Munich Calling im neuraum

Als gäb’s kein Morgen ...

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So ging’s ab im neuraum – schon weit vor Partyzeit war der Laden voll.

München - Staade Zeit? Nicht in der Nacht zum Sonntag! Nicht im neuraum! Was für eine Party! Die sechste Auflage der Munich Calling-Reihe war mal wieder eine amtliche Abfahrt.

Weit mehr als 2000 Partygänger rockten die neuraum-Diskothek in der Arnulfstraße, als gäbe es kein Morgen.

Vier Areas, neun DJs aus München, dazu hatte neuraum-Chef als Verstärkung Niels van Gogh und Techno-Legende da Hool gebucht. Der besetzte gegen ein Uhr morgen das Mischpult im elektrolastigen Salon des neuraum, neben ihm das Münchner Goldkehlchen Lima, die die Stimme zu da Hools jüngstem Dancefloor-Filler Illusion beisteuerte.

Frank Tomiczek, wie da Hool im bürgerlichen Leben heißt, ist etwas rundlich geworden, was ihn in Sachen Agilität aber nicht im Geringsten behindert. Und er hat gehörig Spaß bei seinem mehrstündigen Set zum neunten Geburtstag des Szene-Magazins Undercover und dem dritten Partygänger-Jubiläum.

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Was sich auch auf die Crowd überträgt: Die Tanzfläche ist brechend voll, ekstatisch zucken die Leiber im Gleichtakt zum Sound und den eklektischen Visuals der Video-Jockeys von Heiligenblut. Nebenan, in der durch einen Tunnel verbundenen Main-Area, geben zur gleichen Zeit DJ Real und Jens Witzig den Ton an – mit einer musikalischen Zeitreise von alten Soul-Klassikern, gemischt mit frischen House- und etwas härteren Elektro-Nummern.

Kam schwer an, junge Partygänger kletterten auf die mit ausladenden Kandelabern geschmückten Tresen und tanzten durch die Nacht. „Eine Sensation, dieses Publikum!“, befindet Witzig strahlend zwischen zwei Nummern. „Seit Wochen ging bei mir schon das Telefon wegen Munich Calling, da war abzusehen, dass das ein richtig cooler Termin heute wird. Aber dass es gleich so abgeht!?“

neuraum-Chef Dierk Beyer ist derweil im Dauer-Stress. Kurz vor Mitternacht fiel das Terminal für EC- und Kreditkarte aus, an sämtlichen Bars galt nur noch eine Devise: Bargeld lacht. „Irgendwo ist immer Not am Mann“, gab sich der Gastronom gelassen. „Es hat sich schon früh abgezeichnet, dass das eine richtig geile Party wird“, sagt Beyer, mit Funkgerät bewaffnet. „So früh wie heute ist der Laden selten voll.“

Schon weit vor Mitternacht bildete sich eine lange Schlange vor dem Zentralen Omnibusbahnhof an der Hackerbrücke, unter dem der XXL-Club seine Heimat hat. Trotz frostiger Temperaturen warten sie geduldig auf Einlass. Umso heißer wurde es ihnen drinnen – den DJ-Einheizern sei Dank. Und das ging rasend schnell.

München rief mal wieder zu ­Munich Calling – und alle kamen. Respekt!

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