„Benachrichtigt mich sofort“

Münchner (16) spurlos verschwunden - Vater teilt verzweifelten Aufruf: „Nachdem ich alles versucht habe ...“

Wer hat Noah (16) gesehen? Seit mehr als einer Woche fehlt von dem Jugendlichen aus München jede Spur. Sein Vater sucht verzweifelt.

  • Ein Jugendlicher aus München ist vor einigen Tagen spurlos verschwunden.
  • Noahs Vater hat nun einen Hilferuf auf Facebook veröffentlicht.
  • Auch die Polizei sucht nach dem Teenager.

München - Wer hat Noah (16) gesehen? Sein Vater einen verzweifelten Hilferuf auf Facebook veröffentlicht. Auch die Polizei sucht seit Tagen nach dem 16-Jährigen – bislang ohne Erfolg. Hinweise an die Polizei sind erbeten unter der Telefonnummer 089/29 10-0.

„Mein toller Sohn ... viele kennen ihn ... mittlerweile fast 17 ... ist nun den 5ten Tag spurlos verschwunden ohne ein Lebenszeichen“, postete Noahs Vater am späten Dienstagabend. Zuletzt sei der Jugendliche, der an Epilepsie leide, in Giesing/Fasangarten gesehen worden. „Bitte, bitte ... falls ihn jemand sieht ... benachrichtigt mich sofort“, schreibt Noahs Vater im Internet. „Bitte helft mir, meinen Buam wiederzufinden.“

Jugendlicher (16) aus München spurlos verschwunden - Vater teilt verzweifelten Aufruf auf Facebook

Die Anteilnahme auf Facebook ist groß. Bis Donnerstagabend teilten mehr als 10.000 Menschen die Suche nach dem Jugendlichen, mehr als 60 Kommentare stehen unter dem Beitrag. Freunde und Fremde hoffen, dass der Münchner wohlbehalten wieder auftaucht. „Wir halten die Augen offen“ und „Viel Kraft“ ist vielfach unter dem Hilferuf zu lesen.

Etwa 2500 bis 3000 Fälle von vermissten Personen bearbeitet die Münchner Polizei jährlich. Im Schnitt sind ungefähr ein Drittel der Gesuchten Erwachsene und zwei Drittel Minderjährige. Die meisten Fälle klären sich schnell auf, so die Erfahrung des Polizeipräsidiums. Etwa, wenn sich Kinder nicht bei den Eltern abgemeldet haben. 

München: Wer hat Noah gesehen? So geht die Polizei bei der Vermisstensuche vor

Zunächst befragen die Beamten in den allermeisten Fällen die nähere Umgebung und versuchen, etwa von Familienangehörigen, Freunden und Bekannten, Details über den Vermissten zu erfahren. Je nach Ernst der Lage reagiert die Vermisstenstelle der Behörde unterschiedlich: Bei vermissten Kindern, bei Suizidgefahr von Erwachsenen oder dem Verdacht des Vorliegens einer Straftat benachrichtigen die Beamten alle Dienststellen. Auch Handydaten oder der Internet-Suchverlauf können in bestimmten Fällen ausgewertet werden.

Wenn bei Erwachsenen jedoch keine Anzeichen etwa für eine Depression oder eine Gewalttat vorliegen, werde es für die Polizei schwierig. Denn jeder Erwachsene hat prinzipiell das Recht, sich aufzuhalten, wo er möchte.

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Ein weiterer Großeinsatz forderte die Polizei München am Donnerstag - ein Mann bedrohte seine Familie mit einer Waffe.

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Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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