Herold und Depner: Mit Krawall und Remmidemmi ins neue Jahr

Jan Herold und Jenna Deppner

München - Ob sie Radio Energy jetzt im Guten oder im Schlechten verlassen haben, war nicht so richtig aus Jan Herold und Jenna Depner herauszubekommen...

Jan und Jenna verließen Radio Energy gemeinsam, um bei dem Münchener Radiosender Charivari neu durchzustarten. Umso redseliger wurden sie bei persönlichen Fragen. So sprechen sie über Küsse, Bisse, Feiern und natürlich über Ihre neue Morning-Show, die am kommenden Montag an den Start geht.

Wie hat Radio Energy bei Eurem Ausstieg aus der Toastshow reagiert?

Jan Herold: Ähm, welcher Sender war das gleich? Ich kann mich überhaupt nicht erinnern. Nein, es ist alles gut. Die Zeit war reif für etwas Neues.

Jan, Du bist der neue Programmdirektor bei Radio Charivari. Wird Eure neue Morning-Show ein Abklatsch der Toastshow oder gibt es ein neues Konzept?

Jan Herold: Die Hörerinnen und Hörer werden ab dem 09. Januar überrascht sein - freudig überrascht! Es laufen die Planungen auf Hochtouren. Wir haben sehr viel vorbereitet und es wird auf jeden Fall eine ganz große Überraschung werden.

Eure Nachfolger bei Energy „Seidl und Heiss“ haben die morgendliche Toastshow bereits angetreten. Seid Ihr neugierig?

Jan Herold: Da wir natürlich mit der Vorbereitung auf unsere Show rund um die Uhr beschäftigt sind, konnten wir das gar nicht so verfolgen. Aber ich habe den beiden alles Gute gewünscht. Es gibt da keine Konkurrenzsituation. Die machen ihr Arbeit und wir machen das Neue.

Im Moment läuft bei Charivari „Markus & Co. Die München Morgenshow – die beste Comedy Münchens.“ Wollt Ihr auch mehr Witz in Eure Show bringen?

Jenna Depner: Es wird etwas völlig Neues. Etwas das es in München so noch nie gab.

Jan Herold: Es gibt ja auch noch eine Morgenshow bei Gong, die aber auch schon seit 15 Jahren läuft. Ich glaube, die Hörer sind so ein bisschen dröge mittlerweile und wünschen sich etwas Frisches und Neues. Nicht das Alte immer wieder aufgekocht. Immer die gleichen Gags und die gleiche langweilige Musik. Und deswegen sind wir jetzt da, um den Münchener Morgen zu retten.

Jenna Depner: Es gibt eine ordentliche Ladung Krawall und Remmidemmi!

Jan Herold: Absolut!

Werdet Ihr auch eine neue Altersgruppe ansprechen?

Jan Herold: Ja, selbstverständlich. Es wird sich im Gesamtprogramm der Höreindruck verändern. Da darf sich denn auch jeder selber überraschen lassen. Energy macht seine Sache gut für das Publikum das sie haben - das sie bedienen. Wir wollen allerdings kompetenter, fundierter, journalistischer, ernsthafter, urbaner sein und eine mündige, erwachsene Zielgruppe ansprechen, die hohen Anspruch an gute Qualität hat.

Zum Thema Kompetenz: Du hast nie mit Deiner Meinung zurückgehalten und hast gerne offen geäußert was Du denkst und hast sehr gern über Uschi Glas und Veronica Ferres hergezogen. Wirst Du weiterhin Deine freche Schnauze behalten?

Jan Herold: Also, um ehrlich zu sein... es wird noch schlimmer. Ich war auf Weltreise und bin wieder zurück. Wenn man drei Monate keine Sendung hat, staut sich viel an. Das muss dann auch alles raus.

Ich erinnere mich an einen Anruf bei Uschi Glas. Es ging um die Festnahme von ihrem Sohn. Tat Dir der Anruf am Ende leid?

Jan Herold: Nein, das war ein ernsthaftes und gesellschaftliches Interesse. Wir wollten erfahren, wie es einer Mutter geht deren Kind im Gefängnis sitzt. Das ist ja keine schöne Sache und hat mit Satire oder Komik überhaupt nichts zu tun. Das war eine rein journalistische Nachfrage.

Jan, hast Du denn auch schon außerhalb des Senders Schwierigkeiten bekommen aufgrund Deiner Äußerungen in der Show?

Jan Herold: Ohne narzisstisch zu klingen: die meisten freuen sich, dass sie stattfinden. Wohl wissend, dass sie „hopsgenommen“ werden, fühlen sie sich aber trotzdem geehrt. Es wird über sie geredet. Bei Frau Ferres war es so, dass sie eine lange Zeit nicht wusste, wer ich bin. Das ist jetzt anders. (lacht)

Jenna, Du bist ja eher die gute Fee. Das kommt auch ganz gut an. Behältst Du diese Rolle?

Jenna Depner: Also letztendlich ist es keine Rolle. Ich bin ich. Ich war bei dem vorherigen Sender authentisch und werde es auch weiterhin sein.

Ihr seid also so auch privat?

Jan Herold: Ich werde das oft gefragt. Was von der Show ist echt, was nicht? Es ist alles echt. Wenn die Jenna erzählt, sie hat von mir geträumt, dann ist das genau so gewesen.

Jenna Depner: Das kann ich im ersten Moment gut verstehen, weil ja jeder einen tollen Traummann haben will. Im zweiten Moment, ist es tatsächlich so. Die Leute treffen uns auf der Wiesn und fragen uns: „Hey, ihr seid ja wirklich privat auch unterwegs.“ Wir sind zu 100% echt. Es gibt kein Script, keine Autoren die sich irgendwelche Geschichten im Hintergrund ausdenken. All das was da stattfindet ist so.

Ihr flirtet ja auch miteinander, oder?

Jenna Depner: Also damals, als ich von Herold geträumt habe, sagte die Psychologin es wäre tatsächlich so, dass ich mehr für Herold empfinde. Sie meinte, ich sollte ihn wirklich knutschen. Weil ich ja geträumt habe, dass wir uns geküsst haben. Letztendlich habe ich den Herold nur mal gebissen. Das war nach dem Oktoberfest. Das habe ich aber wieder vergessen. Ich war leicht betrunken und erinnern kann ich mich auch nicht wirklich.

Wo hat Sie Dich denn gebissen?

Jenna Depner: Am Hals!

Jan Herold: Ist es dir dann wieder eingefallen?

Jenna Depner: Ja. Ich wusste, ich war irgendwo an deinem Körper.

Jan Herold: Ja, aber ich hab dir ja auch nicht alles erzählt.

Jenna Depner: Das ist auch besser so.

Seid Ihr Frühaufsteher oder quält Ihr Euch aus dem Bett?

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Jan Herold: Die letzte Sendung war Mitte Oktober und ich stehe jetzt normal auf. Es ist schon cool, wenn man halt erst um halb sieben aufstehenmuss. Also nein, eigentlich bin ich kein Frühaufsteher. Trotzdem freue ich mich, dass es wieder losgeht mit der Morgenshow.

Jenna Depner: Ich bin total einer. Ich merke das immer wieder. Wenn ich um vier Uhr aufstehe, dann bin ich viel fitter und energiegeladener, als wenn ich um sieben aufstehe. Allein die drei Stunden merke ich schon. Da brauche ich länger, um wieder fit zu werden. Am Wochenende schlafe ich schon gern auch mal bis um neun. Es sei denn man geht feiern.

Wie habt Ihr Eure Auszeit genutzt?

Jenna Depner: Ich habe mich also oftmals wirklich gelangweilt, weil ich einfach nichts mit mir anzufangen wusste. Ich muss immer irgendwie etwas zu tun haben. Es gibt für mich nichts Schlimmeres, als zu Hause alleine zu sitzen. Ich bin dann immer raus und habe angefangen zu joggen...

Jan Herold: Wie oft?

Jenna Depner: Vier mal! Ich habe mir ein komplettes Jogging-Outfit geholt. Ich habe Dinge gemacht, die ich sonst nie machen würde: Ich bin aus der Kirche ausgetreten. Ich habe mir ein Auto gekauft. Mein allererstes Auto. Ich habe ganz viele Freunde besucht... und habe auch wieder vom Herold geträumt!

Interview: Sabine Hanse

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