Das Indie-Denkmal: Dokumentarfilm übers Atomic Café

Wird über Crowdfunding finanziert: „This is Atomic Love“

Heike Schuffenhauer und Marc Seibold wollen dem seit Anfang Januar geschlossenen Atomic Café ein filmisches Denkmal setzen und das Ganze per Crowdfunding finanzieren.

Die Trauer unter den Münchner Indie-Fans wegen der Schließung des Atomic Cafés zum Jahreswechsel hält immer noch an. Christian Heine, einer der beiden Betreiber, versucht zwar im Alleingang mit seiner Eventagentur Constant Mesh passenden Ersatz zu schaffen, indem er für die alte Fangemeinde Partys und Konzerte in anderen Locations organisiert. Aber diese Events können das frühere Wohnzimmer der Indie-Pop-Fraktion einfach nicht vollends ersetzen.

Um die Erinnerung an das legendäre Atomic Café wachzuhalten, wollen die beiden Journalisten und Filmemacher Heike Schuffenhauer und Marc Seibold nun ihren geplanten Dokumentarfilm „This is Atomic Love“ verwirklichen. Dazu sammeln sie noch bis Freitag, den 28. Februar um 24 Uhr Gelder über die Crowdfunding-Plattform Startnext, um in erster Linie das professionelle Equipment, den Filmschnitt, die Musikrechte und die Reisekosten zu finanzieren.

Seit Kurzem sind die angestrebten 7.500 Euro im Kasten, nun bleiben noch zwei Tage, um ein zusätzliches finanzielles Polster zu schaffen. Wer sich also als Filmförderer hervortun möchte, kann das ganz einfach über den folgenden Link tun: www.startnext.com/atomic.

In dem Film geht es um die Historie des Atomic Cafés und seine Bedeutung für die Münchner Musik- und Clubszene. Erzählt wird in erster Linie die Geschichte von den Stammgästen und den Bands, die dort gespielt und die sich dort gegründet haben. Außerdem kommen die DJs, die die Atomic-Crowd zum Tanzen gebracht haben, genauso zu Wort wie die zwei Idealisten Christian Heine und Roland Schunk, die den Laden 1997 eröffneten.

Mit einigen Protagonisten wurden bereits Interviews geführt, andere stehen noch in den Startlöchern. Die finalen Atomic-Momente sind auf jeden Fall schon im Kasten. Weitere Szenen und Interviews sollen nun mit der gesicherten Finanzierung im Rücken im kommenden Sommer gedreht werden.

Am Ende soll es ein Film für all jene sein, deren Leben schon mal vom DJ gerettet wurde, die Musik lieben und bis zum bitteren Ende leben, also erst dann aus dem Club gehen, wenn die Sonne schon scheint. So umschreiben die beiden engagierten Filmemacher das gewünschte Ergebnis ihrer Arbeit, das ihnen vorschwebt.

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