Fasching in München 2014: Die besten Partys

+

München - Zwischen Weiberfastnacht und Faschingsdienstag laden in München zahlreiche Partys zum ausgelassenen feiern ein.

Update vom 10. Februar 2015: In Bayern, Tirol und Südtirol heißt der Donnerstag vor Aschermittwoch "Unsinniger Donnerstag", in den letzten Jahren hat sich allerdings der Begriff "Weiberfasching" zunehmend durchgesetzt. An diesem Tag feiern die Frauen an vorderster Faschingsfront. Männer sollten sich also gut überlegen wann und wo sie auf die Straßen gehen oder in der Kneipe um die Ecke etwas trinken wollen. Denn oft genug sind bei den Weiberfaschings-Veranstaltungen nur Frauen erlaubt. Die Männer müssen draußen bleiben. Wo der Weiberfasching herkommt und was er bezweckt, lesen Sie bei uns.

Bob Beaman

Im Bob Beaman findet jedes Jahr der Stock-5-Kehraus statt. Am Faschingsdienstag ab 15 Uhr wird hier zu bester Dancemusik aus den Händen von Midland aus London, sowie Resident Muallem und den Bob-Beaman-Lieblings-DJs Roland Appel, Sascha Sibler und Liza & Essika – natürlich in Verkleidung – der letzte Tag vor der Fastenzeit begangen. Hier ist nicht nur das Line-up preisverdächtig, sondern oftmals sind es auch die Kostüme. Resident David Muallem war bereits als Drache im Ganzkörperkostüm am DJ-Pult tätig. Early-Bird-Tickets gibt es bereit ab 8 Euro über ticketscript.com (QR-Code einscannen).

Gabelsbergerstr. 4, www.bobbeamanclub.com

Freiheiz

Auch im Jahr 2014 sind alle Narren aus München und dem Münchner Umland wieder eingeladen mit uns den großen „Weiberfasching“ im Freiheiz direkt an der Donnersberger Brücke zu feiern. Am Donnerstag, den 27.02.2014, öffnen wir ab 19:00 Uhr unsere Türen für das närrische Faschingstreiben. In diesem Jahr heizt DJ Whity Whiteman den Gästen mit den beliebtesten Faschingskrachern und den Hits der letzten 30 Jahre ein, dass sich das alte Heizkraftwerk zu einem Schmelztiegel der Lebensfreude verwandelt. Also: Männer zieht Eure schönste Krawatte an, Frauen packt die Scherre ein, Polonaise und Los! Wir freuen uns auf Euch!

Rainer-Werner-Fassbinder-Platz 1, www.freiheiz.com

Funkhaus (BR)

In der Faschingszeit verwandelt sich das Münchner BR-Funkhaus wieder in einen „Käfig voller Narren“. Gleich drei Funkbälle locken Funkenmariechen und Radiologen im Arztkittel in die heiligen Hallen des Bayerischen Rundfunks. Los geht‘s mit der Bayern3-Faschingsparty am 28. Februar ab 20 Uhr. DJ Tom Glas bringt den Tanztempel mit Hits, Gags und Showeinlagen zum Kochen. Aber auch Livemusik steht auf dem Programm: Die Troglauer Buam, die Bayern3-Band, Cagey Strings und die Forgotten Heroes sorgen für eine volle Tanzfläche. Am Tag darauf steigt die „Lange Nacht“ im Funkhaus. Die Thilo Wolf Band und die 3 Z’widern sind für die ausgelassene Stimmung genauso zuständig wie die weiteren Combos Tropical Rain, Munich Nightlife und Cagey Strings. Nachdem aller guten Dinge drei sind, geht es am Rosenmontag (3. März) ein letztes Mal in die Vollen: Beim Bayern1-Faschingsball ist u.a.die Spider Murphy Gang live auf der Bühne zu sehen. Die beiden DJs Achim Zeppenfeld und Benny Schnier sorgen schließlich dafür, dass keine musikalischen Wünsche offen bleiben.

Rundfunkplatz 1, www.br-funkbaelle.de

Kirr Royal

Nachdem im Kirr Royal im Motorama das ganze Jahr über so was wie Fasching herrscht, versteht es sich ja fast von selbst, dass der Laden auch im regulären Fasching ganz groß und ganz vorne mit dabei ist. Los geht‘s schon am 1. Februar mit dem Motto „Crazy Business“. Sexy Sekretärinnen, wahnsinnige Chefs und ausgeflippte Bürohengste sollten sich angesprochen fühlen. Zum Faschingshöhepunkt lauten die Maskerade-Vorgaben dann „Flotte Bienen“ (27.2.) und zwei Tage später „Cowboy & Indianer“ (1.3.). Am Rosenmontag zum Hausball wird motto- und zügellos gefeiert zum Flatrate-Preis von 2 Euro für Prosecco, Bier und Shots, bevor die große Kehraus-Party mit DJ Conny am Faschingsdienstag ab 11 Uhr vormittags ansteht.

Rosenheimer Str. 30, www.kirr-royal.de

Löwenbräukeller

Im Löwenbräukeller finden in der Faschingszeit einige der traditionsreichsten Bälle und Partys statt, z.B. der Filserball am 21.2., benannt nach dem fiktiven, königlich-bayerischen Landtagsabgeordneten Josef Filser. Die Veranstalter, die „Filser Buam“, sind ein Verein, der sich ganz der Pflege des bayerischen Brauchtums widmet. Hier findet sich wohl gerade deswegen jeder ein, vom Politiker bis zum Münchner Partykindl. In feinster Tracht herausgeputzt, erfreut man sich an zünftiger Feierei ohne Verkleidungszwang. Die Karten sind streng limitiert, da das größte Kontingent an die Vereinsmitglieder geht, aber mit etwas Glück kann man noch eine Saalkarte ergattern.

Was am darauffolgenden Tag, dem 22.2., im Löwenbräukeller unter dem Titel „Schabernackt“ passiert, das bleibt auch dort – ähnlich wie bei frivolen Partynächten in Las Vegas. Fotografieren ist auf diesem Faschingsball strikt verboten, alles andere, das gefällt, innerhalb der Grenzen des (guten) Geschmacks ausdrücklich erlaubt. Der Dresscode lautet auch in diesem Jahr: „Kommen’S so oder so - aber mit’m bisserl was o“. Zu essen gibt‘s Schmankerl aus der Küche des Löwenbräukellers, und um das musikalische Entertainment kümmern sich Livebands und DJs. Wer sich ranhält, kann sich jetzt noch die letzten VVK-Tickets sichern.

Nymphenburger Str. 2, www.schabernackt.de

Max-Emanuel-Brauerei

„Ganz in weiß“ schmachtete Schlagerkönig Roy Black schon im Jahr 1966 und damals gab es auch schon die legendären „Weißen Feste“ in der Faschingszeit. Sie fanden anfangs noch in der Akademie der Künste statt, später wurde die Max-Emanuel-Brauerei zur festen Heimat. Wie der Name schon sagt, ist der Griff in den Farbtopf hier absolut fehl am Platze. Unschuldig und strahlend weiß müssen die Gäste unterm allgegenwärtigen Schwarzlicht erscheinen, da sind die Organisatoren ganz streng. Getanzt wird aber weniger der Schneewalzer, sondern entweder zu Rock- und Popmusik, aufgelegt von insgesamt fünf verschiedenen DJs, oder zur Stimmungsmusik von der Wiesn-erprobten Blechblos‘n Band und der 089 Band. Insgesamt finden zwölf Weiße Feste statt, verteilt auf sechs Wochenenden. Zum krönenden Abschluss am Faschingsdienstag dürfen die Gäste übrigens auch kunterbunt angezogen erscheinen.

Adalbertstr. 33, www.weisse-feste.de

Muffatwerk

Die originale Ü-30-Party von Radio Gong bietet am Faschingssamstag die beiden Partyraketen Gary & Gerry als Live-Act auf. Dementsprechend wird‘s spaßige Cover-Versionen en masse von den beiden Jungs zu hören geben. Dazu spielt Karsten Kiessling die besten Hits aus 30 Jahren Musikgeschichte in der Muffathalle, Frank Stängle beschallt das Ampere mit Classic Rock und neuerem Gitarrensound und C-Mon kümmert sich im Café um die House- und Elektrofraktion, die als Verkleidung ja glatt mal wieder das Bauarbeiter-Outfit aus alten Raver-Tagen herausholen könnte.

Zellstr. 4, www.radiogong.de

Neuraum

Am Rosenmontag heißt es Kölle Alaaf! De kölsche Jung DJ Ralle verwandelt den Neuraum Salon in eine Karnevalsarea - da darf dat Kölsch natürlich auch nicht fehlen. Für alle die lieber zu gewohnt gutem Partysound tanzen, ist die richtige Wahl an diesem Abend die Neuraum Galerie. Wer beim feiern auf 2 Areas auch noch sparen will, sollte bis 20 Uhr an der Kasse stehen und muss nur halben Eintritt zahlen. Auch sonst kann preiswert gefeiert werden: Das Kölsch geht bereits für 2,50 Euro über den Tresen.

Arnulfstr. 17, www.neuraum.de

Pacha & 089 Bar

In der 089 Bar und im Pacha wird am Faschingsdienstag gefeiert wie sonst am Donnerstag – nur mit mehr Verkleidung! Ab 16 Uhr öffnen die beiden Clubs ihre Türen, um selbst der letzten Indianerin mit ihrem Lieblings-Kapitän so richtig einzuheizen. Zur Begrüßung und gegen den großen Hunger gibt es als Starter erst einmal heiße Wiener und Krapfen. Dazu werden in beiden Clubs heiße Beats gereicht. Im Pacha verwöhnt DJ Pascha mit den besten Housetunes, wohingegen in der 089 Bar Karneval-Sound die Meute zum Toben und die Hemmungen zum Fallen bringen wird.

Maximiliansplatz 5, www.pacha-muenchen.de

Palais

Gleich zwei Gelegenheiten, sich extravagant in Schale zu werfen, bieten sich am Faschingswochenende im Palais Club. Am Samstag heißt das Motto „Sunglasses at Night“, was ziemlich selbsterklärend sein dürfte und so manchem Optiker vielleicht noch den ein oder anderen Kunden in den Laden spült. Für sonnigen Sound sorgen in dieser Nacht KF Mike und Poenitsch & Jakopic. Zwei Tage später am Rosenmontag darf die Maskerade gerne über die Brille hinausgehen. Das Motto lautet „Bad Taste“. Also, rein in die Modesünden aus der Mottenkiste, die Geschmackspolizei hat in dieser Nacht frei.

Arnulfstr. 16-18, www.palaisclub.de

Ratskeller

Kurz bevor OB Christian Ude aus dem Rathaus auszieht, herrscht bei ihm im Kellergeschoss noch einmal tagelang närrisches Treiben. Los geht‘s zur Weiber-Fastnacht am 27. Februar mit einer Ü-30-Afterwork-Version des Krawattenvernichtungsfesttages, außerdem sind am Rosenmontag ab 18 Uhr und am Faschingsdienstag ab 12 Uhr alle über 30-jährigen Hexen, Piraten, Indianer, Cowboys, Teufel und Engel willkommen. Die Band Münchner Hüttenpower spielt live, von den DJs kommt Disco- und Schlagersound hinzu. Eintritt: 15 Euro.

Marienplatz 8, www.ratskeller.com

Rockmuseum

Münchens höchstgelegene Faschingsparty findet am 22. Februar im Rockmuseum im Olympiaturm statt. Beim schon legendären Hippie-Fasching locken wieder Konzertkarten als Preise für die am schönsten verkleideten Alt-68er. Also: Langhaar-Perücke und Sonnenbrille aufsetzen, die Halskette mit dem Peace-Zeichen entstauben, die Hosen mit Schlag herauskramen und los geht‘s mit einer Runde Love, Peace & Happiness. Für den absolut hippen Hippie-Sound, garniert mit etwas NDW, sorgt die Band Double Trouble mit ihren zwei Frontfrauen Engelchen und Teufelchen.

Spiridon-Louis-Ring 7, www.rockmuseum.de

Ruby Danceclub

Gleich fünf Abende in Folge wird in rheinischer Manier im Ruby nicht Fasching, sondern Kölscher Karneval gefeiert. Donnerstag, den 27. Februar bis Samstag, den 01. März und am Rosenmontag wird jeweils ab 18 Uhr gefeiert. Am Faschingsdienstag wird bereits ab 12 Uhr im Club am Stachus der Höhepunkt der Karnevalssaison zelebriert. Karten gibt es im Vorverkauf für 10 Euro, vor Ort gibt es dann noch einen „Ficken“ Partyschnaps gratis. Wer es zur Faschingszeit also nicht ins Rheinische schafft, der kann hier richtig glücklich werden. Musik gibt’s vom Kölner Original DJ Steve. Pappnasen sind ausddrücklich erwünscht. Eintritt: 10 Eur (VVK über muenchenticket.com) oder 15 Eur an der Abendkasse.

Neuhauserstr. 47, www.ruby-danceclub.de

Substanz

Willkommen an Bord! Wer am Rosenmontag (3.3.) in die Untiefen des Substanz abtauchen möchte, sollte auf jeden Fall im Kostüm erscheinen. Ganz egal ob Captain Iglo, Roter Korsar, Meerjungfrau, Seeteufel, Disco-Queen oder Pilzkopf, ohne passendes Outfit geht gar nichts. Für die richtige Beschallung in der substanziellen Tiefsee wurde extra der Soundexperte DJ Monaco Franze aus seinem Tropen-Exil eingeflogen. Sein Power-Sixties- und Discodelic-Funky-Seventies-Mix ist selbst bei Haien äußerst gefürchtet. Und damit niemand verhungern muss, rührt Kombüsen-Chef Sepp auch eine köstliche Gulaschsuppe an. Außerdem gibt es Jello-Shots ohne Ende, und das schönste Kostüm wird preisgekrönt.

Ruppertstr. 28, www.substanz-club.de

La Nuit

Auch im kleinen aber feinen La Nuit wird am Faschingsdienstag (4.3.) ordentlich gefeiert. Der Fokus des „La Nuit Carneval“ liegt ganz klar auf günstigem Feiern. Den halben Liter Vodka gibt es mit vier Beigetränken bereits für 38 Euro. Und auch Shots mit Jägermeister oder Tequila gehen bereits für einen Euro über den Tresen. Alles andere als sparsam kann man das musikalische Programm bezeichnen. Mit DJ Gigi wurde ein erfahrener DJ-Veteran verpflichtet, der mit einer Mischung aus Partyhits, House und RnB den Gästen ordentlich einheizen wird.

Maximiliansplatz 16, www.la-nuit.info

Antje Seidel, Alex Wulkow

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare