Hier wird gefeiert!

Alle Jahre wieder kommt Sven Väth zum recht unbesinnlich-musikalischen Jahres-Rückblick in München hernieder.

Das ist gute Sitte im Hause World-League, der Agentur der Münchner Party-Promoter Rene Vaitl und Tom Hilner, die den schrecklich guten Sven für die bayerische Heimat unter Vertrag haben. Für den Frankfurter Techno-Veteran war es mal wieder ein außerordentlich erfolgreiches Jahr, in dem er nicht nur in den heiligen Stand der Ehe eintrat, sondern auch in seiner ibizenkischen Sommer-Residency „Amnesia“ Besucher- und Umsatz-Rekorde einfuhr und in den Verkaufs- und Download-Charts mit seinem aktuellen Longplayer „The Sound of the 9th Season“ sattsam vertreten ist. Mittlerweile rekrutieren sich die Fans seiner Raves aus mehreren Generationen, auch am Samstag in der Reithalle (Heßstraße 132, ab 22 Uhr) dürfte altersmäßig ein breites Spektrum zusammen kommen. „Es gibt noch ausreichend Tickets an der Abendkasse“ verspricht Tom Hilner.

Als nicht weniger edel und Denkmal geschützt wie die Reithalle gilt die Freiheizhalle, das ehemalige Heizkraftwerk der Deutschen Bahn. Seit einem guten Jahr wird die Location als Party-Adresse genutzt, nach anfänglichen Irritationen über die selbst bei manchen Taxi-Fahrern unbekannte Anschrift Rainer-Werner-Faßbinder-Platz 1 hat sich das Venue bei den örtlichen Veranstaltern auch wegen der günstigen Verkehrsanbindung (nur hundert Meter zum S-Bahnhof Donnersberger Brücke) durch gesetzt.. Für Samstag Nacht hat Zdenko Anusic die Halle gebucht, will dort ein „Wintermärchen“ veranstalten, „obwohl wir ja mittlerweile wissen, dass der Weihnachtsmann nur ein Angestellter von Coca Cola ist und der Krampus nur ein schlechtbezahlter und grimmiger Hilfsarbeiter war.“ Anusic, der unter anderem auch die Feten-Reihen Rococo-Clubbing und den Wiesn-Nachstich in der Schrannenhalle mit verantwortet, macht für seine heutige Estrada-Party diesmal ganz auf Retro: mit Glühwein, Lebkuchen, Plätzchen und einem Snow-Shooting. Für frivolere Gemüter seines Ex-Jugoslawien-Publikums hält er vorsichtshalber sexy Nikoläusinnen und GoGo´s bereit. Und weil das die 40. Estrada-Ausgabe ist, dürfen sich Schluckspechte auf ein ganz besonderes „Special“ freuen. Den Drei Liter – Humpen Wodka für den kleinen Durst zwischendurch gibt’s mit zehn Beigetränken für weihnachtliche 195 Euro. Rezession? Märchen!

Quelle: tz

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