Frameworks-Festival: Musik, die aus dem Rahmen fällt

Raz Ohara

Am kommenden Wochenende lockt das dreitägige Frameworks-Festival mit experimenteller Musik aus dem digitalen Kontext ins Einstein-Kulturzentrum.

Das seit 2011 jährlich stattfindende Festival versteht sich als Plattform für Musiker, die ihr Publikum gern mit abstrakten Kompositionen begeistern und auch bei der Präsentation unkonventionelle, innovative Wege beschreiten. Mittels elektronischem Equipment dekonstruieren und verfremden sie die einzelnen Bestandteile der Musik in Echtzeit, um daraus experimentelle neuartige Klänge zu generieren. Nicht unbedingt leichte Muse, aber überaus spannend. Hauptveranstalter der Konzertreihe ist Christian Kiesler vom Feierwerk, der hier seine geballte Musikkompetenz beweisen kann.

In diesem Jahr hat er für den ersten Abend das Duo Schneider Kacirek sowie Cummi Flu und Raz Ohara gewinnen können.

Stefan Schneider, Gründungsmitglied der Band Kreidler und aktuell bei To Rococo Rot, und der Schlagzeuger Sven Kacirek demonstrieren live, welche hypnotische Wirkung die Kombination aus rhythmischen, sich wiederholenden Strukturen der traditionellen Musik Kenias und elektronischen Beats und Synthesizer-Klängen entfalten kann. Beim zweiten Duett treffen die analogen Instrumente und elektronischen Klangcollagen von Cummi Flu auf die Singer/Songwriter-Kompetenz und die abstrakten Elektronik-Vorlieben des dänischen Wahlberliners Raz Ohara.

Am Freitag können sich die Musikfreunde auf das experimentelle britische Trio Origamibiro und auf den Noise-Künstler Ben Frost freuen, der zurzeit mit Pop-Ikone Brian Eno zusammenarbeitet. Zum Festival-Abschluss am Samstag treten schließlich noch der meisterhafte Mailänder Pianist Federico Albanese und die Düsseldorfer Neo-Krautrocker von Stabil Elite auf. Und das Beste: Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei!

Frameworks-Festival 2016 (Einstein-Kulturzentrum, Einsteinstr. 42)
Do-Sa, 10.-12.3., 19 Uhr

www.frameworks-festival.de

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