Arme Giulia: Sie darf nix sagen

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Giulia Siegel.

Es war ihr erster öffentlicher Auftritt nach dem Dschungel-Camp. Sie war der Star – und diesmal holte sie keiner raus.

Nur 24 Stunden nach ihrer Rückkehr aus Australien hatte der rote Teppich Münchens Giulia Siegel wieder, und ein gehöriger Zuwachs an Aufmerksamkeit war unübersehbar.

Das mag daran liegen, dass die Premiere des neuen Kabel-Senders TNT Serie, die am Dienstagabend in der Isar-Post in der Sonnenstraße gefeiert wurde, nicht richtig prominent besetzt war – die amerikanischen Serien-Stars wie Alec Baldwin oder George Clooney waren nur als Papp-Kameraden präsent. Eher aber an der Tatsache, dass der medial inszenierte Zicken-Krieg zwischen Siegel, Ingrid van Bergen und Gundis Zambo einen gehörigen Popularitätsschub brachte.

Oder, wie Schauspieler Florian Simbeck, der sich mit Siegel fleißig in der Kulisse eines Operationssaals ablichten ließ, meinte: „Sie ging in den Dschungel als ,bitch‘ – und kam als Königin wieder heraus.“

Die so geadelte genoss das Blitzlichtgewitter und plauderte munter in die Kameras, ohne aber über die ersten zwei Wochen des Jahres zu sprechen: „Das ist vertraglich so vereinbart, bis 14. Februar darf ich nur mit vorheriger Genehmigung von RTL über den Dschungel reden.“ Würde sie es denn wieder machen? „Wenn ich die Frage beantworten würde, müsste ich Details preis geben, was ich jetzt noch nicht darf.“ Oder andersrum: ob sich was daran geändert hat, was sie uns vergangenen Freitag, am Tag nach ihrer freiwilligen Demission aus dem Camp am Telefon sagte – nämlich, dass sie die Erfahrung nie missen möchte? „Das kann ich erst sagen, wenn ich alle Aufzeichnungen gesehen habe, momentan bin ich erst bei der zehnten Sendung.“

Klingt zumindest nicht mehr ganz so überzeugt, obwohl Siegel von einem Negativ-Image bisher noch nichts mitbekommen haben will: „Ich habe ungefähr 3000 E-mails erhalten, 95 Prozent davon waren positiv.“ Was sich aber bislang nur peripher auf ihre DJ-Bookings ausgewirkt hat. „Ich war schon vorher bis Mitte des Jahres so gut wie ausgebucht, ein paar Anfragen kamen hinzu, aber eher von Leuten, die mich für 300 Euro für eine Privat-Party haben wollten.“

Das geht jetzt natürlich schon so was von gar nicht mehr. Ihre drei Kinder haben von dem Dschungel-Hype nach ihrer Aussage kaum was mit bekommen. Ihre Zwillinge Mia und Nathan sind mit sechs Jahren noch zu jung, „und Marlon durfte die Ausstrahlung auch nicht sehen, 22.15 Uhr ist zu spät.“ Der 12-Jährige ist derzeit mit seiner Schule im Ski-Lager, „den kann ich erst am Freitag wieder in die Arme schließen.“

Auf der TNT-Party war Giulia also die Königin, was auch daran lag, dass sie das bereits hinter sich hat, was ihre anwesenden Promi-Kollegen wie die Girlie-Band The Monrose, Pierre Geisensetter, Detlef D! Soost oder Nicole Belstler-Böttcher mutmaßlich noch irgendwann vor sich haben: die nicht recht hoch angesiedelte Sprosse auf der Karriere-Leiter, die sie in den Busch führt. Starlet Davorka Tovilo, nach Bekunden ihres Managers Peter von Schall ein sogenanntes „It-Girl“ will ein entsprechendes Engagement zumindest überdenken, „aber nicht allein wegen der damit verbundenen Gage, sondern nur, wenn daraus Folge-Aufträge resultieren.“

Thomas Oßwald

Quelle: tz

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