Exklusiv: Aus Nektar wird Kytaro

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Kytaro-Inhaber Leonidas Arachovitis im ehem. Nektar

Edel-Grieche Kytaro geht ins Nektar. Leonidas Arachovitis wechselt mit seinem Kytaro in die Stubenvollstraße 1.

Das ist der Hammer des noch jungen Gastro-Jahres: Zwar muss der Edel-Grieche Kytaro seine derzeitige Heimat, die Schrannenhalle, erst in der ersten Aprilwoche räumen, doch die Nachfolge-Location steht bereits in den Startlöchern.

Bereits am Samstag eröffnet Leonidas Arachovitis sein neues Kytaro übergangsweise im ehemaligen Nektar in der Stubenvollstraße 1 – nur einen Steinwurf entfernt vom Stammhaus in der Inneren Wiener Straße, das er mit Bruder Lasaros 1999 verließ, weil sich der Vermieter seinerzeit nicht an den dringend erforderlichen Renovierungen beteiligen wollte.

Alfred Biolek nannte es schlicht und passend „die erfolgreichste Bruchbude Europas“, Katharina Böhm tanzte auf den Tischen und Jahrhundert-Koch Eckart Witzigmann goutierte dort regelmäßig sein Leibgericht – Lammhaxe mit Tsatsiki und Kartoffeln.

Erst fünf Jahre später kamen die Brüder nach einem Gastspiel in Düsseldorf nach München zurück und übernahmen das La Buca unter dem Café Reitschule. Fünf Jahre danach war auch dort Schluss, das Café Reitschule musste über ein halbes Jahr lang kernsaniert werden.

Zu lange für Arachovitis, der sein Personal nicht so lange im Regen stehen lassen konnte, er schnappte sich kurzentschlossen das Ryles in der Prinzregentenstraße und machte die Bar zum Edel-Griechen mit großer Terrasse. Bis Ende 2013, dann musste Arachovitis auch hier räumen, ebenfalls wegen fälliger Sanierung des kompletten Gebäudekomplexes.

Weiter ging’s in die Schrannenhalle, wo er mit seiner Crew das gescheiterte Fischlokal Krake ablöste. Bereits nach gut einem Jahr muss Arachovitis auch dort wieder raus, weil der neue General-Mieter der Schrannenhalle, das italienische Food-Konzept Eataly, sämtlichen Mietern zum 31. März gekündigt hat.

So lange will Arachovitis dort auch noch weitermachen, parallel dazu startet er aber bereits am Samstag im ehemaligen Nektar seinen Kytaro-Ableger als „Pop up Restaurant und Bar“, wo am gleichen Abend im benachbarten Gewölbekeller auch Christian Eiber das Grand Opening seiner Scala Musicbar feiert.

„Wir werden uns das mal ansehen und dann entscheiden, wie lange wir bleiben“, sagt der Gastronom vorsichtig. Denn im Gegensatz zu den bisherigen Lokalen gibt’s hier keine Terrasse – dafür aber die Hoffnung auf reichlich Szene-Publikum aus dem Scala.

Das Pop-up-Kytaro soll deshalb erstmal nur Mittwoch bis Samstag ab 19 Uhr geöffnet sein, mit Partygängerfreundlichem Küchenbetrieb bis 2 Uhr morgens. Spätestens 2017 will Leo mit seinem Stammlokal aber wieder zurückkehren in die alte, neue Heimat an der Prinzregentenstraße.

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