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"Extreme Schmerzen": Bitteres Saisonende für Hölzl

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Kathrin Hölzl beendet die Ski-Saison. © dpa

Garmisch-Partenkirchen - Für Kathrin Hölzl ist die WM vorbei und auch die Weltcup-Saison hat sie schweren Herzens vorzeitig beendet. Wie es nun für sie weitergeht:

Das Lächeln vom Vortag war verschwunden. Kathrin Hölzl sah ausgemergelt aus, sie wirkte körperlich und geistig erschöpft, verzweifelt. Resigniert hob sie ihre Hand, hielt sie quer über den Kopf und sagte: „Mir steht es bis hier.“

Dann erklärte Kathrin Hölzl für ihre Verhältnisse wortreich, aber auch mit leiser Stimme, dass sie wieder fürchterliche Rückenschmerzen verspürt habe, dass sie deshalb zum zweiten Lauf des WM-Riesenslaloms nicht mehr antrete - und die Saison vorzeitig beendet sei: für sie. „Ich weiß nicht mehr“, sagte sie mit leerem Blick, „wie es weitergehen soll.“ So wie zuletzt jedenfalls nicht: „Das tue ich mir nicht mehr an.“

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Seit vergangenem Oktober plagt sich die Riesenslalom-Weltmeisterin von 2009, die damals in Val d'Isere den Weg für das neue deutsche „Fräuleinwunder“ ebnete, erst mit muskulären Beschwerden und zuletzt mit Rückenschmerzen. Vor der WM fehlte die 26-Jährige drei Wochen lang. Am Mittwochmorgen war sie noch zuversichtlich gewesen, in der Nacht zum Donnerstag aber kamen die Schmerzen zurück. „Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt fahren soll, ich hab es dann für die Zuschauer gemacht“, sagte sie. Rang 20 belegte sie nach dem ersten Lauf mit 2,36 Sekunden Rückstand auf die Führende - danach gab Hölzl auf: „Das hatte mit schnellem Skifahren nichts zu tun.“

Dabei hatte sie alles versucht, wirklich alles, um ihrer Schmerzen Herr zu werden. „Ich war die letzten Wochen in ganz Deutschland unterwegs“, berichtete Kathrin Hölzl, „aber ich habe es nicht in den Griff gekriegt.“ Kurzzeitig half ihr ein Physiotherapeut aus Traunreuth, die Bischofswiesenerin trainierte sogar am Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch, die Hoffnung keimte auf, „aber dann ging es wieder los, es ist komisch, es kommt und geht.“ Sie habe sich dann am Donnerstag den Berg runtergequält, aber dabei „so extreme Schmerzen gehabt, dass ich mich nicht gescheit bewegen konnte“, berichtete Hölzl: „Ich kann nicht einmal auf einem Bein stehen, wie soll man da Skifahren?“ Ja, wie?

Die Suche nach den Ursachen geht weiter, zuletzt war von einem Rheumafaktor die Rede, doch das, so sagen die Mannschaftsärzte, sei nur ein Anhaltspunkt für die Probleme. In der Tat, sagte Kathrin Hölzl niedergeschlagen, wisse sie noch immer nicht, was es ist. Sie weiß nur eines: „So kann es nicht weitergehen. Ich muss erst mal schauen, dass ich richtig gesund werde.“

sid

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