Entsetzliche Bluttat in Hessen: Weitere Todesopfer bestätigt - Polizei steht vor Rätsel

Entsetzliche Bluttat in Hessen: Weitere Todesopfer bestätigt - Polizei steht vor Rätsel

P1-Türsteher Gunschmann

Vor ihm musste sogar Verena kehrt machen

+
Klaus Gunschmann und Verena Kerth

München - Verena Kerth wollte einst mehr als nur zum Feiern ins P1, doch Türsteher und Ex-Geschäftsführer Klaus Gunschmann ließ sie knallhart abblitzen. Dann fanden sie doch zusammen.

Jahrelang hielt er nur für andere die Tür auf, am Mittwochabend stand er selbst im Mittelpunkt: Klaus Gunschmann, in den späten 1980er- und 1990er-Jahren Türsteher vom P1, hat sein Buch mit dem Titel Du kommst hier nicht rein vorgestellt.

Gunschmann war umringt von TV-Teams und Fotografen – er posierte mal mit seiner Mutter, mal mit seiner Frau und auch mal mit Verena Kerth. Die hatte sich Anfang der Nuller Jahre mal im P1 beworben. „Ich wollte Barfrau werden, hatte aber keine Erfahrung“, sagte sie. Gunschmann, der damals Geschäftsführer der Diskothek war, soll schwer brüskiert gewesen sein von ihrem Ansinnen. Schließlich könne man nicht einfach so Bar-Lady im renommiertesten Club der Republik werden – so ganz ohne Expertise. „Er hat mir gesagt, ich solle erst mal woanders arbeiten und dann wieder kommen“, erinnert sich Kerth. Nach einem halben Jahr im Café Tresznjewski bekam sie den Job.

Unter dem Kürzel „Verena K.“ erlangte sie binnen weniger Monate nationale Bekanntheit, weil sie einen Stammgast ganz besonders bediente: Torwart-Titan Oliver Kahn. In seinem Buch reißt Gunschmann dieses Kapitel nur kurz an. „Da bin ich ihm sehr dankbar“, sagt Kerth. „Im Gegensatz zu den anderen Geschichten in dem Buch ist das ja auch alles bereits sehr breit getreten und bekannt.“

Thema in dem Buch ist etwa auch die Anekdote mit Puff Daddy, als der mit J. Lo samt Entourage zum Feiern kam und mit einer offenen Rechnung über 10 000 Mark von dannen zog. Danach klapperte Gunschmann auf dem Motorroller die Hotels ab, um schließlich in der dritten Etage des Bayerischen Hofs fast von einem Bodyguard vermöbelt zu werden. Auch die Rolling Stones dürfen da nicht fehlen: „Mick Jagger ist Stammgast, war über 20-mal bereits hier.“ Leichte bis mittlere Übertreibung gehören wohl zum Geschäft, hinter vorgehaltener Hand verrät ein Ex-Kollege Gunschmanns, dass das schon damals so gewesen sei. „Wenn einer kräftig überzogen hat bei der Ausschmückung von Erlebnissen, dann hieß es, er hat mal wieder „gegunscht“. Auffällig viele P1-Stammgäste und Szene-VIPs feierten die Buch-Präsentation, darunter Model Papis Loveday, Kino-Open-Air-Veranstalter Alex Wolfrum oder Meinburk-Chef Serge Dolkhani.

Thomas Oßwald

Auch interessant

Kommentare