Vermieter machten dem Betreiber Ärger

Nun also doch: Das "Konsulat" macht zu

Der "Konsulat"-Betreiber Sedat Perktas schließt die Pforten seiner Bar endgültig.
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Der "Konsulat"-Betreiber Sedat Perktas schließt die Pforten seiner Bar endgültig.

München - Es hört sich etwas seltsam an in dieser Zeit, wenn ein Konsulat in München schließt, noch dazu, wenn ihm jemand vorsteht, der in der Türkei aufgewachsen ist.

Aber gemach, mit dem gescheiterten Umsturz am Bosporus hat das Schicksal von Sedat Perktas und seiner „Auslandsvertretung“ nichts zu tun, schließlich handelte es sich bei seiner Unternehmung um eine Bar namens Konsulat in der Klenzestraße 51.

Als Perktas nach neun Jahren „Ausbildung“ am Tresen des legendären Atomic Cafes seine eigene Bar im Dezember 2006 zusammen mit Richard Billeci eröffnete, machte er das in Erinnerung an seine Kindheit, die er in der Türkei verbrachte. Für jede Auslandsreise musste er dort stundenlang in Konsulaten warten. „Eines Tages“, schwor sich der kleine Sedat damals, „mache ich ein eigenes Konsulat auf.“

Nun ist das Konsulat mit der Discokugel an der Decke und den leckeren Drinks Münchner Thekengeschichte, der auslaufende Mietvertrag wurde nicht verlängert. „Es gab von Anfang an Reibereien mit den Vermietern“, sagt Perktas, er hätte gerne weitergemacht, fühlt sich zwei Wochen nach der letzten Nacht im Konsulat aber auch irgendwie befreit. „Ich kann jetzt endlich mal wieder richtig schlafen.“ Er habe noch Geld bekommen für seinen Laden und Angebote für etwas Neues habe er auch. Aber jetzt geht’s erst mal auf große Fahrt. Nach Skandinavien. Ein Konsulat braucht er dafür nicht mehr.

Thomas Oswald

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