Elektro-Techno-Kunst

Anthony Rother im Bullitt Club: Mensch-Maschine-Mix

Anthony Roth in Aktion.

Ein DJ und Produzent, der nicht nur Platten, CDs oder Sounddateien abspielt, sondern lieber live am technischen Equipment schraubt und den dabei entstehenden Tracks mit seiner sonoren Stimme den letzten Schliff verpasst – das ist Anthony Rother.

Anthony Rothers Liebe zu Synthesizern, Sequencern und anderen Studio-Gerätschaften war schon in den 1990er-Jahren offensichtlich und spiegelte sich auch namentlich in seiner ersten Veröffentlichung Sex with the Machines aus dem Jahr 1997 wider.

Ein Jahr später gründete der Offenbacher seine Plattform Psi49Net, die 2004 vom Label Datapunk abgelöst wurde. Unter dem Begriff „Moderntronic“ entwickelte Rother 2007 seinen Sound weiter in Richtung einer Symbiose aus Elektro und Techno mit künstlerischem Anspruch. 2008 erschien dann mit My Name Is Beuys Von Telekraft sein erstes voll digital produziertes Album, dessen Titel schon die besondere künstlerische Ader erahnen lässt. Auch als Remixer und Produktionspartner ist der Hesse seit Jahren sehr gefragt. Neben Projekten mit Ex-Kraftwerk-Mitglied Karl Bartos erregten vor allem seine Kooperationen mit Sven Väth und DJ Hell sowie Remixe für Nena, Tiefschwarz oder Ellen Allien Aufmerksamkeit allerorten.

Bei seinen Liveauftritten sticht immer der beeindruckende Maschinenpark ins Auge, den Rother in Echtzeit bedient, sowie die von Video- und Grafikkünstlern entworfenen Visuals, die dramaturgisch voll auf den elektronischen Soundteppich abgestimmt sind. Hierbei hilft ihm auch seine neueste Errungenschaft, ein eigener Videosynthesizer. Ausreichend Platz für Videoprojektionen bietet zum Glück der Bullitt Club, wo Rother im Rahmen der Eventreihe Global Convention am Samstag mal wieder einen sehenswerten Auftritt hinlegen wird.

Bullitt Club 

Friedenstr. 10

Sa, 20.2., 23 Uhr

www.bullitt-club.de

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