Party-Legende „The Soulful Shack“ wieder zu Leben erweckt

Soul-City für eine Nacht

„München ist eher soulful“, beschreibt der Münchner Labelbetreiber, Produzent und DJ Michael Reinboth (Compost und Compose Records, Black Label …) die bayerisches Landesmetropole.

Während in München im Untergrund eher der Soul regiert, herrschen in Frankfurt Techno, in Hamburg Hip Hop und Berlin Rock und elektronische Musik. Doch Soul-Veranstaltungen im eigentlichen Sinne sind in München längst rar geworden. Mit der Party-Legende „The Soulful Shack“ wird sich dies am Samstag, 25. November, im „The Lovelace“ an der Kardinal-Fauhaber-Straße 1 zumindest für eine Nacht ändern.

Als Reminiszenz an die alten Soulzeiten gibt es einen Flyer, wie er einst zu Tausenden verteilt wurde.

Ob rauer Chicago-Soul mit „Everybody saw You“ von Ruby Andrews, eleganter Soul wie „Sweetest Pain“ von Dexter Wansel oder das fast schon discoide „High Steppin – hip dressin“ von „Love Unlimited“ (Barry White) auf den Plattentellern gespielt werden wird, lässt sich noch nicht sagen. Doch eines lässt sich sagen: Die Bandbreite der „soulful“ Musik wird sicherlich hinlänglich bedient werden. Denn die DJ-Legenden Hans Nieswand aus Köln (Autor, Labelbetreiber, ehemals Spex-Redakteur und für das Goethe-Insitut unterwegs) und seine Münchner Kollegen Jonathan Fischer (Autor und Musiker), Florian Keller (weltweitgefragter Rare Groove-Spezialist und Grafiker), Leo Ernst (Northern Soul- und Mod-Experte) und Michael Reinboth werden dafür sorgen, dass die „Seelenmusik“ mitten in München wieder aufersteht.

„The Soulful Shack“ zählt zu den legendären Soul Veranstaltungen in Deutschland. Ursprünglich in den 80ern von den Spex Herausgebern und Redakteuren Gerald Hündgen und Olaf Karnik in Köln gegründet, wurde die Soul Party Reihe damals von Michael Reinboth (der regelmäßig in Köln als Gast-DJ dabei war) auch in München, Nürnberg, Wien, Bremen, Berlin oder Frankfurt veranstaltet. In München fand der Soulful Shack damals (80er und Anfang 90er) in diversen Lokalitäten wie Loft, Negerhalle, Alabamahalle, Babalu, Wolkenkratzer oder Parkcafe statt. 

Heute Sammlerstücke – alte Flyder: In den 80er und 90er Jahren das Medium, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Bodo-Klaus Eidmann

Rubriklistenbild: © Bodo-Klaus Eidmann

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