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Münchens Nachtleben wird SUGARfree!

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Am 29. März wird hier zum letztenmal gefeiert: Das Sugar in der Herzogspitalstraße © Partygaenger.de

München - Es ist das Ende einer Ära. Seit den späten 1970er Jahren war die Herzogspitalstraße 6 einer der Anlaufstellen im Münchner Nightlife.

Erst als Sugar Shack von Kurt Müller, der den Rock-Club in den 80er Jahren an Dieter Rogner übergab – und der den heutigen Löwen-Stadionsprecher Stefan Schneider als Geschäftsführer einsetzte. Später versuchte sich hier Giulia Siegel mit dem MIA als Gastronomin, es folgte ein kurzes, glückloses, Intermezzo als Wiesn-Stadl, bevor sich 2008 Ursula Borsche der Tradition annahm und daraus wieder das „Sugar“ machte.

Borsche, die einst Stammgast bei Kurt Müller war und eine erfolgreiche Full Service Werbeagentur betreibt, gibt nun auf. Am 29. März steigt die letzte Party, danach ist das Kapitel Nightlife in der Herzogspitalstraße für immer beendet.

Nach dem Willen des Vermieters, der Edith Haberland Stiftung (Augustiner), gibt’s danach statt Tanz nur noch Schauspiel. Georg Maier wird wohl mit seiner Iberl-Bühne in den einstigen Club einziehen. „Ich will nicht als älteste Club-Betreiberin ins Guiness-Buch eingehen, sondern mich wieder verstärkt um meine Agentur und andere Projekte kümmern“ sagt Borsche.

Die Entscheidung fiel ihr nicht leicht: „Wir waren hier ein große Familie, das ist nicht einfach.“ Kein Wochenende in den letzten acht Jahren, an dem sie nachts nicht im Club stand, „das wird schon eine Umstellung.“ Derzeit plant sie das Programm für die letzten sechs Wochen.

Fest steht, dass es dabei auch eine Sugar Shack Revival Nacht geben soll, in Erinnerung an die Zeiten, als hier regelmäßig Mick Jagger und Keith Richards feierten und ein gewisser Bruce Springsteen am frühen Morgen vom Personal betrunken in der Einfahrt abgelegt wurde, weil die Party vorbei war. Das wird sie nach dem 29. März dann für immer sein.

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