Dieser Grieche hat Grund zu feiern

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Petros Bakirtzis hebt das Glas auf sein Jubiläum als Gastronom in München

München - Wir zeigen Ihnen einen Griechen, der Grund zum Feiern hat: Petros Bakirtzis (45), Wirt in der Taverne Paros. Diese führt er so, wie sie in seiner 40-Tage-Heimat stehen könnte.

Dass er mal Wirt werden will, war Petros Bakirtzis schon mit 17 Jahren klar. Jetzt ist er 45 – und feiert sein Wirts-Jubiläum. Seit 20 Jahren betreibt er die Taverne Paros (bekannt auch für die legendären Weinfeste).

Eine Taverne, logisch. So wie seinerzeit das kleine ­Paros – die Wirtschaft seines Papas. Hier jobbte Petros, nachdem er das Gymnasium verlassen hatte. In Griechenland geboren, war er im zarten Alter von 40 Tagen als Gastarbeiterkind nach Deutschland gekommen. Mit 20 absolvierte er eine Hotelberufsfachschule in Garmisch, anschließend heuerte er als Praktikant im Hotel Vier Jahreszeiten an und wurde ohne abgeschlossene Ausbildung „Comis de Rang“.

Im Herbst 1991 erfuhr Petros über einen Kollegen, dass der Wirt des Mykonos in der Kirchenstraße sein Lokal aufgeben wollte. Er ergriff die Chance und eröffnete sein erstes eigenes Restaurant – „eine Taverne, wie man sie auch in Griechenland finden kann“.

„Das Lokal war aus dem Stand ein Erfolg“, erinnert sich der Wirt, „die Gäste haben es honoriert, dass wir einen gut geschulten Service bieten und nur frische Produkte verwenden.“ Drei Tonnen Olivenöl importiert Bakirtzis jedes Jahr von einem Freund aus Kreta, kürzlich entdeckte er einen Betrieb, der für ihn Oregano anbauen und sammeln wird. „Durch die Krise in Griechenland werden die Preise dort wieder konkurrenzfähig. Die Leute müssen nun wieder selbst arbeiten und beschäftigen keine Leiharbeiter mehr, das hebt auch die Qualität“, hat Bakirtzis festgestellt.

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Am Donnerstag feierte Bakirtzis das 20-Jährige seiner Taverne: ein großes Fest mit Bauchtanz und reichlich Ouzo. Das Paros ist die Keimzelle von Bakirtzis Gastro-Betrieben, 2005 eröffnete er in der Isarvorstadt mit den Milchbar-Brüdern Jakob und Florian Faltenbacher das Molos, vor drei Jahren folgte in der Reitschule das noch immer sehr hippe Cavos.

Thomas Oßwald

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