1. tz
  2. München
  3. Nightlife

Fritz Dopfer darf zur WM

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Mit dem WM-Ticket für seine guten Leistungen belohnt wird Fritz Dopfer. © dpa

Garmisch-Partenkirchen - Ski-Rennläufer Fritz Dopfer darf trotz noch fehlender Qualifikations-Norm mit seiner Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen rechnen.

Die Reaktion nach der Zieldurchfahrt fiel recht verhalten aus: Nur ganz kurz hob Fritz Dopfer die linke Hand, die noch fest einen Skistock umklammert hielt. Vielleicht lag es ja daran, dass auf der Anzeigentafel hinter seinem Namen nur die 3 statt der erhofften 1 aufleuchtete. Mit 51 Hundertstelsekunden Vorsprung auf dem zu diesem Zeitpunkt führenden Nolan Kasper war der Mann vom SC Garmisch in den Finallauf des Schladminger Nachtslaloms gestartet. Unten hatte Dopfer 61 Hundertstel Rückstand auf den US-Amerikaner.

Sei’s drum: Trotz allem war es ein kräftiges Lebenszeichen, das der 23-Jährige am späten Dienstagabend von sich gegeben hatte. Am Ende belegte Dopfer den 16. Rang. Auf der Planai zeigte der 23-Jährige, dass er es im Weltcup kann. Letztlich fehlten ihm nur 28 Hundertstel auf den 15. Platz, der das sichere WM-Ticket bedeutet hätte. Doch auch so kann Dopfer mit einem Auftritt in Garmisch- Partenkirchen (7. bis 20. Februar) rechnen. „Er hat sich viel Lob und Anerkennung verdient. Der geht sicher mit zur WM, da wird auch keiner was dagegen sagen“, sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.

Ski-WM: Reporter und Experten der TV-Sender

Dopfer hat die Norm (einmal Top acht oder zweimal Top 15 im Weltcup) mit einem 14. Platz beim Slalom in Levi zu Saisonbeginn und dem guten Rennen von Schladming angekratzt, aber noch nicht erreicht. Seine letzte Chance hätte er am 6. Februar beim Riesenslalom in Hinterstoder. In dieser Disziplin hat er sein Potenzial in diesem Winter mit den Plätzen 16 in Val d’Isere und 19 in Alta Badia ebenfalls bereits angedeutet.

„Die WM würde mir sehr, sehr viel bedeuten“, meinte Dopfer in Schladming. „Es wäre super, wenn ich starten dürfte. Aber das entscheiden die Trainer.“ Auf der „Planai“ war Dopfer mit der hohen Startnummer 57 ins Finale der Top 30 gefahren. Dort arbeitete er sich von Platz 22 dann noch einmal sechs Positionen nach vorne. „Ich wollte unbedingt ins Ziel kommen und ein Ergebnis machen. Dass mir das gelungen ist, zeigt, dass ich absolut auf dem richtigen Weg bin“, sagte er.

Lob bekam er in Schladming nicht nur von Maier, sondern auch von einem, der es wissen muss. An Dopfers Auftritt fand auch der ehemalige Slalom-Weltcup-Sieger und jetzige ORF-Co-Kommentator Thomas Sykora Gefallen. „Er hat einen echt lässigen Schwung und ein super Kniespiel“, lobte Sykora die Dopfersche Technik.

ph/sid

Auch interessant

Kommentare