Maria Riesch: Ihre letzte Gold-Chance

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Maria Riesch will beim Slalom ihre letzte Chance auf Gold nutzen.

Garmisch-Partenkirchen - Beim Slalom am Samstag hat Maria Riesch bei ihrer Heim-WM die letzte Chance auf Gold. Warum sich die 26-Jährige vor dem Rennen keinen Druck machen will:

Der Enttäuschung im Riesenslalom soll die Medaillen-Show im Slalom folgen: Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Maria Riesch will bei ihrer Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen einen goldenen Schlusspunkt setzen und den Gudiberg zum Beben bringen. Die Erwartungen an die 26-Jährige vor den beiden Läufen am Samstag (10/13 Uhr, ARD und Eurosport) sind riesig, allein für diesen Wettbewerb hätten 50.000 Karten verkauft werden können - doch Riesch ist vor „ihrem“ Rennen um Gelassenheit bemüht.

„Immer dieses Gerede vom Druck. Der Druck bei dieser WM war mit der ersten Medaille weg. Ich bin mit dem Verlauf schon jetzt sehr zufrieden. Wenn man zwei Medaillen hat, hat man keinen allzu großen Druck mehr“, sagte Riesch bestimmt. Doch wer sie kennt, der weiß: Dies ist nur die halbe Wahrheit. Die Lokalmatadorin würde am Samstag nicht nur ganz gerne das ernüchternde Aus im WM-Riesenslalom vergessen machen. Sie will nach Möglichkeit auch ihren Titel, den sie 2009 in Val d'Isere gewann, erfolgreich verteidigen.

Ihre Erkältung, die Riesch in der ersten WM-Woche noch stark behindert hatte, ist inzwischen kein Thema mehr. „Ich bin gesund“, stellte sie vor dem Slalom klar, „und ich bin motiviert“. Davon ist auch ihre Teamkollegin Viktoria Rebensburg überzeugt: „Maria hat schon oft genug am nächsten Tag die richtige Antwort gegeben, wenn es nicht so gut gelaufen ist.“

Maria im Nebel: Bilder vor dem Riesenslalom-Start

Maria im Nebel: Bilder vor dem Riesenslalom-Start

Bilder vor dem Riesenslalom-Start © Sehr
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Einen kleinen Nachteil gegenüber den Spezialistinnen sieht die Gesamtweltcup-Führende Riesch aber: „Ich konnte am Freitag nur einen Tag Slalom trainieren.“ Sie mache das im Weltcup „regelmäßig, ich denke nicht, dass das ein Problem ist“, merkte jedoch DSV-Cheftrainer Thomas Stauffer an.

Zudem kennt Maria Riesch den Gudiberg, auf dem sie schon als kleines Mädchen die ersten Rennen fuhr, wie ihre Westentasche: „Das ist ein sehr selektiver Slalom-Hang. Er ist speziell im oberen Teil sehr steil.“ 31,9 Prozent ist das durchschnittliche Gefälle, 580 Meter lang der Kurs.

Doch nicht nur Maria Riesch genießt Heimvorteil. Auch ihre jüngere Schwester Susanne und Fanny Chmelar kommen aus dem WM-Ort. Vor allem die „kleine Riesch“, drei Jahre jünger und einen Zentimeter kleiner als Maria, hofft, „dass ich mal richtig aus dem Schatten treten und Maria schlagen kann. Ich will hier eine Medaille gewinnen“, sagte sie selbstbewusst. Eine Medaille für sie - und eine Medaille für Maria, „das wäre toll“.

Stauffer bremst aber die hohen Erwartungen, nachdem seine „Golden Girls“ Maria Riesch, Rebensburg und Kathrin Hölzl in der DSV-Paradedisziplin Riesenslalom leer ausgegangen waren. „Wir sind eine gute Mannschaft, das ist unbestritten, aber an einem Tag, in einem Rennen kann so viel passieren. Das hat man im Riesenslalom gesehen“, sagte er. Trotzdem: „Wir sind bereit, für alle ist der 19. Februar am Gudiberg das große Ziel.“

Riesenslalom: Alle Bilder des Rennens

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Riesenslalom: Bilder vom ersten Lauf. © getty
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Der zweite Lauf beim Riesenslalom der Damen © dpa
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Der zweite Lauf beim Riesenslalom der Damen © dpa
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Topfavoritin auf den WM-Titel ist allerdings Marlies Schild aus Österreich, die bereits bei fünf Weltcup-Slaloms in dieser Saison triumphiert hat. Maria Riesch stand dagegen erst einmal in diesem Winter im Slalom ganz oben: am 11. Januar in Flachau.

Schild musste in den vergangenen Tagen aber erst mal den Unfall ihres Freundes Benjamin Raich verarbeiten. Inzwischen habe sie dies aber verdaut, ihre Erwartungen haben sich „nicht wirklich“ geändert: „Vor dem Rennen rufe ich Benni wieder an, das gibt mir Kraft und motiviert mich.“

Neben den beiden Rieschs hoffen insgeheim auch die weiteren deutschen Starterinnen auf eine Überraschung. Chmelar wurde beim Weltcup-Finale im vergangenen Winter in Garmisch-Partenkirchen immerhin Vierte. Deshalb meint sie trotz bisher enttäuschender Saison: „Da ist viel drin.“

Christina Geiger (Oberstdorf) macht ihr dritter Platz in Semmering vor einigen Wochen Mut: „Da habe ich gesehen, dass ich es schaffen kann, unter die ersten Drei zu fahren. Ich will eine Medaille, das wäre mein größter Traum.“ Auch Katharina Dürr aus Germering plant „einen Ausreißer nach vorne“.

sid

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