie nützliche Hinweise zum Oktoberfest. „Neu in München“ 2020 ist ab dem 31. Januar für 9,90 Euro erhältlich – online unter www.bavariashop.de, oder als ePaper für 8,99 Euro, am gut sortierten Kiosk sowie im Buchhandel. 

„Neu in München“ gibt es auch direkt beim Pförtner des Pressehauses, Bayerstraße 57 (5 Minuten vom Hauptbahnhof), sowie in allen Geschäftsstellen der Mediengruppe Münchner Merkur/tz. 

Tiere sind von der Maskenpflicht eigentlich ausgenommen. Das Foto eines Hundes mit einer vermeintlichen Maske sorgt nun für Verwunderung - dann klärt die Besitzerin auf.*

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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Kommentare

Ruestig.Sigmund@t-online.de
(0)(0)

Nachrichten-und Geheimdienste (NSA, BND, etc) haben es geschafft: CORONA-Virus auf‘s Netz übergesprungen!
In wenigen Schritten zum Virus! Mit einem Click können Sie sich vor einer Infektion schütze

https://youtu.be/_a_hz2Uw34Y

NaundwassollsAntwort
(1)(0)

Oder die "armen" Wirte können sich bei den Tafeln anmelden damit sie nicht verhungern :-)

NaundwassollsAntwort
(0)(0)

Billiger gibts das Bier in den Discountern und sonstige Supermärkte.
Was bitteschön ist an einem Bier beim Oktoberfest anders als ein Bier aus einem Discounter?,
abgesehen vom Preis?