„Poker“ geht weiter

Frau erhält sonderbare „Urlaubsgrüße“ - drei Jahre nach Portugal-Besuch - zweite Nachricht folgt

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Drei Jahre nach ihrem Urlaub in Portugal hat eine Münchnerin kuriose Zahlungsaufforderungen erhalten (Symbolbild).

Ihre Reise nach Portugal liegt bereits drei Jahre zurück. Jetzt hat eine Frau aus München eine kuriose Rechnung erhalten - schon wieder.

Update vom 16. Oktober, 10.17 Uhr: Mittlerweile sind etwa zwei Monate vergangen, seitdem Lena K.* eine sonderbare Rechnung ins Haus geflattert ist. Drei Jahre nach ihrem Portugal-Aufenthalt hatte sie ein merkwürdiger „Urlaubsgruß“ (siehe Erstmeldung) erreicht.

Auf die Zahlungsaufforderung eines britischen Inkassodienstleisters hat die 30-Jährige noch im August mit einem Schreiben reagiert. Die entsprechende E-Mail liegt unserer Redaktion vor. „Ich habe Ihr erstes Schreiben bezüglich des Originalbetrags nie erhalten, sodass ich nicht bereit bin, eine Mahngebühr zu zahlen (...) Ich gehe davon aus, dass Sie mein Vorgehen nachvollziehen“, heißt es darin.

Schon wieder sonderbarer „Urlaubsgruß“: Frau aus München kommt nicht zur Ruhe

Abgeschlossen ist der Fall damit noch lange nicht. Denn auch der Inkassodienstleister hat Mitte Oktober ein neuerliches Schreiben aufgesetzt. K‘s Einwände werden darin kaum berücksichtigt. „Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass der Betrag noch aussteht. Bitte sorgen Sie dafür, dass der Betrag beglichen wird, damit Ihnen zusätzliche Kosten erspart bleiben“, ist in einer Antwortmail zu lesen. 

Drei Jahre nach ihrem Urlaub ist K. genervt: „Das Unternehmen ist überhaupt nicht auf meine Erklärungen eingegangen“. Der „Portugal-Poker“ geht in die nächste Runde.

München: Drei Jahre nach Urlaub - Frau flattert kuriose Rechnung ins Haus

Erstmeldung vom 14. August 2019: München - Nur zu gerne denkt Lena K.* an ihre Reise nach Lissabon zurück. Im Sommer 2016 hat sie mit ihrem Freund zehn traumhafte Tage in der portugiesischen Hauptstadt verbracht. Wenn es daheim in München wieder einmal regnet, erinnert sich die 30-Jährige an malerische Gässchen, eine lebendige Streetart-Szene und den Duft von Pasteis de Nata in ihrer Nase. Der kurze Ausflug mit einem Mietauto stand in ihrer Urlaubserinnerung lange Zeit nicht an oberster Stelle. Vor wenigen Tagen hat sich das geändert.

Es ist Ende Juli 2019 - seit der Portugal-Reise sind beinahe drei Jahre vergangen - als K. eine kuriose Rechnung ins Haus flattert. Absender ist der Inkassodienstleister „Euro Parking Collection“ mit Sitz in Großbritannien. K. wird in dem Schreiben aufgefordert, binnen drei Wochen 16,26 Euro zu entrichten. Angeblich habe sie während ihres Urlaubs eine portugiesische Autobahn benutzt, ohne dafür zu bezahlen.

Der 14-jährige Michi ist in München spontan einen Marathon gelaufen. Im Ziel gab sich der Teenager betont gelassen.

Sonderbare Post in München: Frau soll drei Jahre nach Urlaub blechen

Drei Jahre nach ihrem Urlaub in Portugal hat eine Münchnerin eine kuriose Zahlungsaufforderung erhalten.

„Wir sind damals nur einen Tag mit dem Mietauto unterwegs gewesen; gut möglich, dass wir auf der genannten Straße gefahren sind. Dort gab es allerdings keine Möglichkeit, eine Gebühr zu entrichten. Auch später ist niemand mit einer Zahlungsaufforderung an mich herangetreten“, erklärt K. Dass dies nun drei Jahre später durch eine Firma mit Sitz in Großbritannien geschehe, sei schon mehr als kurios, „zumal aufgrund eines eher geringen Betrags“. In ihrem Bekanntenkreis habe die Nachricht für reichlich Belustigung gesorgt, berichtet K.

Auf Anfrage gibt ADAC-Sprecher Johannes Boos eine Einschätzung ab: „Im vorliegenden Fall geht es offensichtlich um eine – aus welchem Grund auch immer – nicht korrekte Entrichtung der Autobahnmautgebühren. Mautgebühren sind in Portugal zivilrechtlicher Natur und können acht Jahre lang eingefordert werden“. Dass der britische Inkassodienstleister EPC mit der Einforderung beauftragt werde, sei nicht unüblich. „Insofern ist die Forderung durchaus authentisch“, konstatiert Boos.

Urlauberin aus München soll nach drei Jahren zahlen: „Wer es darauf ankommen lassen will ...“

Für die betroffene K. gebe es laut Boos nun zwei Möglichkeiten. Zahlt sie den fälligen Betrag, sei der Vorgang erledigt. „Wer es darauf ankommen lassen will, geht auf Risiko“, zeigt der ADAC-Sprecher die zweite Variante auf. Dann bestünde theoretisch die Möglichkeit, dass der portugiesische Autobahnbetreiber oder das Inkassounternehmen den fälligen Betrag hierzulande eintreiben können. „In der Praxis ist uns bislang aber noch kein Fall bekannt geworden, in dem hiervon tatsächlich Gebrauch gemacht wurde“, sagt Boos.

Für die Einschätzung des Experten ist K. mehr als dankbar. Darauf ankommen lassen möchte es die 30-Jährige nicht. „Ich werde bezahlen, den Betrag kann ich gerade noch verkraften“, erklärt sie schmunzelnd. Mit dem kuriosen Schreiben ist sie nun um eine Urlaubserinnerung reicher. „Das werde ich mir auf jeden Fall aufheben“, kündigt die Münchnerin an.

Video: Urlaubsgrüße von Kim Kardashian

lks

Vor wenigen Wochen fand ein Münchner unweit des Nordbads einen ungewöhnlichen Zettel auf seinem Wagen, die Botschaft darauf mehr als eindeutig: „Dein Wagen verbraucht zu viele Rohstoffe. Dein SUV ist weder cool noch sexy.“ Binnen kürzester Zeit hatte der Getadelte eine handschriftliche Antwort auf seinem SUV fixiert - und die begann so:  „Lieber Klimaschützer ...“

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*Name von der Redaktion geändert.

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