David Muallem im Interview

Happy Birthday Bob Beaman: 5 Jahre im Kasten!

Das Bob Beaman in der Gabelsbergerstraße

Dieses Wochenende feiert das Bob Beaman seinen fünften Geburtstag – wir haben Resident und Richtungsweiser David Muallem dazu Fragen gestellt.

Das Bob Beaman ist im Innern wie ein kleiner Konzertsaal gebaut – rundherum ist der Laden mit Holz verkleidet, in dem insgesamt 8000 asymmetrisch angeordnete Löcher das Klangerlebnis maximieren. Nicht nur aufgrund seines herausragenden Sounds gehört das Bob Beaman inzwischen zum festen Bestandteil der Münchner Techno und Elektro Szene.

Mit erfrischenden Bookings, sowie der Förderung ortsansässiger Talente am DJ Pult und einer familiären Atmosphäre führt das Bob Beaman nun Jahr für Jahr ein kunterbuntes Publikum an der Gabelsbergerstraße 4 zusammen.

Nicht zuletzt besondere Events wie SMiLE, dem sommerlichen Mini-Rave, oder der Reihe The Art of Dance, haben den Club zu einem wahren Juwel gemacht. Dieses Wochenende zelebriert man nun das fünfjährige Bestehen.

Unsere Fragen dazu hat uns Bob Beaman Resident und Wegweiser David Muallem beantwortet.

Was habt ihr dieses Wochenende alles im petto?
Am Freitag spielt unser guter Freund Dixon vom Label Innervisions die ganze Nacht. Am Samstag teilen sich alle Residents das DJ Pult. Das Geburtstagswochenende gibt es in dieser Form bei uns seit Anfang an. Es ist sozusagen bereits Tradition.

Worauf freust du dich persönlich am meisten?
Auf das Back-to-back Set aller Residents. Da legen alle Residents die ganze Nacht über gemeinsam auf. So gibt es das eigentlich nur einmal im Jahr.

Das Bob lässt sich nicht auf eine Facette beschränken, warum ist es euch so wichtig verschiedene (musikalische) Geschmäcker anzusprechen und auch Veranstaltungen wie beispielsweise Klassik im Club im Haus zu haben?
Uns geht es um wertvolle Inhalte. Wir teilen einfach die Dinge mit denen wir uns beschäftigen und die uns selber bewegen gerne mit Anderen. Das Programm des Clubs ist somit unser Sprachrohr.

David Muallem

Das Bob spricht nicht nur verschiedene Geschmäcker, sondern zugleich auch alle Sinne an - warum muss ein Club heutzutage mehr als ein einfacher Beschallungsraum sein?
Es kommt immer ganz darauf welche Richtung man selber einschlagen will. Uns ging es von Anfang an in erster Linie um Musik, daher lag der Fokus ganz klar auf dem Soundsystem, das man nun einmal braucht, um Musik auf einem hohen Qualitätsniveau erleben zu können.

Grundsätzlich geht es bei einem Club ja immer um eine gewisse Stimmung, die idealerweise entstehen soll. Da gibt es natürlich unendlich viele Faktoren, die einen Einfluss auf die Stimmung haben und tausend verschiedene Rezepte um ans Ziel zu kommen. 

Worauf achtet ihr bei euren Bookings?
Hauptsächlich verlassen wir uns da, um ganz ehrlich zu sein, auf unseren eigenen Geschmack. Was uns gefällt hat auch im Bob einen Platz.

Kollaborationen mit den Nachbarn in der Maxvorstadt sind bei euch ganz natürlich – etwa mit Harvest – wie kommt das?
Das liegt wahrscheinlich nicht wirklich an der bloßen Tatsache, dass es sich um Nachbarn handelt, sondern vor allem daran, dass die Menschen die hinter solchen Projekten stehen, wie z.B. Harvest, Freunde von uns sind. Da arbeitet man natürlich sehr gerne mal zusammen. Da wir uns alle in der Maxvorstadt zu Hause fühlen, haben wir hier natürlich auch viele Freunde. 

Nach fünf erfolgreichen Jahren zeigt sich, dass sich das Bob absolut bewährt hat, worauf führt ihr das zurück?
Meiner Meinung nach liegt das vor allem daran, dass wir immer an das geglaubt haben, was wir da so treiben. Es macht uns wahnsinnigen Spaß und ich glaube schon, dass unsere Gäste das merken. Das Publikum im Nachtleben ändert sich ja eigentlich ständig, Musik als gemeinsamen Nenner zu haben ist da natürlich von großem Vorteil, um ständig neues Publikum zu gewinnen und zur gleichen Zeit ein altes zusammenzuführen.

Was war für dich eine der schönsten Veranstaltungen der letzten fünf Jahre? Oder gab es ein ganz besonderes Erlebnis, an das du dich gerne erinnerst?
Es gibt so viel, an das man sich gerne erinnert, da fällt es mir schwer ein einzelnes Event oder Erlebnis herauszupicken.

Eines der vielleicht weniger bekannten Highlights ist euer Faschingskehraus, bei dem ihr alle in großer Verkleidung kommt, ansonsten lasst ihr andere Saisons (Wiesn, Weihnachten, Ostern etc.) thematisch aus – warum?
Das weiß ich um ehrlich zu sein selber nicht so genau. Bei uns gibt das Programm eigentlich immer das Thema vor, Motto Partys sind da eher nicht so unser Ding. Beim Kehraus handelt es sich ja eigentlich um eine ganz normale Technoparty. Nur findet sie eben tagsüber statt und alle sind verkleidet. Das ist eigentlich das spannende daran. 

Du warst bereits ein überzeugender Drache und eine nicht ganz so überzeugende (Hals zu kurz) Giraffe – machst du dir schon Gedanken zum nächstjährigen Outfit?
Naja, mein legendäres Haifischoutfit aus dem ersten Jahr sollte bei der Gesamtbewertung schon auch noch berücksichtigt werden. Die Gedanken macht sich eigentlich immer meine Frau, denn die näht meine Kostüme selber. Ein paar Ideen für nächstes Jahr gibt es aber tatsächlich schon, für was wir uns am Ende aber entscheiden wird dann erst wieder pünktlich zum Kehraus verraten.

Nun geht es ins sechste Bob Jahr, was ist an Neuerungen geplant? Gibt es ein Highlight auf das ihr euch besonders freut?
Ganz besonders freuen wir uns sicherlich auf SMiLE 2016 und auf die Fortsetzung unsere Art of Dance Reihe, die wir in diesem Jahr gestartet haben.

5 Years Bob Beaman (Gabelsbergerstraße 4)
Fr & Sa, ab 23 Uhr

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