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Schichtarbeit, Alleinerziehend - neue Kriterien für Eltern: Grüne und SPD wollen Münchens Kita-Finder ändern

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Von: Sascha Karowski

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Bei der Suche nach einem Kita-Platz soll es nun mehr Auswahlmöglichkeiten geben.
Bei der Suche nach einem Kita-Platz soll es nun mehr Auswahlmöglichkeiten geben. © Oliver Berg/dpa

Die Suche nach einem Kita-Platz soll sich in München künftig unkomplizierter werden. SPD/Volt und Grüne-Rosa Liste fordern in einem Antrag Verbesserungen für den Kita-Finder.

München - Das Onlineportal Kita-Finder existiert seit 2014. Auf der Plattform sollen Eltern Betreuungsplätze für ihre Kinder buchen können. Die Rathausmehrheit will das Programm nun optimieren und vor allem die Kriterien zur Dringlichkeit eines Platzes reformieren. Nicht mehr nur die reine Arbeitszeit soll da eine Rolle spielen. Berücksichtigt werden sollen künftig auch individuelle Gründe, wie besonders lange Fahrtwege, Geschwisterkinder, die auch zu einer Kita gebracht werden müssen, Schichtarbeit, Alleinerziehende oder zu pflegende Angehörige.

SPD-Stadträtin Lena Odell: „Kitaplatz finden, der am besten passt.“

Zudem sollen Eltern künftig auch eine zweite und dritte Priorität bei der Anmeldung angeben können. Eine bürgerfreundliche Sprache in der Kommunikation mit den Familien soll helfen, Missverständnisse in der Kommunikation zu vermeiden.

„Wir machen München noch familienfreundlicher“, sagt SPD-Stadträtin Lena Odell. Ein Meilenstein sei dabei die Einführung des Kita-Finders gewesen, der eine Online-Platzvergabe ermöglicht habe. „Wir haben das Programm Jahr für Jahr verbessert und werden das auch weiterhin tun. Unser Ziel ist klar: Immer mehr Familien sollen den Kitaplatz bekommen, der am besten zu ihnen passt.“

Grünen-Stadtrat Sebastian Weisenburger sieht Verbesserungspotenzial

Der Kita-Finder habe schon vielen Familien das Leben etwas leichter gemacht, sagt Sebastian Weisenburger (Grüne). „Aber es steckt noch viel Verbesserungspotenzial in ihm. Wir wollen zukünftig die individuelle Situation der Familien – etwa die Länge der Anfahrtswege, die Unterbringung von Geschwistern oder die besondere Situation Alleinerziehender - bei der Einstufung mit in Betracht ziehen.“ - *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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