So war der Jahreswechsel

Kultfabrik: Das Ende der Party

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Knapp 20 Jahre war das Areal hinter dem Ostbahnhof ein nächtlicher Spaßpark.

München - Ende Gelände. Das neue Jahr war bereits drei Stunden alt, als sich die Kultfabrik mit einem großen Feuerwerk aus dem Nachtleben verabschiedete.

Für viele Nachtschwärmer ein wehmütiger Moment, eine Zäsur im Münchner Nightlife. Knapp 20 Jahre war das Areal hinter dem Ostbahnhof ein nächtlicher Spaßpark, zunächst als Kunstpark Ost von Wolfgang Nöth und Mathias Scheffel, ab 2004 unter der Regie von Werner Eckart als Kultfabrik. Allerdings verschwindet erst mal nur der Name, viele der Clubs und Bars haben noch Schonfrist, bis sie dem auf dem Reißbrett geplanten neuen Stadtteil „Werksviertel“ weichen müssen. Andere wie die Nachtkantine dürfen bleiben und wieder andere bekommen in neuen Locations ihr Zuhause.

Auch wenn viele der Abschied schmerzt: Der Nabel des nächtlichen Vergnügens hatte sich schon vor Jahren in die Innenstadt verlagert, an die Feierbanane zwischen Sendlinger Tor und Maximiliansplatz. Dort rufen für die nächsten Tage gleich drei befreundete Clubs zur Wintersafari auf. Eine „Après-Ski-Urlaubs-Gaudi der etwas anderen Art“ nennen Pacha, 089-Bar und Call me Drella ihr viernächtiges Unternehmen, damit die Urlauber und Daheimgebliebenen von kommendem Dienstag bis Freitag gebührend und ausgiebig das langerwartete Wiedersehen zum Ausklang der Ferien feiern können. 25 Euro kostet das Ticket für alle Clubs für alle vier Nächte, der Tagespass liegt bei zehn Euro.

Thomas Oßwald

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