Münchner "OlympiJA"-Verein löst sich auf

Berchtesgaden - Knapp ein halbes Jahr nach dem Scheitern der Münchner Bewerbung um Olympia 2018 wird sich der Unterstützerverein "OlympiJA" Ende des Jahres auflösen. Es ist noch Geld übrig.

Das Vermögen des Vereins “Berchtesgadener Land - OlympiJa“ in Höhe von 2.179 Euro soll an Helmut Weinbuchs Talentzentrum Wintersport Berchtesgaden gehen.

Anfang Juli war die Münchner Bewerbung für die Winterspiele 2018 gescheitert, stattdessen hatte die südkoreanische Stadt Pyeongchang den Zuschlag erhalten. “Diese Entscheidung hat die Mitglieder betroffen gemacht“, sagte die Vorsitzende Ute Bischof. “Deshalb ist es jetzt Zeit zu überlegen, wie wir weitermachen.“ Eine eventuelle Bewerbung Münchens für das Jahr 2022 “ist noch lange hin“. Es sei noch genügend Zeit, bis dahin einen neuen Unterstützerverein zu gründen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich befürwortet eine erneute deutsche Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele. “Große Sportveranstaltungen nach Deutschland zu holen finde ich immer gut. Das gibt nicht nur dem Sport im Inland Impulse, sondern strahlt auch ins Ausland aus“, sagte der CSU-Politiker in einem dapd-Interview. Deutschland könne sich so als weltoffenes und sportbegeistertes Land präsentieren, das Großveranstaltungen reibungslos durchführen könne.

Wann der richtige Zeitpunkt für eine solche Bewerbung ist, ließ der für den Sport zuständige Minister allerdings offen. Das müsse der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) klären. “Der DOSB mit seinen internen Kenntnissen des IOC muss sagen, wann eine Bewerbung sinnvoll und erfolgversprechend ist“, sagte Friedrich.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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