Die Macher sind keine Unbekannten

Neuer Club eröffnet im Atlantis-Kino

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So wird die Lounge

München - Vor einem Jahr hat das Atlantis-Kino seine Tore geschlossen. In gut zwei Wochen wird nun dort ein Club eröffnet. Die Macher sind keine Unbekannten.

Der Eingang zum Atlantis-Kino in der Schwanthalerstraße

Noch prangen über dem Eingang zum Anwesen Schwanthalerstraße 2 die vier Buchstaben, die jahrzehntelang auf seine Bestimmung hinwiesen: KINO, weiß auf blauem Grund, in Neon. Leuchten tut der Schriftzug schon seit Langem nicht mehr, vor einem Jahr bereits schloss das Lichtspieltheater Atlantis mit seinen beiden Sälen als Kino-Betrieb. In gut zwei Wochen wird hier Münchens jüngster Nachtclub aufmachen: das Jack Rabbit.

Direkt am Eck der Feierbanane an der Sonnenstraße, durch eine Passage verbunden mit dem Harry Klein Club und der X-Cess-Bar. Was die Neueröffnung besonders macht: Es ist seit langem mal wieder eine komplett neue Nightlife-Location, die an den Start geht.

Keine Neuauflage wie zuletzt das CO2 (ehemals Cord Club) um die Ecke oder das La Nuit (vorher Chaca Chaca) am Maximiliansplatz. Ist allerdings kein billiger Spaß, aus einem Film-Theater eine Diskothek zu bauen. Über eine Million Euro haben Edgar Gröber, Boris Konopka und Mathias Scheffel in der mehrmonatigen Bauzeit investiert, „um den Club bis ins kleinste Detail zu perfektionieren“, wie sie nun mitteilen. Auf 600 Quadratmetern bietet das Jack Rabbit künftig zwei Dancefloors sowie eine Galerie mit großer Lounge und VIP-Bereichen.

Einer der Macher des neuen Clubs: Edgar Gröber. Das Rezept, ein Kino zum Club umzufunktionieren, hat schon in den Karlstor-Kinos funktioniert – auch dort wurden zwei Säle zu zwei Tanflächen.

Das Macher sind im Münchner Nachtleben keine Unbekannten. Konopka und Gröber betrieben zum Beispiel einst mit dem 4004 (jetzt Klangwelt) die größte Disse der Stadt, Scheffel ist unter anderem am Optimol, Pacha, Reitschule und Mamasita beteiligt. Derzeit wird im Jack Rabbit noch kräftig gebaut, im Foyer türmen sich die Rigips-Platten. Es gibt noch einiges zu tun für die bekannten Szene-Designerin Laura Rave. Die Berlinerin unterhält sowohl Büros in London als auch in ihrer Heimatstadt. Ihr Einrichtungstalent hat sie bereits bei zahlreichen namhaften Kunden wie den Berliner Szeneclubs Cookies und Trust sowie Unternehmen wie Adidas unter Beweis gestellt. Ihr Auftrag: Hinter einer biederen Einkaufspassage mit farbigen Reklamen und Neonleuchten ein völlig neues Party-Ambiente mit engen und weiten Räumen zu eröffnen, belebten Bewegungsflächen und verborgenen Sitzecken. „Jack Rabbits Stil ist eklektisch modern, eine Mischung aus Patina und frischem Glanz“, sagt Edgar Gröber. Und: „Dieser Club schreibt eine neue Geschichte in einer alten Institution.“ Fette Beats, coole Drinks, ein stylisch-lässiges Ambiente „und vor allem jede Menge Spaß“ versprechen die Gastronomen Münchens Partygängern ab Dezember immer Freitag und Samstag.

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Thomas Oßwald

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