Fall von 2013

„Isar-Mord“ ungeklärt: DNA-Gutachten bringt neue Hinweise - Polizei mit eindringlicher Warnung

München Isar-Mord Radfahrer erstochen Täter unbekannt DNA Hinweise Warnung
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Domenico L. wurde beim sogenannten „Isar-Mord“ von einem Unbekannten erstochen. Jetzt gibt es neue Hinweise (Symbolbild).

2013 wurde ein Radfahrer von einem Unbekannten in München erstochen - der sogenannte „Isar-Mord“. Ein DNA-Gutachten bringt jetzt neue Hinweise.

  • In München kam es 2013 zum sogenannten „Isar-Mord“.
  • Der Fall ist bis heute ungeklärt.
  • Jetzt bringt eine DNA-Analyse neue Hinweise.

München - Am Abend des 28. Mai 2013 spielte sich in München eine Tragödie ab. Domenico L. (31) wurde erstochen. Er war gemeinsam mit seiner Verlobten per Rad unterwegs, als ein Unbekannter die Frau anspuckte. Domenico L. stellte den Mann zur Rede, dieser stach ihm ein Messer ins Herz. (tz.de*)

Tödliche Messerattacke in München: Fall von 2013 ungeklärt

Im Laufe der Jahre wurden 16.000 Menschen überprüft, 5700 Speichelproben genommen und fast 800 Hinweise abgearbeitet, wie tz.de berichtete. Doch der Fall blieb ungeklärt. „Obwohl die Tat nun mehrere Jahre zurückliegt, gehen immer wieder Hinweise bei der Münchner Polizei ein, die vom Kommissariat 11 akribisch geprüft werden“, wie die Beamten nun mitteilten.

Die Polizei ermittelt weiter und warnt: „Es ist nach wie vor nicht auszuschließen, dass der Täter anlasslos ähnliche Taten verüben könnte“, heißt es. Um das zu vermeiden, wurde mit einer am Tatort gesicherten DNA des Unbekannten eine erweiterte DNA-Untersuchung nach dem Bayerischen Polizeiaufgabengesetz in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dazu liegen nun vor.

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Nach dem Gutachten des Instituts stammt die DNA von einem Mann, der mit hoher Wahrscheinlichkeit braune Augen hatte und dessen natürliche Haarfarbe hellbraun bis braun ist. Der Täter weist mit hoher Wahrscheinlichkeit einen mittleren Hauttyp auf. Bei der biogeografischen Herkunftsbestimmung konnte festgestellt werden, dass der Unbekannte sowie dessen Mutter aus dem europäischen Raum stammen und beim Vater „ein genetisches Dichtheitszentrum im osteuropäischen Raum (Nordukraine, Weißrussland, Russland) liegen soll.“ Eine Altersbestimmung war aufgrund einer zu geringen Menge an sichergestellter DNA nicht möglich.

Zeugenaufruf der Polizei im Wortlaut

„Wer sachdienliche Angaben zur Tat machen kann, wem nach dem 28.05.2013 eine Person mit Verletzungen aufgefallen ist, oder wer eine Person kennt, die sich nach diesem Tag besonders auffällig verhalten hat, wird gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Jedem Hinweis wird gewissenhaft nachgegangen.
Für Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt, deren Zuerkennung unter Ausschluss des Rechtswegs erfolgt.“

Alle Nachrichten rund um München finden Sie immer bei uns. Eine erschreckende Bluttat hat sich Anfang März auch im niederbayerischen Bad Gögging ereignet - dort wurde ein Mann auf offener Straße erstochen.

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