Ali Escobar

Das Aus nach 240 Stunden

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Ali Ecobar verpasst der Bar einen neuen Anstrich.

München - Manchmal kommt doch alles anders als geplant. Das bekam Nightlife-Macher Ali Escobar zu spüren.

Ali Escobar wollte eigentlich nur für 240 Stunden im Night-Light einspringen, einer irgendwie aus der Zeit gefallenen Keller-Bar am Pariser Platz, die nicht mehr so richtig lief. Den 80er-Jahre-Party-Keller-Charme hat er dafür im Februar mit schwarzer Farbe übertüncht, eine neue Anlage und bunte Lichter installiert und Nachwuchs-Elektro-DJs aus seinem Bullit Club im Optimol-Gelände abgeordnet. Noch Anfang Mai, als nach den 240 durchfeierten Stunden eigentlich das Closing anstand, hat Escobar das Event kurzerhand abgesagt, weil er sich irgendwie verliebt hat in den intimen Club – mit Mädels, Bier, bunten Lichtern und Elektro-Mucke. Vergangenes Wochenende dann doch das Aus. „Die Betreiberin konnte sich mit unserem Konzept nicht mehr identifizieren“, sagt Escobar. Ganz übernehmen wollte er den Laden aber auch nicht. „Die Ablöseforderung war utopisch.“ Langweilig wird’s ihm dennoch nicht werden. Ab diesem Samstag macht er sein Bullit im Optimolwerk (Friedenstraße 10) zum interaktiven Kunstwerk. Im kompletten Club wird ein buntes Netz aus Fäden gespannt, an denen die Gäste kleine Artefakte wie Schlüssel, Postkarten oder CDs anbringen.

Thomas Oßwald

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