Fahrgäste werden überprüft

Großeinsatz am Hauptbahnhof München: Fahrgast will Schusswaffe gesehen haben

Die Bundespolizei hat am Mittwochnachmittag für mehrere Stunden Teile des Münchners Hauptbahnhofs abgeriegelt.
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Die Bundespolizei hat am Mittwochnachmittag für mehrere Stunden Teile des Münchners Hauptbahnhofs abgeriegelt.

Am Mittwochnachmittag hat die Polizei einen Zug am Hauptbahnhof in München durchsucht. Sie hatte zuvor Hinweise auf eine bewaffneten Person erhalten.

  • Alarm am Münchner Hauptbahnhof: Am Mittwochnachmittag hatte die Polizei Hinweise auf einen bewaffneten Mann erhalten.
  • Gleis 14 und 15 wurden daraufhin abgeriegelt, ein kompletter Zug durchsucht.
  • Gegen 16.30 Uhr folgte die Entwarnung: Die Fahndung der Beamten blieb ohne Ergebnis.

Update von 17.45 Uhr: Schockierende Bilder zeigten sich gestern Nachmittag Reisenden im Hauptbahnhof: Uniformierte mit Maschinengewehren, zwei komplett abgeriegelte Gleise, jede Menge Polizei – an dem Großeinsatz waren über 50 Beamte beteiligt. Der Grund: In dem EuroCity-Zug 114 aus Rosenheim, der um 13.46 Uhr am Bahnhof eingetroffen war, soll sich eine bewaffnete Person befunden haben. Ein Reisender hatte das einer Polizeistreife nach dem Aussteigen aus dem Zug gemeldet. Die Person solle eine Schusswaffe haben und sich noch im Zug befinden, sagte er.

Ab 14.15 Uhr durchsuchten Sondereinsatzkräfte der Bundespolizei jeden einzelnen Fahrgast im Eurocity, da unklar war, wer die vermeintliche Waffe bei sich hatte. Auch Spürhunde waren im Einsatz. Rund 70 Beamte der Bundespolizei waren im Einsatz. 

Auch zum Thema: Wegen eines Unfalls zwischen einem Lkw und einem Radfahrer nahe des Münchner Hauptbahnhofs kam es am Montagnachmittag zu erheblichen Einschränkungen der Bus- und Tram-Linien. In München steht außerdem die Polizei vor einem Rätsel, wie tz.de* berichtet. Mitten in der Stadt fing ein Auto Feuer.

Auch spannend zum Thema: Gefahr in Verzug: Rettungswagen fährt mitten durch Hauptbahnhof München - Polizei nennt Details

Hinweis auf bewaffnete Person: Betroffener Fahrgast bleibt gelassen

Derweil warteten draußen ungeduldige Zuggäste, die mit dem EC nach Dortmund fahren wollten – jenem Zug, der gerade durchsucht wurde. Mitarbeiter der Bahn bemühten sich, sie über Ausweichverbindungen zu informieren – trotzdem standen mehrere Passanten ratlos vor der Absperrung. Detlev Christ (88) etwa wollte mit dem Eurocity nach Günzburg fahren. Er sagte: „Ich ärgere mich nicht – Sicherheit geht natürlich vor. Ich wüsste nur gerne, was hier überhaupt los ist und wie lange ich noch warten muss.“

Nach zwei Stunden hatten die Polizisten alle rund 200 Fahrgäste durchsucht – und nichts gefunden. Die Passagiere durften den Bahnhof verlassen. „Die Zuggäste haben sich vorbildlich verhalten, alle sind ruhig geblieben“, lobt Polizei-Sprecher Wolfgang Hauner. Anschließend durchsuchte die Polizei noch den leeren Zug nach der Waffe. Um 16.30 Uhr war der Einsatz beendet. Fehlalarm. „Wir haben weder bei den Zuggästen noch im Zug einen Hinweis auf eine Waffe gefunden“, teilte Hauner mit. Am Münchner Hauptbahnhof kam es übrigens unlängst zu einer kuriosen Situation - wegen eines Fehlers der Deutschen Bahn. 

Hinweis auf bewaffnete Person: Polizei durchsucht Zug am Münchner Hauptbahnhof

Update von 16.38 Uhr: Soeben hat die Bundespolizei via Twitter Entwarnung gegeben. Bei der Kontrolle des verdächtigen Zuges konnte keine Waffe gefunden werden. Auch der Rundgang eines Sprengstoffhundes verlief ohne Ergebnis. Die Absperrung wurde aufgehoben. 

Hinweise auf bewaffneten Mann: Fahrgäste werden überprüft

Update von 16 Uhr: Vor wenigen Minuten haben die Sondereinsatzkräfte der Bundespolizei den Zug auf Gleis 14 verlassen. Bei der Kontrolle sämtlicher Fahrgäste konnten keine verdächtigen Gegenstände festgestellt werden. Etwa 200 Fahrgäste sollen sich in den Waggons aufgehalten haben.

Nun machen sich die Beamten daran, den leeren Zug abzusuchen. So solle ausgeschlossen werden, dass darin etwas versteckt wurde, berichtet unsere Reporterin vor Ort.

Aufgrund des Einsatzes wird der betroffene Zug nicht wie geplant nach Dortmund fahren, sondern seine Reise in Stuttgart vorzeitig beenden.

Hauptbahnhof München: Hinweise auf bewaffnete Person - Polizei riegelt Bereich weiträumig ab

Erstmeldung von 15.30 Uhr: München - Die Bundespolizei vermeldet via Twitter: Sie habe von einem Reisenden Hinweise auf eine bewaffnete Person erhalten. Diese soll sich in einem Zug mit Halt am Münchner Hauptbahnhof befinden. 

Die Polizei sucht in und um Oppenau (Baden-Württemberg) nach einem bewaffneten Mann. Menschen in der Gegend wurden aufgerufen, nach Hause zu gehen.

München: Alarm am Hauptbahnhof - Polizei erhält Hinweise auf bewaffnete Person

Derzeit fahnden Beamte nach der Person. Der Bereich um Gleis 14 und 15 am Hauptbahnhof ist weiträumig abgeriegelt.

Nach Informationen unserer Reporterin vor Ort handelt es sich bei dem verdächtigen Zug um den EC 114 aus Klagenfurt mit planmäßiger Abfahrt in München um 13.47 Uhr.

Ein Mann verursachte am Samstagabend (23. November) einen Großeinsatz der Polizei in München. Er fuhr rücksichtslos auf einen Gehweg, betete und flüchtete anschließend.

Am 22. Januar 2020 gab es abends einen Großeinsatz am Hauptbahnhof München wegen einer Bombendrohung.

Höchst aggressiv und uneinsichtig verhielt sich ein Mann (29) am Hauptbahnhof München gegenüber der Bundespolizei. Schließlich wurde es für die Einsatzkräfte gefährlich.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

mm/tz/L. Felbinger/K. Braun

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