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Spezialkräfte rücken wegen toter Maus aus - Polizei nennt neue Details zu kuriosem Großeinsatz

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Spezialkräfte der Feuerwehr waren am Donnerstagvormittag in München gefordert.

Ein Großeinsatz der Feuerwehr hielt München am Donnerstagvormittag in Atem. Nach dem Fund einer toten Maus ermittelt nun die Polizei.

Update 15. März, 12.18 Uhr: Am Tag nach dem Großeinsatz am Erzbischöflichen Ordinariat hat die Polizei München weitere Details bekannt gegeben. Dem Mitarbeiter der kirchlichen Verwaltung fiel am Donnerstag, 14.03.2019, gegen 09.00 Uhr, beim Öffnen einer Briefsendung ein verdächtiger Inhalt auf. Die Postsendung enthielt weißes Pulver und es verströmte übler Geruch. Insgesamt waren fünf Mitarbeiter von dem ausströmenden Geruch betroffen und klagten sofort über Übelkeit und Erbrechen. Sofort wurde über den Notruf 110 die Polizei verständigt. 

Tote Maus löst Großeinsatz in München aus

Die Schilderung des Sachverhaltes erforderte sofortiges und konsequentes Einschreiten der Sicherheitsbehörden. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurden sofort umfangreiche Absperrmaßnahmen und eine Abriegelung des Gebäudes veranlasst.  

Die Feuerwehr führte eine Dekontamination durch. Nach ersten Untersuchungen konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Inhalt des Briefes um einen bereits in Verwesung übergegangene Maus handelte. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Körperverletzung in fünf Fällen. Die Auswertung der gesicherten Spuren dauert noch an.

München: Großeinsatz der Feuerwehr - vier Menschen wegen verdächtigem Umschlag im Krankenhaus

18.01 Uhr: Es hatte schon etwas von Apokalypse: Mit blauen Schutzanzügen und Atemmasken rückte die Feuerwehr an. 30 Einsatzkräfte bauten eine provisorische Dekontaminations-Zone. Eine auf chemische und biologische Gefahren spezialisierte Taskforce analysierte eine zähe, braune Masse. Vier Menschen seien verletzt, hieß es zwischenzeitlich…Und das alles wegen einer toten Maus! 

Was war los? Jeden Morgen bringt der Postbote einen Stapel Briefe zum Erzbischöflichen Ordinariat in die Kapellenstraße 4. Allerdings: Gestern Morgen befand sich in einem der Umschläge kein Brief, sondern ein lebloser Nager… 

Eine Mitarbeiterin öffnete den Brief – und übergab sich. Denn das Tier war bereits verwest und stank teuflisch. Dass es sich überhaupt um eine Maus handelte, war schon gar nicht mehr zu erkennen – die Taskforce konnte die zähe, braune Masse später identifizieren. Die Mitarbeiter hatten Panik – sie befürchteten einen chemischen Angriff und alarmierten die Feuerwehr. Die sperrte das Gebäude ab. Vier Mitarbeiter kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Die Analyse - tote Maus statt Kampfstoff – hatte die Taskforce schnell beendet. Der Brief ist nun Beweismittel. Denn die Kriminalpolizei hat bereits die Ermittlungen aufgenommen. Ein Absender ist bisher nicht bekannt, genauso wenig wie ein Motiv, heißt es von einem Sprecher der Polizei. Vielleicht wird dieser Vorfall das Erzbistum und Kardinal Marx aber noch beschäftigen.

Spezialkräfte rücken wegen „verdächtiger Substanz“ aus - was die Analyse ergibt, ist äußert kurios

13.31 Uhr: Die Einsatzkräfte waren am Donnerstagvormittag mit insgesamt 30 Helfern und 14 Fahrzeugen angerückt. Sie sperrten das Gebäude ab und begannen zur Sicherheit, alle sechs Menschen, die mit dem Brief in Kontakt gekommen waren, zu dekontaminieren, wie der Sprecher sagte. Dafür mussten sich die Angestellten entkleiden und waschen.

Von wem der an das Erzbischöfliche Ordinariat adressierte Brief stammt, war einem Sprecher der Polizei München zufolge zunächst unklar. Die Kriminalpolizei habe Spuren gesichert, hieß es.

Update 11.31 Uhr: Entwarnung am Ordinariat: Die „verdächtige Substanz“ hat sich als tote Maus entpuppt. Die vier verletzten Personen zeigten Symptome wie Übelkeit und Erbrechen und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Nach einer ersten Untersuchung des Umschlags durch Experten der Feuerwehr vor Ort konnte Entwarnung gegeben werden. Mittlerweile ist der Großeinsatz abgeschlossen.

Erstmeldung von 10.40 Uhr: Briefumschlag mit verdächtiger Substanz in München gefunden 

München - Am Erzbischöflichen Ordinariat in München wurde zwischen zwei Kartons ein Briefumschlag mit „brauner, zäher Masse“ gefunden, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilt. Sechs Personen sind mit dieser in Kontakt getreten, vier von ihnen wurden dabei verletzt. Sie werden derzeit von Kräften des Rettungsdienstes behandelt. Auch Beamte der Polizei sind vor Ort.

München: Briefumschlag mit verdächtiger Substanz gefunden - Großeinsatz am Erzbischöflichen Ordinariat

Zur Herkunft des Umschlages gibt es bislang noch keine Angaben. Auch an wen er adressiert war, ist unklar. Die analytische Taskforce der Feuerwehr München ist derzeit dabei, das Gebäude zu untersuchen. Ein ABC-Zug (Experten für atomare, biologische und chemische Gefahren) soll klären, um was es sich bei der gefundenen Substanz handelt. Der Einsatz dürfte nach Angaben des Sprechers noch längere Zeit in Anspruch nehmen. 

Das Erzbischöfliche Ordinariat in München liegt in der Kapellenstraße. Dort, unweit des Karlsplatzes, ist die Verwaltungsbehörde des Erzbistums München und Freising angesiedelt.

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Kuriose Champions-League-Nachwehen: Unbekannter randaliert - kuriose Täterbeschreibung lässt auf Liverpool-Fan schließen oder Polizei-Skandal in München: Vorfall bei Lokalbesuch bringt Stein ins Rollen

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