Fischer: "Neue WM-Bewerbung ist absolut notwendig"

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„Wir müssen den Schwung mitnehmen“: WM-OK-Chef Peter Fischer.

Garmisch-Partenkirchen - Peter Fischer, Chef des Organisationskomitees, spricht im Merkur-Interview über Geld, Lob, seine Zukunft und eine neuerliche WM-Bewerbung.

Herr Fischer, wie viel haben Sie denn geschlafen in den vergangenen zwei Wochen?

Wenig und schlecht. Ich bin einfach kaputt, aber das sind andere auch. Nun werde ich erst einmal versuchen, zur Ruhe zu kommen.

Wie fällt Ihre persönliche WM-Bilanz aus?

Sehr, sehr positiv. Bauchschmerzen hatte ich neben dem Sport auch wegen des Verkehrs. Im Vorfeld, war die Frage: Klappt das alle? Das Verkehrkonzept hat sehr gut gepasst. Das Schönste für mich war allerdings die Atmosphäre. Garmisch-Partenkirchen hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Die Freundlichkeit und auch die Gastfreundlichkeit waren überragend. Das hat auch den Internationalen Skiverband beeindruckt.

Fans und Flaggen: Große Emotionen beim Riesenslalom

Fans und Flaggen: Große Emotionen beim Riesenslalom

Vom türben Wetter lassen sich die Skifans den Spaß nicht verderben. © Thomas Sehr
Sie fiebern dem Riesenslalom entgegen. © Thomas Sehr
Rot-Weiß-Rote Freude: Österreichische Fans. © Thomas Sehr
Auch die Verpflegung stimmt. © Thomas Sehr
Ein Philipp Schörghofer-Fan trommelt für den Österreicher. Mit Erfolg: Schörghofer holt Bronze. © Thomas Sehr
Markus Othmer und Martina Ertl-Renz moderieren an der Kandahar. © Thomas Sehr
Auch Schweden ist in Garmisch-Partenkirchen vertreten. © Thomas Sehr
Kleine Neureuther-Fans: Mit Fahnen und Plakaten... © Thomas Sehr
... feuern sie ihren Felix an. © Thomas Sehr
Die Schweiz steht diesem Fan gut zu Gesicht. © Thomas Sehr
Diese Damen jubeln für Österreich. © Thomas Sehr
Das Rahmenprogramm zum Riesenslalom ist gewohnt bunt. © Thomas Sehr
Die Schweizer lassen die Glocken läuten. © Thomas Sehr
Ein Meer aus Fahnen auf der Kandahar. © Thomas Sehr
Ein Meer aus Fahnen auf der Kandahar. © Thomas Sehr
Ein Meer aus Fahnen auf der Kandahar. © Thomas Sehr
Ein Meer aus Fahnen auf der Kandahar - und Ga und Pa sind mittendrin. © Thomas Sehr
Ein Meer aus Fahnen auf der Kandahar. © Thomas Sehr
Ein Meer aus Fahnen auf der Kandahar. © Thomas Sehr
Mit dem Blick fürs Wesentliche: Fotografen beim Riesenslalom. © Thomas Sehr
Österreich ist denkbar gut vertreten: © Thomas Sehr
Überall sind rot-weiß-rote Fahnen zu sehen. © Thomas Sehr
Wolfgang Nadvornik und Markus Wasmeier kommentieren fürs Fernsehen. © Thomas Sehr
Nochmal zurück zum Verkehr. Im Vorfeld der WM hatten viele ein Verkehrschaos erwartet. Das ist nicht eingetreten.

Stimmt. Es waren Horrorszenarien entworfen worden, die nie ein Thema waren. Gefreut hat mich, dass die Zuschauer vor allem die Bahn angenommen haben. Ein ganz besonderes Highlight waren die Zeremonien. Aber ich will mich selber nicht loben, das obliegt anderen Und noch eins: Der Chef, das möchte ich ausdrücklich betonen, kann immer nur so gut sein wie sein Team. Das sage ich immer wieder gebetsmühlenartig.

Gab’s auch etwas Negatives?

Von meiner Seite nicht. Vielleicht kommt das noch von den Leuten, die alles besser wissen.

Es gab Probleme mit der Zeitnahme.

Dies war kein Problem der Zeitnahme, sondern ein Data- Problem. Aber natürlich darf es solche Probleme nicht geben. Data-Timing ist und muss Standard sein. Dies war aber kein Problem des OK, sondern der ausführenden Firma.

Es gab viel Lob von Christian Pirzer, dem Chef des Vermarkters Tridem, aber auch Kritik. Ein bisschen hat ihm bei dieser WM die Investitionsfreude gefehlt. Wie sehen Sie die Vorwürfe?

Locker. Weil das ein Vermarkter gesagt hat. Aus der Sicht von Christian Pirzer, der seine Kunden sieht, ist das legitim. Ich habe vor kurzem mit einem noch größeren Vermarkter, Infront, gesprochen, der das so nicht nachvollziehen kann.

Bier, Plomben und Käse: Die besten Sprüche der Ski-WM

Bier, Plomben und Käse: Die besten Sprüche der Ski-WM

“Ich versuche anständig zu essen und habe aufgehört, Bier zu trinken.“ (Alpin-Exot Jean Pierre Roy, Skirennfahrer aus Haiti, über einen Punkt seiner WM-Vorbereitung) © dpa
“Wegen der Absage bin ich sehr enttäuscht, aber das Leben geht weiter.“ (Die amerikanische Skirennfahrerin Lindsey Vonn frei nach Dragoslav “Stepi“ Stepanovic, früherer Trainer etwa von Eintracht Frankfurt und den Stuttgarter Kickers, über ihren Verzicht für den Rest der WM) © dpa
“Ich freue mich schon auf das Bild, wie der Polizist in der Mitte steht und die Athleten anhält und ihnen ein Ticket gibt...“ (FIS-Präsident Gian Franco Kasper auf die Frage, ob Geschwindigkeiten im Skirennsport ein Ansatzpunkt für Sicherheit wären) © dpa
“Ich komme sicher jedes Jahr wieder her zum Wallfahrten.“ (Die österreichische Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl) © dpa
“Ich glaube, dass ihr das Singen, der Auftritt sehr viel Lockerheit gegeben hat. Sie hat die Leute begeistert.“ (Österreichs Sportdirektor Hans Pum über Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl und deren WM-Song) © dpa
“Er ist unkompliziert und einfach - fast so wie die Traumfrau sein sollte.“ (Christof Innerhofer am Montag in Garmisch-Partenkirchen nach Silber in der Kombination über seinen drittplatzierten Teamkollegen Peter Fill) © dpa
“Es war klar, dass kein Kraut gegen den Aksel gewachsen ist, wenn der durchkommt.“ (Der Vierte der Kombinations, Benjamin Raich (Österreich), am Montag in Garmisch-Partenkirchen über Aksel Lund Svindal (Norwegen), der ihn vom Podest verdrängte) © dpa
“In meiner bisherigen sportlichen Betreuung habe ich eine solche Kombination einer grandiosen sportlichen und charakterlichen Leistung noch nicht erlebt. Sie ist ein wahrer Profi und Champion.“ (Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes, über die Leistung von Maria Riesch) © dpa
“Wenn es ein bisschen länger gedauert hätte, wäre ich pinkeln gegangen, denn ich hatte Druck.“ (Der Schweizer Silbermedaillengewinner Didier Cuche über die Unterbrechungspause vor seinem Start) © dpa
“Das interessiert mich null und nix, das ist für mich völlig uninteressant.“ (Der österreichische Cheftrainer Mathias Berthold über die sechsjährige Wartezeit seiner Abfahrer auf eine Medaille) © dpa
“Das stand noch auf meiner To-do-Liste.“ (Abfahrts-Weltmeister Erik Guay) © dpa
“Wenn die Lindsey meint, sie fährt rückwärts runter, dann soll sie rückwärts runter fahren.“ (Der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier auf die Frage zur möglichen Renntaktik der Amerikanerin Lindsey Vonn in der Super-Kombination am Freitag) © dpa
“Es ist so schwierig, ich habe oben gedacht, dass ich schon zwei Jahre nicht mehr auf Skiern gestanden habe.“ (Der Oberstdorfer Tobias Stechert nach dem Abfahrtstraining am Donnerstag zur herausfordernden Kandahar-Piste) © dpa
“Es schüttelt einen richtig durch. Der Kopf wackelt im Ziel weiter. Zum Glück sind meine Plomben alle noch drinnen.“ (Der Österreicher Michael Walchhofer zum gleichen Thema) © Getty
“Als Athlet muss man schauen, dass man mit allen Verhältnissen zurecht kommt. Aber diese Piste ist eigentlich ein Wahnsinn.“ (Walchhofers Teamkollege Benjamin Raich) © Getty
“Wir müssen uns auf Silber und Bronze konzentrieren. Gold holt der Innerhofer.“ (Der Schweizer Didier Cuche nachdem Super-G-Sieger Christof Innerhofer die überlegene Bestzeit im Training zur Abfahrt gefahren war) © Getty
“Er ist ein alter Fuchs. Er hat schon so oft bei Rennen auf den Podium gestanden und ich nur im Training.“ (Innerhofer schiebt die Favoritenrolle an Cuche zurück) © Getty
„Mein Kopf fühlte sich an wie in einem Schraubstock.“ (Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn zu den Nachwirkungen ihres Sturzes) © Getty
„In der Hölle ist es so eisig, da spiegelt man sich fast selber.“ (Gina Stechert am Montag nach der Hangbefahrung für den Super-G auf der Kandahar-Piste) © Getty
„Die beste Eröffnungsfeier war damals in Saalbach. Die wurde abgesagt, das war äußerst angenehm und schnell.“ (Gian Franco Kasper, Präsident des Ski-Weltverbands FIS, über Eröffnungsfeiern bei Weltmeisterschaften) © dpa
„Heute haben wir sehr viel Energie verbrannt wie eine Nuklearzentrale.“ (Der kroatische Bronzemedaillengewinner Ivica Kostelic nach dem Super-G) © dpa
„Sex ist doch immer gut“ (Die US-Amerikanerin Julia Mancuso zu einem ORF-Reporter, der sie zu Platz sechs in der Abfahrt befragte) © dpa
„Ich kann mir keinen Käse über meinen Kopf machen, das ist ja kein Schienbein.“ (Lindsey Vonn zu ihrer in der vorvergangenen Woche erlittenen Gehirnerschütterung. Mit Quarkwickeln hatte die Amerikanerin vor Olympia ihre Schuhrandprellung behandelt) © Getty
“Ich war der Älteste in der Mannschaft - so schnell geht's.“ (Der 26 Jahre alte Felix Neureuther, der 2005 beim WM-Sieg im Team-Wettbewerb noch der jüngste in der deutschen Mannschaft war) © dpa
Ein weiterer Pirzer-Kritikpunkt: Ein WM-OK sei nicht dazu da, Gewinn zu machen. Macht das Organisationskomitee denn Gewinn?

Da drehe ich den Spieß um. Auch er muss Gewinn machen. Wenn wir keine schwarzen Zahlen schreiben würden, dann würden alle über mich herfallen und sagen: Der Fischer ist nicht in der Lage, so etwas zu machen. Die Kritiker würden sagen: Ihr könnt mit Geld nicht umgehen. Was wollt ihr mit Olympischen Spielen, wenn ihr nicht einmal eine WM machen könnt? Es ist das Wunschziel eines jeden Veranstalters, mit einer schwarzen Zahl rauszukommen.

Sie schließen also mit Gewinn ab. In welcher Höhe denn? Sechsstellig, siebenstellig?

Das kann ich nicht genau beziffern. Wir kommen jetzt erst in die Abrechnungsphase.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie hoch ist der Gewinn?

Sicher weiß ich, was rausschaut. Wir werden sehr gut abschließen.

Bis zu welchen Termin wird’s diesen Abschluss geben?

Das wird sich bis in den Sommer reinziehen. Ein vorläufiges Ergebnis wird’s früher geben.

Das Plus geht an wen? Wird es aufgeteilt an den DSV und oder die Marktgemeinde?

An der Piste: Promis und Fans beim Rennen

An der Piste: Promis und Fans beim Rennen

Diese Fans haben momentan nur Ga und Pa im und auf dem Kopf. © Thomas Sehr
Auf dem Weg zum Abfahrtsrennen... © Thomas Sehr
... treffen die verschiedensten Nationen aufeinander. © Thomas Sehr
Sie jubeln für Maria. © Thomas Sehr
Auch auf dem Weg zur Kandahar ist einiges geboten. © Thomas Sehr
Es gibt musikalische Begleitung... © Thomas Sehr
... und hübsche Damen auf dem FIS-Podest. © Thomas Sehr
"Ois easy" heizen den Skifans an der Piste ein. © Thomas Sehr
Auch Kurioses darf nicht fehlen. © Thomas Sehr
Manche brauchen noch Tickets... © Thomas Sehr
... andere haben schon vorgesorgt. © Thomas Sehr
So sieht rot-weiße Begeisterung aus. © Thomas Sehr
Oder so! © Thomas Sehr
Weiß wie der nicht mehr vorhandene Schnee: Staatskanzlei-Chef Siegfried Schneider (CSU). © Thomas Sehr
Ski-Legende Markus Wasmeier (l.), Siegfried Schneider mit Ehefrau Elisabeth und GAP-CSU-Gemeinderätin Elisabeth Koch. © Thomas Sehr
Ski-Legenden unter sich: Abfahrts-Vize-Weltmeister Michael Veith (l.) und Markus Wasmeier. © Thomas Sehr
Auch der ehemalige Landesvater Edmund Stoiber und seine Frau Karin haben sich das Rennen angesehen. © Thomas Sehr
Auf ein Wort: Ministerpräsident Horst Seehofer im Gespräch... © Thomas Sehr
... mit den Ordnungshütern bei der Ski-WM. © Thomas Sehr
Auch First-Lady Karin Seehofer ist in an der Piste. © Thomas Sehr
Die Seehofers mit zwei Volunteers. © Thomas Sehr
An der Piste: Promis und Fans beim Rennen. © Thomas Sehr
An der Piste: Promis und Fans beim Rennen. © Thomas Sehr
An der Piste: Promis und Fans beim Rennen. © Thomas Sehr
An der Piste: Promis und Fans beim Rennen. © Thomas Sehr
An der Piste: Promis und Fans beim Rennen. © Thomas Sehr
An der Piste: Promis und Fans beim Rennen. © Thomas Sehr
An der Piste: Promis und Fans beim Rennen. © Thomas Sehr
An der Piste: Promis und Fans beim Rennen. © Thomas Sehr

Der DSV ist 100-prozentiger Gesellschafter. Also erhält er auch das Plus. Im Umkehrfall müsste er auch das Minus tragen.

Da wird der DSV stolz auf Sie sein.

Das wird er vielleicht sein. Ja. Es ist ja auch schwierig, ein Großevent wie diese WM mit Gewinn abzuschließen. Wir mussten ein Minus von einer Million Euro ausgleichen, weil die Zuschauerzahlen plötzlich limitiert wurden, und zwei Millionen, was gerne vergessen wird, die wir als Zuschuss anlässlich des Baus des neuen Kandaharexpress bezahlt haben. Das sind drei Millionen Euro, die aus diesem Haushalt abgezogen wurden. Deshalb wird der Gesellschafter sicher stolz sein.

Das hat der Verband am Freitag bereits zum Ausdruck gebracht und Sie als besten OK-Chef in Deutschland bezeichnet, den es jemals gegeben hat. Der DSV will Sie an sich binden, Ihr Wissen, Ihr Können. Werden Sie diesem Wunsch des Verbandes denn nachgeben?

Zuerst: Das Lob ehrt mich sehr. Zum DSV werde ich nicht gehen. Aber dieses Zitat war auch bezogen auf Olympia. Darüber habe ich mit DOSB-Chef Thomas Bach gesprochen, aber das ist nicht mein Thema.

Können Sie dazu eine klarere Aussage treffen?

Zuallererst muss das Olympia-Thema geklärt sein. Ich selbst werde mich nicht ins Spiel bringen. Die Arbeitsbasis muss von anderen geschaffen werden, nicht von mir.

Wenn man die schaffen würde, könnten Sie sich einen Olympia-Job vorstellen?

Würde, würde, würde. Wir reden dauernd im Konjunktiv. Würden wir Olympia überhaupt kriegen. Wenn ja, dann würde ich diese Arbeit übernehmen, aber nur zu meinen Regeln. Vorrangig ist für mich dabei die Frage, wie man mit den Menschen in der Region Garmisch-Partenkirchen umgeht. Ich bin von vielen Medien auf meine Person und Olympia angesprochen worden. Ich möchte mich dazu eigentlich nicht mehr weiter äußern, weil das nicht mein Thema ist.

Promis an der Piste: Kostüme und Kurioses

Promis an der Piste: Kostüme und Kurioses

Vertreten die Schweiz an der Kandahar: Der ehemalige Olympiasieger Erich Scherrer (links) und Kabarettist Marco Rima. © Sehr
Wem Rima wohl die Daumen drückt? Es darf geraten werden! © Sehr
Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden, stattet der WM einen Besuch ab... © Sehr
... und auch Schauspieler Fritz Wepper lässt sich an der Kandahar sehen. © Sehr
Er posiert mit Merkur-Reporterin Katharina Blum. © Sehr
Die Bayern-3-Band sorgt beim Abfahrtslauf der Herren für Stimmung. © Sehr
Das lässt sich auch BR-Intendant Ulrich Wilhelm nicht entgehen. © Sehr
Stephan Keppler kommt nach seiner Verletzung gut gelaunt und auf Krücken an die Kandahar. © Sehr
Umständlicher als für die Promis läuft die Anreise bei den "normalen" Fans. © Sehr
Erst Gedränge... © Sehr
... und dann müssen sie durch die Sicherheitskontrollen. © Sehr
Bequeme Anreise mal anders: © Sehr
Die Feuerwehr ist mit dem Quad unterwegs. © Sehr
Rot-Weiße Freude: Schweizer Fans, die Erste. © Sehr
Und etwas weniger offensiv gewandet: Schweizer Fans, die Zweite. © Sehr
Die Schweizer lieben ihre Skistars - und ihre Käse. © Sehr
Das beweist auch der Didier-Cuche-Fanclub eindrucksvoll mit dem mobilen Käsehobel. © Sehr
Diese Schweinderl jubeln für Österreich, genauer gesagt für Tirol. © Sehr
Österreich ist ebenfalls gut vertreten. © Sehr
Ga und Pa auf der Hand. © Sehr
Diese Fans tragen ihre Leidenschaft mit extravagantem Kopfschmuck zur Schau. © Sehr
Hier gilt: Hauptsache bunt. © Sehr
Und Hauptdache Auffallen! Das ist mit derart fantasievollen Kostümen nicht schwer. © Sehr
Außerdem halten plüschige Kostüme warm. © Sehr
Fans an der Piste © Sehr
Fans an der Piste © Sehr
Fans an der Piste © Sehr
Fans an der Piste © Sehr
Fans an der Piste © Sehr
Fans an der Piste © Sehr
Wenn nicht Olympia, was dann?

Mein Vertrag mit dem OK läuft noch bis Ende Oktober.

Und danach?

Danach werde ich Geschäftsführer beim Weltcup-OK. Das ist Tatsache. Ich hatte noch zwei weitere Angebote aus der freien Wirtschaft. Zudem hatte ich eine Offerte aus dem Ausland, die ich aber nicht angenommen habe, weil mir mein Enkel sehr, sehr wichtig ist und ich die Zeit mit ihm keinesfalls versäumen möchte.

Wäre es eine Herausforderung, noch einmal eine Alpine Ski-Weltmeisterschaft nach Garmisch-Partenkirchen zu holen?

Wenn ich mir die neuen Diskussionen im Gemeinderat anschaue über Pisten und Beschneiung, zudem SPD-Fraktionsvorsitzende Sigrid Meierhofer fordert, den Vertrag mit dem Deutschen Ski-Verband zu kündigen, dann muss Garmisch-Partenkirchen erst einmal wissen, was es will. Will man Weltcup-Standort mit vier Rennen bleiben? Will ich den Schwung aus dieser WM mitnehmen oder fangen wir wieder endlos zu diskutieren an? In der Grundeinstellung muss da sein, dass wir wieder einmal eine WM wollen. Wir dürfen auf alle Fälle nicht wieder 33 Jahre warten. Orte wie St. Moritz oder Oberstdorf machen es uns vor. Ich halte eine neuerliche Bewerbung für absolut notwendig. Das ist meine Empfehlung. Wir müssen einfach diesen Schwung mitnehmen.

Dann wieder mit Peter Fischer?

Das muss unabhängig von meiner Person sein. Ich bin dann zu alt.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel plädiert offenbar dafür, einen festen Rhythmus mit zehnjährigem Turnus für die Ausrichterländer einzuführen: Deutschland, Österreich und die Schweiz gesetzt, dazu jeweils zwei Exoten – angeblich hält er auch Italien dafür.

Vom sportlichen Gesichtspunkt würde ich diese Idee mittragen, aber sie wird sich nicht realisieren lassen. Die FIS ist der Verband der Verbände, auch kleinere Nationen müssen beachtet werden.

Der ganze Druck fällt jetzt von Ihnen ab. Werden Sie erst einmal ein paar Tage Urlaub machen?

Ich habe vier Jahre keinen Urlaub gehabt. In ein paar Wochen werde ich mal kurz gehen und im Sommer dann länger. Der Akku muss aufgeladen werden.

Das Gespräch führten Peter Reinbold und Alexander Schwer.

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