Unglaubliche Szenen mitten in München

Polizisten trauen ihren Augen kaum: Vier Autofahrer starten illegales Rennen - direkt vor Streife

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Tatort Landsbergerstraße: Hier verfolgte die Polizei vier Autos mit über 100 km/h.

Unglaubliche Szenen spielen sich auf dem Mittleren Ring in München ab: Vier Autos geben vor der Polizei Vollgas. Nur zwei können gefasst werden.

  • Unglaubliche Szenen spielen sich auf dem Mittleren Ring vor den Augen der Polizei ab.
  • Ein illegales Autorennen startet vor einer Polizeistreife.
  • Zwei Fahrer sind flüchtig. Die Polizei sucht dringend Zeugen.

München - An die Szene, die sich da in der Nacht auf Samstag vor Beamten der Münchner Polizei abspielte, werden sie wohl noch lange denken: Vier hochmotorisierte Autos fahren an der Polizeistreife vorbei auf den Mittleren Ring. 

Illegales Straßenrennen mitten in München: Polizei verfolgt vier Autos bei 100 km/h

Dann beschleunigen sie. Die Polizei nimmt bei über 100 km/h die Verfolgung auf. Die Fahrer rasen höchst gefährlich über den Mittleren Ring. Sie fahren teils parallel, überholen rechts, wechseln mehrfach die Fahrstreifen, fahren gefährlich auf andere Verkehrsteilnehmer auf. Das alles bei deutlich überhöhter Geschwindigkeit.

Passend zum Thema: Nach einem illegalen Autorennen auf der B11 kam es zwischen Urfeld und Walchensee zu einem Unfall. Zwei junge Männer wurden verletzt.

Straßenrennen mitten in München: Zwei Fahrer halten für Polizei an - die anderen flüchten

Die Beamten beobachten ein lebensgefährliches Straßenrennen - mitten in München.

Erst nach über einem Kilometer an einer Baustelle müssen die Chaos-Fahrer abbremsen. Die Polizei kann sie einholen und fordert sie zum Stopp auf. Nur zwei von vier Fahrern fügen sich der Anweisung. Es handelt sich um zwei Münchner, 19 und 20 Jahre alt. Einer fuhr einen Jeep, der andere einen BMW

Die anderen zwei Fahrer starten durch und hauen ab. Nach ihnen läuft eine Fahndung. 

Die Fahrer müssen mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen. Gegen sie wird wegen zahlreicher Vergehen ermittelt.

Dass diese Vergehen durchaus hart geahndet werden, ist unter anderem an diesem Beispiel zu sehen: Die Polizei in München beobachtete ein illegales Autorennen mit 180 km/h auf der Brudermühlstraße. Einen der Täter stoppten die Beamten mit vorgehaltener Waffe. Nun kassierte Daniel K. dafür seine Strafe (tz.de*) - und fuhr dann mit seinem Auto nach Hause.

Einen Polizei-Bezug hat auch ein besonders tragischer Fall aus Kalteck. Hier war ein Bundespolizist allerdings in der Rolle des Rasers. 

Beamte beobachten illegales Straßenrennen mitten in München - zwei Fahrer kommen davon

Die Pressemitteilung der Polizei München im Original:

Am Samstag, 02.11.2019, gegen 01:55 Uhr bemerkte eine uniformierte Polizeistreife einer Münchner Einsatzhundertschaft vier Pkw, die von der Josef-Felder-Straße in die Landsberger Straße stadteinwärts abbogen. Nachdem sie abgebogen waren, beschleunigten alle Fahrzeuge auf über 100 km/h. 

Dabei wechselten die Pkw mehrfach die Fahrstreifen, überholten sich und andere Fahrzeuge und missachteten den Mindestabstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Nach einer Fahrstrecke von ca. 1,2 km, verringerten die Pkw-Fahrer an einer Baustelle die Geschwindigkeit. 

Dies ermöglichte es der Polizeistreife, zu den Pkw aufzuschließen und die Fahrer zur Anhaltung aufzufordern. Lediglich zwei der vier Fahrzeugführer (ein BMW und ein Jeep) hielten an, die anderen beiden Fahrzeugführer flüchteten. Gegen die zwei Fahrer (beides Münchner, 19 und 20 Jahre alt) wird wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen sowie zahlreicher anderer Verkehrsordnungswidrigkeiten ermittelt. 

Bezüglich der beiden flüchtigen Fahrzeuge laufen derzeit die Ermittlungen. Die beschuldigten Fahrer müssen mit einem Strafverfahren rechnen, das als Strafmaß eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe vorsieht. 

Illegales Autorennen mitten in München - Zeugenaufruf

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall und insbesondere zu den zwei flüchtigen Fahrzeugen machen können, werden gebeten, sich mit der Münchner Verkehrspolizei, Tel.: 089/2910-0, in Verbindung zu setzen.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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