Leichte Mädels – Schwere Jungs: Alles nur Spaß!

Robert Wittl (Mitte) mit seinem Team

Neun Jahre lang lockt Robert Wittl mit seinen Kumpels nun schon skurril verkleidete, leichte Mädels und schwere Jungs in wechselnde Münchner Partylocations.

Am kommenden Samstag ist es mal wieder soweit. Dann nimmt die bunte Truppe in frivoler Unterwelt-Optik erneut Fahrt auf und erstmals den Tor Club in Beschlag. Aber Vorsicht! Einlass wird nur denen gewährt, die sich über die Webseite oder persönlich bei den Veranstaltern vorab angemeldet haben und dem Motto entsprechend gekleidet sind. Für die Frauen bedeutet das, sie sollten sich vom Outfit her zwischen Bordsteinschwalbe und Callgirl bewegen. Bei den Männern ist der typische Zuhälter-Look aus dem Milieu gefragt. Wenige Tage vor dem Event baten wir Veranstalter Robert Wittl zum Interview.

Neun Jahre gibt‘s „Leichte Mädels – Schwere Jungs“ nun schon. Erzähl doch bitte noch mal, wo und wie es anfing?
Wittl: Die Gründerväter waren ich und mein alter Freund Mike. Unsere Geburtstage liegen nur sieben Tage auseinander, daher wollten wir unseren Freunden nicht zwei Brutalo-Partys nacheinander zumuten und haben im Vits am Isartor einmal groß gefeiert, wie es sich für extrovertierte Skorpione gehört. Da kamen fast 700 Leute, dich sich dann ganz schön stapeln mussten. Schon damals war‘s eine Verkleidungsparty. Ich hatte so einen Aufklebe-Bart, der dauernd verrutscht ist, dazu Sonnenbrille und Perücke.

Das war aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange...
Wittl: Stimmt, wir waren dann ja später insgesamt zu siebt im Veranstalterteam. Unseren absoluten Besucherrekord hatten wir wohl auf der Praterinsel mit knapp 3.000 Gästen, aber auch unsere P1-Faschinge sind immer der Renner.

Was macht das besondere Feeling eurer Party aus?
Wittl: Die Verkleidung und die aufgeheizte Stimmung spielen eine wichtige Rolle. Die Mädels haben fast nichts an, und die Jungs sehen leicht bis schwer kriminell aus. Teilweise ziehen wir Männer uns wie die letzten Vollidioten an, wir wollen die Frauen ja dazu bringen sich schiefzulachen. Und schon hat man ihr Herz gewonnen! Wir Jungs dagegen brauchen keine zweite Anke Engelke, wir wollen lieber aufgestrapste Ladies sehen, die sich wegen des Outfits auch ein wenig frecher als sonst verhalten. Es ist aber alles nur Spaß!

Wie seid ihr auf den Tor Club gekommen und was wird dort anders sein als sonst?
Wittl: Wir wechseln immer gern die Location und bauen zugleich eine neue Generation im Veranstalterteam auf, um uns insgesamt etwas zu verjüngen. Da passt der Tor Club sehr gut. Wir wollen dort – anders als bisher – zwischendurch ruhig auch mal Hip-Hop spielen, so was macht ja auch echt Stimmung. Außerdem wird‘s eine nicht ganz so helle Kuschelecke geben.

Wie streng seid ihr an der Tür?
Wittl: An der Tür wird selektiert, man kommt ohne Outfit nicht rein. Da gab es in der Vergangenheit schon auch mal Tränen und Beschimpfungen. Mir persönlich ist sogar schon mal einer von den Hells Angels hinterhergelaufen ...

Welches Outfit hat dich in all den Jahren so richtig vom Hocker gerissen?
Wittl: Tut mir leid, aber da fällt mir speziell mein eigenes Outfit ein. Ich bin ja immer gern als Chippendale herumgelaufen, habe mir ein Bodypainting verpassen lassen und einen Strumpf in die enge schwarze Lederhose gesteckt. Ich sah aus wie ein Bodybuilder, stand also kurz vor Arnold Schwarzenegger. Die Mädels sind ausgeflippt, durften mir aber nie zu nahe kommen, weil sonst das Bodypainting verwischt worden wäre.

Tor Club (Sonnenstr. 26)
Sa, 7.11., 22 Uhr
www.lmsj.de

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