Das sind besten Clubs, Bars, DJs und Events

Munich Nightlife Awards 2017: Die Gewinner im Überblick - und im Video

In diesem Münchner Club läuft die beste Musik, dort kann man gut flirten und diese DJs bringen die Tanzfläche zum Beben: Die Gewinner des Munich Nightlife Awards stehen fest. 

Münchens wahrscheinlich bekanntester Elektro-Club hat geschafft, was zuvor noch keiner anderen Münchner Diskothek gelungen ist: Das „Harry Klein“ verteidigte bei der Verleihung der Munich Nightlife Awards den Titel „Club des Jahres“. Schon 2016 hatte die Crew um David Süß und Peter Fleming in den Einzelkategorien von Flirtfaktor über Ambiente bis Booking genug Stimmen abgeräumt, damit es zum Titel reicht. 

DJ Hell bekam den Ehrenpreis verliehen als „Nightlife-Person des Jahres.“ Hell, der eigentlich Helmut Geier heißt, prägt das Münchner Nachtleben seit 30 Jahren.

Die Munich Nightlife Awards 2017 wurden am Dienstagabend bei einer feierlichen Gala in der Alten Rotation im Pressehaus des Münchner Merkur und der tz verliehen. Als Stargast stand der Münchner Schauspieler und Comedian Simon Pearce auf der Bühne.

Munich Nightlife Awards 2017: Das sind die Bilder des Party-Abends

40 Clubs, 60 DJs und 70 Eventreihen waren insgesamt nominiert. Die Clubs wurden von den Usern in den verschiedenen Kategorien bewertet. Anschließend ermittelten die beteiligten Partner Clubstars.net, Charivari 95.5, in München, partygaenger.de und tz gemeinsam die Gewinner.

Munich Nightlife-Awards 2017: Die besten Clubs

Top-Club des Jahres 2017: Harry Klein 

Seit 13 Jahren ist der nach Stefan Derricks Assistenten Harry („hol schon mal den Wagen“) Klein benannte Club aus der lokalen Elektro-Szene nicht mehr wegzudenken. Und nicht nur das. Selbst in den internationalen Polls des renommierten DJ-Mags landet das „Harry“ meist unter den Top 100 der besten Clubs weltweit. Wie schon 2016 gibt’s auch für die Teilnehmer bei der Abstimmung zum Munich Nightlife Award keinen besseren.

Kategorie Musik: MMA 

Auch wenn es um den Music-Mix geht, bleibt alles wie gehabt: Das Beste auf die Ohren gibt’s im Mixed Munich Arts an der Katharina-von-Bora-Straße. Das Industrie-Denkmal wird im Rahmen der Zwischennutzung lediglich Freitag und Samstag bespielt, dann aber mit einem großartigen übergreifenden Genre-Mix.

Kategorie Booking: Harry Klein 

Schon 2015 waren die Partygänger der Meinung, dass das Harry Klein das beste Booking der Stadt führt, letztes Jahr hatte die Rote Sonne die Nase vorn. Nun hat sich das Harry Klein den Titel wieder zurückgeholt – als Grundstein für den Gesamtsieg als bester Club der Stadt.

Kategorie Service: Charlie 

„Munich’s best kept secret“ bezeichnete Benjamin Röder den Szene-Hangout, der nicht - wie all die anderen – an der Feierbanane der Sonnenstraße oder im gehypten Glockenbachviertel liegt. Sondern drüben, auf der anderen Seite der Isar, in der Au, schräg gegenüber des Schyrenbads. Oben vietnamesisches Restaurant, unten Club. Und der Service: Top, befinden die Gäste.

Kategorie Ambiente/Ausstattung: Bahnwärter Thiel

Ein Container-Dorf mitten in einer Industriebrache, wie im Science-Fiction-Film. Drinnen ein Rangierbus mit Disco-Kugel, in der Halle hängen Liftgondeln als Rückzugsbereich von den Wänden, die Toiletten sind Unisex, als Urinal dient eine Badewanne. Ambiente und Ausstattung könnten abgefahrener nicht sein. Bahnwärter Thiel auf dem Viehhof musste bereits dem Neubau des Volkstheaters weichen.

Kategorie Preis/Leistung: Nachtgalerie

Schon letztes Jahr galt der Scherz der Nachtgalerie-Crew: „Schickt uns doch den Preis mit der Post, wie gewinnen eh jedes Jahr.“ Recht haben sie. Wo sonst gibt es das Pils für einen und Longdrinks für zwofuchzig Euro? Zwar ist der Eintritt etwas höher als anderswo, die Gäste finden das Preis-/Leistungsverhältnis in dem Hallen-Club trotzdem unschlagbar.

Kategorie Flirtfaktor: Sauna

Nirgendwo anderes flirtet es sich besser als in der Sauna, Ole und Till Wierks gleichnamigen Club in der Marsstraße, auch wenn die Gäste Textil tragen. Vielleicht liegt’s am abgefahrenen Retro-Ambiente aus Holz, 80er Jahre Light & Sound und witzigen Werbeclips auf den Toiletten, vielleicht am unkomplizierten Gäste-Mix. Wahrscheinlich aber an allem zusammen.

Munich Nighltife Awards 2017: Die besten Events

Techno/House/Electro: Stock 5

Das Team von Stock 5 hat die zweijährige Vorherrschaft der World League Impresarios als beste Techno-Veranstaltungsreihe der Stadt gebrochen. Dank großer Credibility in der Szene, straightem Booking und gut inszenierten Events. 

R‘n‘B/HipHop/Soul: Action Jackson

Nachdem vergangenes Jahr das Samstags-Regular „100 Black Dolphins“ im Crux-Club zur besten HipHop-Party der Stadt gewählt wurde, ist es 2017 mit Action Jackson wieder ein Crux-Regular, das den Munich Nightlife Award einheimst. Am „kleinen Freitag“ bescheren sie ihren Gästen mit „The best of Hip Hop, R'nB, Pop, Trap, Grime & more“ und Getränke-Specials einen gepflegten Frühstart ins Wochenende.

Party, Rock, Pop, Mixed Music: Estrada 

Seit zwölf Jahren beschert das Estrada-Team um Zdenko Anusic vorwiegend dem Publikum aus Südosteuropa mit aktuellen Mottoparties unvergessliche Abende. Schon 2014 konnte Estrada einen Nightlife Award einheimsen.

Open Airs/Großevents: Back to the Woods

Wie schon 2015 hat das elektronische „Back To The Woods“-Festival der Kellerkind-Crew am Garchinger See nach Ansicht der Wähler Maßstäbe in Sachen Open Air-Festival gesetzt. Top-Location, fettes Booking, nette Leute: Check!

Bar des Jahres 2017: Madame Bar

Das leicht Verruchte hat die Madame Bar noch immer, immerhin war sie im Schatten des Hofbräuhaus eine der bekanntesten Cabarets mit Striptease der Stadt. Blank zieht hier niemand mehr, dafür serviert die Crew um Oliver von Carnap Cocktails vom anderen Stern. Und leicht bedüdelt fällt es nicht schwer, sich in dem schwülstigen Ambiente zurück zu denken in vergangene Zeiten.

Munich Nightlife Awards 2017: Die besten DJs

Techno/House/Electro: Stephan Amount

Stephan Amount, der eigentlich Stephan Amberg heißt, hat Rampensau-Qualitäten. Das und sein gutes Gespür für Stimmungen machte ihn bei einer Vielzahl von Partygängern zum Favoriten in Sachen Elektro-Mucke. Einer, das „Hands up Syndrom“ bei seinem Auditorium blitzschnell auslöst.

R‘n‘B/HipHop/Soul: Kandee

Sein Slogan “if you can dream it, you can be it” hat dem Münchner zu internationalem Erfolg verholfen. Er spielte schon in fast jeder deutschen Stadt, kann auf zahlreiche VIP-Bookings zurückschauen, und ist auch in Dubai, Ibiza, Zürich oder Miami kein Unbekannter mehr. Sein musikalisches Wohnzimmer aber ist der Crown’s Club, seit mittlerweile 13 Jahren.

Mixed Music: Benny Bundt 

Seine Karriere begann 2005 als Resident-DJ in der 089-Bar, es folgten Residencies im Heart und Call me Drella – dort ist er auch am Donnerstag wieder zu hören. Was ihn wirklich auszeichne, sei die Fähigkeit „Gruppen und Stimmungen zu lesen und die Stimmung dann musikalisch zu unterstreichen“, meint Bundt über sich selbst und weiß: „Ein guter DJ definiert sich vor allem dadurch, was er nicht spielt.“

Nightlife-Person des Jahres: DJ Hell 

Nicht nur als DJ ist Hell eine große Nummer, auch als Produzent und Designer. Karl Lagerfeld hat ihn mit seiner Kamera porträtiert, zudem gilt der 55-Jährige als designierter Kurator des im Entstehen begriffenen Museum of Modern Electronic Music (MOMEM) in Frankfurt am Main, das 2018 eröffnen wird.

Welche Locations im Jahr 2016 gewonnen haben, ist hier zu erfahren.

Thomas Oßwald

Rubriklistenbild: © Thomas Kiewning

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