Helene: Neues Restaurant mit Kellerclub in Schwabing

Das Helene in der Occamstraße.

Florian Gleibs vom Restaurant Schmock hat die frühere Kultkneipe Albatros in der Occamstraße übernommen und in Helene umgetauft.

Zusammen mit seinem Kompagnon Andreas Buchwalsky hat Gleibs das legendäre Lokal, das zuvor 29 Jahre die Nachteulen angezogen hatte, komplett entkernt, restauriert und in einen Mix aus Restaurant und Club verwandelt. Der reguläre Betrieb im ebenerdigen Essensbereich läuft seit dieser Woche, im Untergeschoss geht‘s dagegen erst im September los.

So stehen also zunächst einmal Küchen-Köstlichkeiten wie Sashimi-Thunfisch auf Mango-Avocado-Tatar, Königsberger Klopse oder ein von uns getestetes, ausgezeichnetes Wiener Backhendl mit Kartoffel-Gurkensalat im Rampenlicht.

Auf der Speisekarte ist zugleich aber auch ein arabischer Einschlag zu erkennen, wie man ihn schon vom Restaurant Schmock her kennt. Gleibs dazu: „Die Küche ist schon leicht Schmock-lastig, aber auf jeden Fall unkompliziert mit vielen wechselnden Tagesgerichten. Wir setzen auf leichtes, frisches Essen und wollten keine überladene Karte.“

Dank der offenen Küche hinter Glas kann man den Köchen direkt auf die Finger schauen, eine leistungsstarke neue Deckenlüftung verhindert gleichzeitig, dass sich eine Duftglocke im Lokal ausbreitet. Die Nachbarn dürften außerdem mit Freude vernehmen, dass eine doppelte Schallschutzisolierung eingebaut wurde, die spätestens zur Eröffnung des Kellerclubs im September sinnvoll sein dürfte.

Der Helene-Club wird donnerstags bis samstags geöffnet sein und sich an die etwas reifere Generation richten. Gleibs hat bereits Nachtleben-Erfahrung als Mitbetreiber des früheren Prinzip-Clubs gemacht und erklärt dazu: „Schon seit Langem fragen mich vor allem Freundinnen über 30, wohin sie denn bitte noch gehen könnten.

Genau für diese Gäste, die nicht mehr so oft feiern gehen, aber sich an einem Abend dann auch mal vier Longdrinks gönnen, ist der Helene-Club ideal. Die werden bei uns alle hereingewunken. Wir werden musikalisch alles spielen, was Spaß macht, und bleiben dabei der Mainstream-Linie treu. Für die Gäste besteht also Sicherheit in Sachen Musik.“

In der Occamstraße tut sich neben dieser Neueröffnung auch sonst gastronomisch richtig viel im Moment, die Palette der Küchenrichtungen reicht von afghanisch bis kalifornisch und zahlreiche Bars und Kneipen locken auch wieder vermehrt die jüngeren Nachtschwärmer an. Gleibs ist das nicht verborgen geblieben: „Das ist der Wahnsinn, was hier an Leuten unterwegs ist. Das ist wie die Schinkenstraße Münchens – und das meine ich positiv. Total witzig hier.“

Und wie ist er auf den Namen Helene gekommen? Doch nicht etwas wegen Helene Fischer? „Nein, überhaupt nicht. Aber dieser stinknormale Name wirft genau solche Fragen auf, das ist sehr amüsant. Und vielleicht wirkt der Name zu Zeiten der Griechenland-Krise ja auch noch irgendwie sympathisch“, erklärt uns der Szene-Gastronom abschließend.

Helene (Occamstr. 5)
Mo-Fr 12-1, Sa 16-1, So 12-24 Uhr
Tel. 089 74035209

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