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Kunstpark Nord: Nöth schimpft auf die Stadt

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Wolfgang Nöth

So nicht. Denkt sich derzeit Wolfgang Nöth, nachdem der Münchner Kulturreferent Hans-Georg Küppers durchblicken ließ, dass der Stadtrat Nöths Projekt eines Kunstpark Nord neben der Allianz Arena auf seiner Sitzung am Donnerstag endgültig beerdigen will.

„Der Vernissage-Profi hat doch von der Münchner Kultur keine Ahnung“, meint Nöth, der sich nun um den Einsatz von 15 Jahren Entwicklungstätigkeit und Investitionen von rund 250 000 Euro für Architekten, Gutachter und Anwälte gebracht sieht.

„Noch vor drei Monaten war ich mit unseren Investoren bei OB Ude, der uns strahlend erklärte, dass alles gerettet sei“, sagt Nöth. Pustekuchen, nun soll das städtische Areal nach zwei Ausschreibungen, die Nöth nach eigener Aussage beide gewonnen hat, freihändig verkauft werden, damit dort eine Skihalle errichtet wird. „Nachdem mit dem Stadtratsbeschluss die kulturelle Bindung entfällt, kann die Stadt jetzt mehr erlösen, aber das lasse ich mir nicht gefallen.“ Einen „ganz heißen Tanz“ will der Hallen-Guru, der den Kunstpark Ost (jetzt Kultfabrik) erfand, der Stadtspitze nun bereiten.

Er überlegt, selbst politisch aktiv zu werden. Vor einigen Jahren gründete er die Partei Die Unbestechlichen, um damit bei der Stadtratswahl anzutreten, nach Gesprächen mit Ude zog er die Kandidatur zurück. „Das werde ich mir alles überlegen“, grummelt Nöth. Dass er damit am Scheitern des Kunstpark Nord noch etwas ändern kann, glaubt er indes nicht: „Das Ding ist gegessen.“

Besonders verbittert ist er über die seiner Meinung nach herrschende Ignoranz des Kulturreferenten: „Das ist doch ein Schmarrn, dass wir auf einmal keine Ateliers mehr brauchen.“ Denn die wären neben einer Konzert- und Theaterhalle sowie verschiedenen Clubs Hauptbestandteil des Kultur-Geländes in Fröttmaning gewesen. „Wir hatten eine komplette Finanzierung aufgestellt, die Stadt hätte die Sache nichts gekostet. Das hätte ich doch nicht gemacht, wenn ich nicht vom Erfolg überzeugt wäre, schließlich ist noch keines meiner Projekte Pleite gegangen.“ Für den Kulturreferenten hat er nicht viel übrig: „Ich kenne ihn gar nicht, der muss wahrscheinlich aussehen wie Mr. Bean, weil er so viel Quatsch erzählt.“ Fortsetzung folgt.

Quelle: tz

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