Protest gegen die GEMA-Erhöhung

Münchner DJs drehen sich den Saft ab

München - Es war keine Partynacht wie jede andere. Von Samstag auf Sonntag haben die Münchner DJs in den Clubs gegen die GEMA-Erhöhung protestiert.

Und dann war die ­Musik plötzlich aus. Pünktlich um 23.55 Uhr drehte DJ Linus die Lautstärkeregler an seinem Mischpult ganz runter – es folgte die große Stille. Die Pacha-Crew wollte ein Zeichen setzen und sich an den bundesweiten Protest anschließen, mit dem Club- und Diskothekenbetreiber in der Nacht zum Sonntag auf die Erhöhung der GEMA-Gebühren ab Januar aufmerksam machten.

Das Pacha träfe die Neuregelung mit einem Anstieg um über 1200 Prozent. „Dann können wir dichtmachen“, erklärt Constantin Wahl, einer der Gesellschafter.

Wahl ist auch am benachbarten Max & Moritz beteiligt, dort standen die Turntables erst kurz vor ein Uhr still. „Aber das können wir dem Hell nicht antun hier“, hieß es im Pacha. Denn DJ Hell ist noch immer ein großer Name, und wenn er die Crowd auf der Tanzfläche erst mal so richtig in Schwung gebracht hat, dann soll die Stimmung nicht gleich wieder gekippt werden.

Anders übrigens im Bob Beaman: In dem schwer angesagten Elektro-Club in der Gabelsbergerstraße demonstrierte DJ Muallem erst zur besten Clubbing-Zeit um 1.55 Uhr.

Thomas Oßwald

Auch interessant

Kommentare